In der 1. Klasse Süd hat SV Eltendorf am Samstag gegen Riedlingsdorf mit 0:3 verloren. Der Auswärtssieg fiel am Ende klar aus, zufrieden war Trainer Semir Huremovic trotzdem nicht. Zwar sprach er von „Einbahnstraßenfußball“ und sah im 1:0 den entscheidenden Dosenöffner, gleichzeitig störten ihn die schwache Leistung seiner Mannschaft und vor allem die mangelhafte Chancenverwertung.

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Aus Sicht des Riedlingsdorfer Trainers lief die Partie über die gesamten neunzig Minuten klar in eine Richtung. „Über neunzig Minuten war es Einbahnstraßenfußball“, sagte Huremovic und meinte damit, dass seine Mannschaft fast nur nach vorne gespielt habe, während sich Eltendorf nach seiner Einschätzung weitgehend auf das Verteidigen beschränkte. Trotzdem dauerte es bis in die Nachspielzeit der ersten Hälfte, ehe Riedlingsdorf den Aufwand auch auf die Anzeigetafel brachte. In der 45.+1 Minute traf Marijan Markovic zum 0:1, ein Tor, das für Huremovic mehr war als nur die Führung. „Das 1:0 durch Marijan Markovic war der Dosenöffner“, sagte der Trainer. Er schilderte auch, wie der Treffer fiel: ein Schuss von der rechten Seite am Sechzehnereck, flach ins Tor. Für ihn war das der Moment, in dem das Spiel endgültig in die gewünschte Richtung lief, zumal er Eltendorf über die ganze Partie kaum gefährlich sah.
Dass Riedlingsdorf nach dem Seitenwechsel rasch nachlegte, passte zum Bild, das Huremovic von der Begegnung zeichnete. Schon in der 47. Minute erhöhte Dorian Jurinic auf 0:2 und nahm den Gastgebern damit noch mehr Hoffnung auf ein Comeback. Den Endstand stellte wieder Markovic in der 89. Minute her, womit auch alle drei Treffer zeitlich klar verteilt waren: einer kurz vor der Pause, einer direkt danach und einer kurz vor Schluss. Huremovic stellte aber unmissverständlich klar, dass ihn das Ergebnis nicht über die Mängel hinwegtröstete. „Marijan ist schon davor zweimal alleine aufs Tor gelaufen. Wir brauchen zurzeit einfach zu viele Chancen“, sagte er. Genau darin sah er ein Problem, das sich nun trotz des Sieges wieder gezeigt habe. „Heute war der Gegner zu schwach, dass er uns wehtut. Aber mit der Chancenauswertung bin ich absolut nicht zufrieden.“ Nach seinen Angaben fehlten bei Eltendorf zudem mehrere Spieler, was die Kräfteverhältnisse zusätzlich beeinflusst habe.
Am deutlichsten wurde Huremovic bei der Einordnung der eigenen Leistung. „In gar keinem Bereich war ich zufrieden“, sagte der Riedlingsdorf-Trainer, ehe er noch nachlegte: „Es war unser schwächstes Spiel, seitdem ich Trainer bin in Riedlingsdorf.“ Damit fiel seine Bewertung trotz des 3:0 ungewöhnlich hart aus. Für die kommenden Tage kündigte er deshalb Arbeit in mehreren Bereichen an, wobei er nicht nur den Abschluss meinte. „Vor allem in der Chancenauswertung müssen wir besser werden“, sagte Huremovic. Zugleich forderte er auch auf allen Positionen eine Steigerung, „sowohl offensiv als auch defensiv“. Der Blick geht damit schon klar auf die nächste Aufgabe gegen Sankt Michael, für die er eine ganz andere Vorstellung verlangt. „Da muss eine komplett andere Leistung her, weil es sonst ganz schwer wird.“ Ein Lob sprach er nach Spielende noch dem Unparteiischen aus. Strittige Szenen habe es keine gegeben, und die Schiedsrichterleistung bezeichnete Huremovic als „absolute Topleistung von der ersten bis zur letzten Minute“.