Der 1. Klasse Nord-Auftritt in Runde 21 endete für den ASV Nickelsdorf mit einem 3:1-Heimsieg gegen den SC Apetlon. Die Gastgeber legten früh vor, nahmen eine 2:0-Führung mit in die Pause und machten nach dem zwischenzeitlichen 2:1-Anschluss spät den Deckel drauf. Trainer Christian Pinter zog ein klares Fazit: „Unterm Strich war es ein verdienter Sieg von uns, auch wenn es nicht unsere beste Saisonleistung war.“

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Nickelsdorf erwischte einen Start nach Maß. Schon nach elf Minuten stand es 1:0, Matus Rybansky traf zur Führung. Pinter sprach dabei von einem Strafstoß, der seine Elf zusätzlich befreite: „Mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden. Wir waren druckvoll und sind schnell in Führung gegangen. Es war ein Elfmeter für uns, den wir eiskalt verwandelt haben.“ In dieser Phase blieben die Hausherren am Drücker und erspielten sich weitere Möglichkeiten. „Wir hatten genügend Chancen, um früh das 2:0 zu machen“, ärgerte sich der Coach kurz über die liegengelassenen Möglichkeiten. Das beruhigende zweite Tor fiel dann nach einem Standard: Nach einem Eckball lenkte Apetlons Tomas Bagi den Ball unglücklich ins eigene Tor (34.). Mit dem verdienten 2:0 ging es in die Kabinen – eine komfortable Basis für den weiteren Verlauf.
Nach dem Wechsel verlor das Spiel an Tempo. Pinter brachte es offen auf den Punkt: „In der zweiten Halbzeit war es eher ein lauer Sommerkick. Wir haben es leider nicht geschafft, den Gegner noch mehr unter Druck zu setzen.“ Nickelsdorf stand nun tiefer, verwaltete das Ergebnis – und ließ Apetlon ins Spiel kommen. In Minute 69 nutzten die Gäste ihre Chance: Andras Sandor drückte den Ball zum 2:1 über die Linie. „Bei 2:1 ist das immer ein gefährliches Ergebnis“, so Pinter, der seine Mannschaft aber rechtzeitig aufwecken sah. Die Gastgeber wurden wieder aktiver und setzten in der Schlussphase die entscheidende Antwort. In der 88. Minute traf Joker Matus Otapka zum 3:1 und machte alles klar. „Mit dem 3:1 in der 87. oder 88. Minute war klar, dass wir als Sieger vom Platz gehen“, atmete Pinter spürbar durch.
Abseits der Tore blieb ein bemerkenswerter Fair-Play-Moment hängen. Pinter hob ihn von sich aus hervor: „Wir hatten eine herausragende Fair-Play-Aktion. Der Apetloner Tormann hat sich verletzt und statt den Ball ins leere Tor zu schießen, hat unser Spieler ihn ins Seitenaus gespielt. Das wäre das 3:0 gewesen und verdient meines Erachtens höchsten Respekt.“ Auf strittige Szenen wollte er den Abend nicht reduzieren: „Strittige Szenen gab es eigentlich nicht. Der Schiedsrichter war in Ordnung.“ Inhaltlich sieht der Coach dennoch Arbeit vor seiner Elf: „Wir schießen zu wenig Tore. Wir investieren viel, spielen uns gute Chancen heraus, aber da ist noch Luft nach oben.“ Der Sieg gegen Apetlon tut gut, doch Pinter bleibt bodenständig: Aus der starken ersten Halbzeit will Nickelsdorf Konstanz über neunzig Minuten und mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor mitnehmen.