Zum Auftakt der 1. Klasse Süd hat SV Heiligenkreuz gegen SV Güssing klar mit 4:0 gewonnen. Aus Sicht von Güssing-Trainer Rudolf Hoanzl war das Ergebnis am Ende sogar noch glimpflich. Der Coach sprach nach dem Schlusspfiff von einer über weite Strecken einseitigen Partie, in der seine Mannschaft läuferisch, kämpferisch und spielerisch nicht mithalten konnte.

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Schon Hoanzls Rückblick auf die ersten 45 Minuten ließ keinen Zweifel daran, wie dieser Abend aus seiner Sicht gelaufen ist. „Wir haben uns von der ersten bis zur letzten Minute dominieren lassen“, sagte der Trainer von SV Güssing und gratulierte zunächst dem Gegner zu „dieser tollen Mannschaft“. Dass SV Heiligenkreuz zur Pause nur 1:0 führte, passte für ihn nicht ganz zum tatsächlichen Kräfteverhältnis auf dem Platz. Leon Frenz brachte die Gastgeber in der 21. Minute in Führung, dazu sprach Hoanzl von „acht, neun hundertprozentigen Chancen“ für SV Heiligenkreuz. Die einzige Möglichkeit seiner Mannschaft habe es erst kurz vor der Halbzeit gegeben. Mehr Positives konnte der Trainer aus diesem Abschnitt nicht mitnehmen.
Nach dem Seitenwechsel fiel mit dem 2:0 durch Jan Willgruber in der 48. Minute rasch das nächste Tor für SV Heiligenkreuz. Hoanzl machte zwar deutlich, dass es für ihn eigentlich keinen einzelnen Knackpunkt gegeben habe, weil „das Spiel von der ersten Minute an nur auf unser Tor“ gegangen sei. Gleichzeitig bezeichnete er diesen Treffer kurz nach Wiederbeginn als besonders ausschlaggebend. „Von diesem Moment an war nur mehr ein Anrollen auf unser Tor, dem nur mehr unser Tormann wirklich etwas entgegengesetzt hat“, sagte der Trainer. Mit dem 3:0 durch Patrik Granicz in der 65. Minute baute SV Heiligenkreuz die Führung weiter aus, ehe Granicz in der 86. Minute auch noch das 4:0 nachlegte. Hoanzls Zusammenfassung fiel entsprechend hart aus: „Außer dem Tormann hat bei uns überhaupt nichts funktioniert.“
Besonders deutlich wurde der Trainer von SV Güssing, als er die Ursachen für die Niederlage ansprach. „Wir waren läuferisch, kämpferisch und spielerisch total unterlegen“, sagte Hoanzl, der seiner Mannschaft auch fehlende Ordnung nach dem zweiten Gegentor vorwarf. „Jeder Spieler hat sein eigenes Spiel gemacht“, lautete eine seiner markantesten Aussagen nach dem Schlusspfiff. Gleichzeitig fand er sehr klare Worte für die Leistung von SV Heiligenkreuz. Der Gegner habe „das ganze Spiel besser gemacht“, sei in jeder Phase überlegen gewesen und habe aus seiner Sicht nur bei der Chancenauswertung nicht alles aus seinen Möglichkeiten gemacht. Auch den Unparteiischen hob Hoanzl ausdrücklich hervor: „Der Schiedsrichter hat hervorragend das Spiel geleitet.“ Damit war seine Einordnung dieses Abends umfassend: Lob für SV Heiligenkreuz, Anerkennung für den Schiedsrichter und sehr viel Unzufriedenheit mit der eigenen Mannschaft.
Beim Blick nach vorne beließ es der Trainer von SV Güssing nicht nur bei Enttäuschung, sondern formulierte auch eine klare Erwartung. „Ich hoffe, dass bei der Mannschaft der Knopf aufgegangen ist und dass wir uns in jeder Hinsicht bessern“, sagte Hoanzl zum Abschluss. Seine Analyse des Unterschieds zwischen beiden Teams war dabei ebenso deutlich wie schon zuvor: „SV Heiligenkreuz wollte gewinnen“ und sei seiner Mannschaft kämpferisch, spielerisch und läuferisch „um dreihundert Prozent überlegen“ gewesen. Nach dem 0:4 zum Start in die neue Saison der 1. Klasse Süd steht für SV Güssing damit vor allem eines im Raum: In den Grundtugenden muss rasch mehr kommen, wenn sich ein solcher Abend nicht wiederholen soll.