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"Wir haben gefühlt 80 Prozent der Zweikämpfe verloren" – Podersdorf unterliegt in Pamhagen 2:4

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UFC Pamhagen
UFC Podersdorf a. S.

In der 1. Klasse Nord musste sich UFC Podersdorf am See am Sonntag bei UFC Pamhagen mit 2:4 geschlagen geben. Trainer Michael Guttmann sah weniger das nackte Ergebnis als die Gründe dahinter kritisch: Seine Mannschaft startete ordentlich, brachte sich mit Fehlern aber immer wieder selbst in Schwierigkeiten und verlor nach der Pause laut Guttmann vor allem zu viele Zweikämpfe.


Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Antwort nach dem Rückstand

Aus Sicht von Michael Guttmann begann die Partie keineswegs so, dass sich das 2:4 früh abgezeichnet hätte. "Wir sind eigentlich gut ins Spiel gestartet, haben aber durch einen Abwehrfehler das 1:0 bekommen", sagte der Podersdorfer Trainer. Nach elf Minuten brachte Lukas Mihalik die Gastgeber in Führung, doch die Antwort der Gäste kam schnell. Schon in der 13. Minute glich Elias Kolarik zum 1:1 aus und bestätigte damit den Eindruck, dass Podersdorf zunächst im Spiel war. Guttmann hob diese Phase ausdrücklich hervor, weil seine Mannschaft aus dem ersten Rückschlag sofort etwas machte. Trotz des schnellen Ausgleichs blieb die Partie offen. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte schlug Pamhagen noch einmal zu, weil David Fleischhacker in der 36. Minute das 2:1 erzielte.

Nach der Pause fehlte Podersdorf der Zugriff

Für Guttmann hing schon das 2:1 mit einem Ballverlust zusammen, der aus Sicht seines Teams vermeidbar gewesen wäre. "Wir wollten das Spiel vom Tormann aus schnell machen, dann gab es gleich den Ballverlust und der führte zum 2:1", erklärte er. Dieser Rückstand zur Pause wog schwer, weil Podersdorf nach Seitenwechsel nicht in die Partie fand. "Die zweite Halbzeit war kein gutes Spiel von uns. Wir haben zu wenig Zweikämpfe gewonnen, zu wenig Laufbereitschaft gezeigt und deswegen hat Pamhagen auch mehr vom Spiel gehabt", sagte Guttmann deutlich. Immerhin brachte eine kleine Systemumstellung laut dem Trainer etwas Besserung. Vor allem in der Offensive kam Podersdorf wieder zu Möglichkeiten. "Das Einzige Positive ist, dass wir auch Chancen hatten, sie aber leider nicht genutzt haben", meinte Guttmann.

Das 3:1 nimmt den Gästen den Boden

Genau diese Phase nach der Pause bezeichnete der Trainer auch als eigentlichen Knackpunkt des Nachmittags. "Beim Stand von 2:1 hatten wir ein, zwei gute Chancen, haben sie nicht genutzt und genau in dieser Phase das 3:1 kassiert", sagte Guttmann. Damit meinte er nicht nur den Zeitpunkt, sondern auch die Entstehung des Treffers. Wie schon vor dem 2:1 geriet Podersdorf im Aufbau unter Druck und verlor den Ball. In der 78. Minute erhöhte David Fleischhacker auf 3:1. "Beim 3:1 war es fast ein Ebenbild, ein Fehlpass aus der Innenverteidigung heraus, und wir haben sofort das Gegentor kassiert", schilderte Guttmann. Fünf Minuten später legte Lukas Mihalik mit dem 4:1 nach, und spätestens da war die Partie praktisch entschieden. "Danach war es schwierig, wieder zurück ins Spiel zu finden", sagte der Trainer.

Später Treffer ändert nichts an der klaren Analyse

Dass Levente Tiba in der Nachspielzeit noch auf 4:2 verkürzte, änderte am Gesamtbild aus Podersdorfer Sicht nichts mehr. Guttmann sprach seine Kritik nach dem Schlusspfiff offen an und machte dabei vor allem die Basics zum Thema. "Der absolute Wille zum Sieg hat gefehlt, und wir haben gefühlt 80 Prozent der Zweikämpfe verloren. Die Laufbereitschaft war nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe", sagte er. Gleichzeitig erkannte er auch an, warum Pamhagen an diesem Tag die Oberhand behielt. "Sie haben unsere Fehler eiskalt ausgenutzt." Diskussionen über den Unparteiischen wollte er dagegen gar nicht erst aufmachen. "Die Schiedsrichterleistung war sehr in Ordnung." Für Podersdorf bleibt damit vor allem die Erkenntnis, dass gute Phasen und vorhandene Chancen nicht reichen, wenn im Aufbau zu viele Bälle verloren gehen und der Zugriff gegen den Ball fehlt.

1. Klasse Nord: Pamhagen : Podersdorf - 4:2 (2:1)

  • 92
    Levente Tiba 4:2
  • 83
    Lukas Mihalik 4:1
  • 78
    David Fleischhacker 3:1
  • 36
    David Fleischhacker 2:1
  • 13
    Elias Kolarik 1:1
  • 11
    Lukas Mihalik 1:0