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„Wir haben nie aufgehört, Druck zu machen“ – Nickelsdorf belohnt sich im Derby spät

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ASV Nickelsdorf
ASV Zurndorf

In der 1. Klasse Nord hat ASV Nickelsdorf das Derby gegen ASV Raiffeisenbank Zurndorf mit 1:0 für sich entschieden. Lange mussten die Gastgeber auf den Treffer warten, obwohl sie laut Trainer Christian Pinter über weite Strecken mehr vom Spiel hatten. Erst in der 87. Minute fiel durch Marek Sovcik die Entscheidung, nachdem Nickelsdorf nach Pinter-Angaben schon davor gute Möglichkeiten und sogar einen gehaltenen Elfmeter hatte.


Weiß-Blau-Orangener Fußball auf Rasen

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash

Viel Druck, aber zur Pause noch kein Tor

Für Christian Pinter war die Richtung der Partie von Beginn an klar. „Wir waren das aktivere Team, unterm Strich sicher auch die bessere Mannschaft“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Seine Elf habe gut begonnen, gleich in der Anfangsphase Druck aufgebaut und früh gezeigt, dass sie dieses Derby an sich ziehen will. Dazu kam laut Pinter auch Pech, weil ein Lattentreffer dabei war und die frühe Führung ausblieb. Zurndorf habe sich aus seiner Sicht vor allem aufs Verteidigen und Kontern beschränkt, doch auch das habe Nickelsdorf weitgehend gut kontrolliert. „Da haben wir wenig bis gar nichts zugelassen“, meinte Pinter. Mitte der ersten Halbzeit wurde außerdem nach Pinter-Angaben ein Tor der Gastgeber aberkannt, bei dem der Trainer die Handspiel-Entscheidung zumindest als diskussionswürdig einstufte. Kurz vor der Pause bot sich dann laut Pinter noch die große Chance auf das 1:0, als Nickelsdorf einen Elfmeter zugesprochen bekam. Der Ball ging aber nicht ins Tor, weil Zurndorfs Tormann nach seinen Schilderungen parierte. So blieb es zur Halbzeit beim 0:0.

Auch nach der Pause blieb Nickelsdorf am Drücker

Am Spielbild änderte sich nach Seitenwechsel laut Pinter wenig. „Die zweite Halbzeit war ein Spiegelbild der ersten Halbzeit. Wir waren aktiver, wir haben den größeren Willen gezeigt“, sagte er. Nickelsdorf blieb das Team mit mehr Vorwärtsdrang, arbeitete weiter an der Führung und ließ sich auch vom vergebenen Elfmeter oder vom langen Warten auf das erste Tor nicht aus der Ruhe bringen. Gerade das stellte der Trainer in den Mittelpunkt seiner Analyse, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht nie aufgehört habe, auf den entscheidenden Moment zu spielen. Dieser kam dann in der 87. Minute. Pinter schilderte den Treffer als Angriff über die linke Seite, nach dem eine schöne Flanke in die Mitte kam. Dort war Marek Sovcik zur Stelle und löste es per Kopf stark. Damit stand das 1:0, das zugleich der Endstand war. „Wir haben auf die Führung gedrückt und eigentlich nie aufgehört, den Gegner unter Druck zu setzen“, sagte Pinter über diese Phase. Für ihn war es deshalb nur folgerichtig, dass genau dieser späte Treffer die Partie entschied.

Der Wille als Schlüssel und ein Derby, das lange offen blieb

Dass Nickelsdorf solche Spiele derzeit ziehen kann, führt Pinter vor allem auf die Mentalität seiner Mannschaft zurück. „Wir geben nie auf. Wir hören nicht auf, Fußball zu spielen. Wir hören nicht auf, Druck zu machen“, sagte er. Genau darin sah er auch diesmal den Unterschied. Zwar sei Zurndorf „in Ordnung“ gewesen, doch im Derby habe seine Mannschaft mehr Einsatz und den größeren Willen gezeigt. Pinter verwies außerdem darauf, dass es in den vergangenen Wochen nicht einfacher geworden sei, weil sich die Gegner zunehmend auf Nickelsdorf einstellen. Umso wichtiger sei es, dran zu bleiben und sich auch dann nicht aus dem Konzept bringen zu lassen, wenn eine Partie lange auf Messers Schneide steht. Selbst die Diskussion um das aberkannte Tor ordnete er am Ende nicht höher ein als nötig. „Das kann man vielleicht diskutieren, aber schlussendlich ist es gut ausgegangen mit unserem 1:0“, sagte der Trainer. Für Nickelsdorf war dieser späte Derbyerfolg deshalb mehr als nur ein knapper Sieg: Er passte genau zu jener Linie, die Pinter an seiner Mannschaft derzeit besonders schätzt – dranbleiben, weitermachen und sich am Ende doch noch belohnen.

1. Klasse Nord: ASV Nickelsdorf : Zurndorf - 1:0 (0:0)

  • 87
    Marek Sovcik 1:0