In der 25. Runde der 1. Klasse Süd feierte der SV Welgersdorf gegen den SC Kemeten einen klaren 5:1-Heimsieg. Zur Pause stand es bereits 4:0, weil die Hausherren ihr Angriffspressing konsequent durchzogen und die Chancen eiskalt nutzten. Trainer Jürgen Löffler sprach von einem Auftritt mit viel Kontrolle von der ersten Minute weg und brachte es knapp auf den Punkt: "Wir wollten unser Spiel durchziehen – und das ist uns sehr gut gelungen."

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Welgersdorf hatte von Beginn an mehr vom Spiel und setzte Kemeten mit hohem Anlaufen unter Druck. Das frühe 1:0 in der 5. Minute durch Kristof Gaal-Horvath passte exakt zum Plan. Löffler erklärte dazu: "Das 1:0 war sinnbildlich fürs ganze Spiel. Wir haben den Ball durch unser Angriffspressing hoch gewonnen, schnell umgeschaltet und unseren Stürmer ins Eins-gegen-eins gegen den Tormann geschickt – der hat eiskalt vollendet." Die Gastgeber blieben am Drücker und legten nach: In Minute 14 erhöhte Mate Jankovics auf 2:0, schon in der 22. Minute stellte Szabolcs Lödör auf 3:0. Kemeten fand in dieser Phase kaum Luft zum Atmen, weil Welgersdorf als Verbund arbeitete. "Die Mannschaft hat als Einheit agiert. Dann funktioniert das Pressen besser, wenn alle mitmachen, und man gibt dem Gegner wenig Raum zu spielen", so Löffler. Kurz vor der Pause trug sich dann auch Jürgen Löffler selbst in die Schützenliste ein und machte in der 37. Minute das 4:0 – mit diesem deutlichen Vorsprung ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel blieb Kemeten bemüht, am eigenen Spiel festzuhalten. Löffler würdigte diesen Ansatz ausdrücklich: "Es war beeindruckend, dass sie von Beginn an rausspielen wollten, also gepflegten Fußball. Das hat uns aber in die Karten gespielt. Wenn man rausspielen will, tut man sich im Pressing leichter, als wenn jeder Ball weggeschossen wird." Die Gäste belohnten sich für ihren Mut immerhin mit dem Treffer zum 4:1: In der 65. Minute traf Markus Hochwarter. Welgersdorf ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen, stand weiter stabil und setzte in der Schlussphase noch einen drauf. Kristof Gaal-Horvath schnürte in Minute 85 mit dem 5:1 seinen Doppelpack und stellte den Endstand her. Auch abseits der Tore blieb es sportlich: "Es war ein fair geführtes Spiel mit wenigen Aktionen für den Schiedsrichter – der war unauffällig", betonte Löffler nach dem Abpfiff.
In der Analyse wollte Löffler den Erfolg nicht an einer Einzelszene festmachen: "Es gab keinen besonderen Moment. Es war eine insgesamt konzentrierte Leistung, wir waren auf unser Spiel fokussiert." Genau dieses Gesamtpaket war für Welgersdorf der Schlüssel: gemeinsames Anlaufen, hohe Ballgewinne und konsequentes Umschalten. "Wenn alle mitmachen, gewinnen wir die Bälle sehr hoch und schalten gut um", erklärte der Trainer. Der Lohn sind drei Punkte und viel Rückenwind. In der Tabelle hält Welgersdorf nach 25 Spielen bei 35 Zählern und rangiert auf Platz acht, während Kemeten mit neun Punkten am Tabellenende steht. Mit dieser Art Auftritt kann Welgersdorf selbstbewusst in die nächsten Aufgaben gehen und den eingeschlagenen Weg fortsetzen.