Spielberichte

Trotz 2:0 in Neckenmarkt: „Mit Abstand die schlechteste Partie, die wir gespielt haben“

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UFC Neckenmarkt
SV Antau

In der 1. Klasse Mitte hat der SV Antau am Sonntag beim UFC Neckenmarkt mit 2:0 gewonnen, zufrieden war man auf Gästeseite damit aber nur wegen der drei Punkte. Co-Trainer Vinko Kopic fand danach ungewöhnlich klare Worte, sprach von einem „Blackout“ seiner Mannschaft und stellte vor allem eines heraus: Neckenmarkt kam nach vorne praktisch gar nicht zur Geltung.


Spieler steht mit einem Fuß auf einem Ball

Foto von Jonathan Ward auf Unsplash

Viel Leerlauf vor der Pause

Zum Spiel selbst passte aus Sicht der Gäste der Pausenstand von 0:0 ziemlich genau. Antau nahm zwar die drei Punkte mit, doch Kopic machte nach dem Schlusspfiff keinen Versuch, die eigene Leistung schönzureden. „Für mich war es mit Abstand die schlechteste Partie, die wir gespielt haben, aber wir haben trotzdem gewonnen“, sagte der Co-Trainer. Damit war der Ton gesetzt. Es war also kein Nachmittag, an dem Antau spielerisch glänzte oder sich mit einer starken Vorstellung absetzte. Vielmehr blieb bei den Gästen laut Kopic vieles Stückwerk, was auch erklärt, warum es bis zur 65. Minute dauerte, ehe die Partie erstmals aufging. Seine Einschätzung fiel entsprechend hart aus: „Bei meiner Mannschaft hat heute eigentlich gar nichts funktioniert. Wir haben einfach Glück gehabt, dass der Gegner so schwach war und dass wir zwei Tore gemacht haben. Es war einfach ein Blackout von uns.“

Andreas Gold bricht das 0:0, Gerdenich macht vom Punkt alles klar

Die Führung für Antau fiel dann in der 65. Minute und war aus Sicht von Kopic wenigstens sauber so ausgespielt, wie man es sich vorgenommen hatte. Er schilderte die Szene so, dass sich die Gäste über die linke Seite gut durchsetzten und der Ball dann quer in die Mitte kam, wo Andreas Gold richtig stand und nur noch ins leere Tor einschieben musste. Dieses 1:0 brachte Antau in einem zähen Spiel erstmals in Führung. Den zweiten Treffer legten die Gäste erst spät nach. In der 84. Minute gab es Elfmeter für Antau, Karl Gerdenich trat an und verwandelte zum 2:0-Endstand. Auch diese Szene ordnete Kopic nüchtern ein und vermied jede große Aufregung: „Am Ende des Tages ist es eine Fifty-fifty-Entscheidung. Mancher Schiedsrichter gibt sie, manche nicht.“ Entscheidend war für ihn ohnehin etwas anderes. „Wir haben zwei Tore gemacht und Neckenmarkt hat keine Chance gehabt“, brachte er den Unterschied zwischen beiden Mannschaften auf einen einfachen Nenner.

Neckenmarkt kämpft, bleibt vorne aber harmlos

Gerade dieser Punkt zog sich durch Kopics gesamte Analyse. Er sah den Gastgeber zwar bemüht, aber im letzten Drittel viel zu ungefährlich. „Neckenmarkt hat mit den Mitteln gekämpft, die sie haben, aber am Ende des Tages fehlen ihnen leider zwei, drei Spieler, die den Unterschied machen und die Qualität auf den Platz bringen, damit sie vorne gefährlicher werden“, sagte er. Seine deutlichste Beobachtung dazu lieferte er gleich mit: Die gefährlichste Aktion der Heimischen war für ihn ein Freistoß in der 88. Minute, der nicht einmal auf das Tor kam. Mehr Gefahr sah der Antauer Co-Trainer über 90 Minuten nicht. Auch zur Spielleitung wollte er kein großes Thema aufmachen. „Es gibt für mich eigentlich nichts zu diskutieren und die Schiedsrichterleistung war okay, aber da ist Luft nach oben“, meinte Kopic. So blieb unter dem Strich ein klarer Auswärtssieg für Antau, der ergebnistechnisch zählt, spielerisch aber selbst beim Sieger kaum Freude auslöste.

1. Klasse Mitte: Neckenmarkt : Antau - 0:2 (0:0)

  • 84
    Karl Gerdenich 0:2
  • 65
    Andreas Gold 0:1