In der 1. Klasse Nord trennten sich der FC Hill Jois und der UFC Pamhagen mit 2:2. Jois ging früh in Führung und lag später mit 2:0 vorne, Pamhagen kämpfte sich binnen drei Minuten zurück. Trainer Dominik Gindl sprach von einem verdienten Remis, weil beide Teams keinen guten Tag erwischten. Gleichzeitig lobte er die Moral seiner Mannschaft, die auch auswärts nach Rückstand noch einen Punkt holte und nach dem Ausgleich sogar kurz am Sieg schnupperte.

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Das Spiel hatte kaum begonnen, da lag der Ball schon im Pamhagener Tor: In Minute 1 stellte Aleksandar Panic auf 1:0 – ein Wirkungstreffer, der die Gäste erst einmal schüttelte. Dominik Gindl nahm danach kein Blatt vor den Mund: "Das Unentschieden geht in Ordnung, da beide Mannschaften überhaupt keine gute Leistung an den Tag legten. Das Spiel war geprägt von sehr vielen Eigenfehlern und in meinen Augen frustrierten, mutlosen Spielern auf beiden Seiten." Aus seiner Sicht wirkte Jois vor allem durchs Zentrum sehr stabil. "Jois spielt sehr kompakt durch ihr Zentrum, diese Achse ist sehr gut aufgestellt und sie spielen routiniert und kompromisslos", betonte er. Zusätzlich bemerkte Gindl, dass Jois’ Topstürmer schon zu Beginn raus musste, was den Gastgebern wehtat. Am Pausenstand änderte das aber nichts: Zur Halbzeit hieß es 1:0 für Jois, Pamhagen fand bis dahin nur schwer ins Spiel.
Nach dem Seitenwechsel schien Jois den Deckel draufzusetzen: In der 54. Minute erhöhte Sebastian Schuber auf 2:0. Gindl schilderte die Szene aus seiner Sicht: "Das 2:0 war ein klarer Elfmeter – so etwas passiert im Fußball. Vor dem 2:0 hätte ich vielleicht auf Abseits entschieden, aber die Linienrichterin stand auf gleicher Höhe und hat es anders gesehen. Da will ich keine Schuld auf den Schiedsrichter schieben." Genau da wachte Pamhagen auf. "Dann kam unsere Aufholjagd, wo wir fast alle nicht mehr daran geglaubt haben", sagte Gindl. Dem Anschluss durch Miroslav Kubasak in Minute 72 sei ein Lattenschuss vorausgegangen, den der Stürmer im Nachsetzen verwertete. Nur drei Minuten später war die Partie wieder offen: Niklas Molnar egalisierte in Minute 75 – laut Gindl, weil der Joiser Tormann patzte und Pamhagens Joker eiskalt ins Eck abschloss.
Die Schlussphase blieb wild, aber ohne weiteres Tor. Gindl sah Jois "Mitte der zweiten Halbzeit körperlich nicht mehr in Bestform", doch nach dem 2:2 fehlte seinem Team der letzte Zug: "Uns fehlte nach dem 2:2 der Punch, um noch einmal anzugreifen und den Sieg zu finalisieren." Jois hatte laut Gindl noch eine Topchance alleine vor dem Tormann – Pamhagens Keeper blieb Sieger und sicherte den Punkt. Kurz vor dem Ende gab es noch eine späte Rote Karte gegen Jois’ Irfan Akbiyik (90+2). Ein Sonderlob verteilte Gindl an das Gespann: "Der Schiedsrichter Herr Braunschmid und seine Linienassistentin hatten das Match im Griff, er hat fair und routiniert gepfiffen und ist menschlich geblieben." Trotz der Kritik am eigenen Auftritt nahm der Trainer viel Positives mit: "Es ist wieder ein Ausrufezeichen, dass wir uns Woche für Woche aus schlechten Situationen herausspielen und trotz mancher Einschätzung immer wieder überraschen. Auch wenn wir eine schlechte Leistung liefern, holen wir einen Punkt. Ich will mir gar nicht vorstellen, was mit dieser Mannschaft möglich ist, wenn wir alle in Bestform sind."