Nach einer herausfordernden Herbstsaison blickt Christian Neckamm, Trainer des FC Großhöflein in der 2. Klasse Nord, mit klarem Optimismus auf das Frühjahr. Sein Team musste in den vergangenen Wochen mehrere Niederlagen hinnehmen – unter anderem gegen SPG Parndorf/Neudorf 1c, St. Georgen/Eisenstadt, SC Trausdorf, UFC Schützen und FC Oslip – und überwintert derzeit auf Tabellenrang zwölf. Dennoch überwiegt die Zuversicht: Mit gezielten Verstärkungen und einer kompakten Vorbereitung setzt Neckamm auf Stabilität und kontinuierliche Fortschritte, um sich Schritt für Schritt nach oben zu arbeiten. „Wir wollen im Frühjahr auf jeden Fall auf einen einstelligen Tabellenplatz hochkommen“, betont der Coach.

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„Die abgelaufene Herbstsaison war nicht ganz so, wie wir es uns erwartet haben“, resümiert Neckamm. Der Start sei holprig gewesen, auch wenn zwei frühe Siege kurz Hoffnung gegeben hätten. In vielen Partien hätten am Ende Nuancen zum Erfolg gefehlt. Den größten Hebel sieht der Trainer in der Defensivarbeit: „Da müssen wir Stabilität in die Abwehr bringen.“ Dafür wurden zwei Neuzugänge verpflichtet – ein slowakischer Tormann aus der vierten Liga sowie ein erfahrener Akteur für das defensive Mittelfeld.
Ein fixer Abgang betrifft den Stürmer Patrik Marchhart, der sich Antau angeschlossen hat. Kapitän Lukas Heidenreich wird sich etwas zurücknehmen und künftig verstärkt in der Reserve spielen. Zudem sollen Talente aus der starken U15-Mannschaft schrittweise an den Erwachsenenbereich herangeführt werden.
Die eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten aufgrund der Witterung erschweren aktuell die Vorbereitung, doch die Motivation im Team bleibt hoch. „Die Mannschaft steht trotz der schwierigen Bedingungen sehr gut zusammen“, sagt Neckamm. Statt Platz-Einheiten stehen derzeit oft Laufeinheiten auf dem Programm, um die Grundfitness zu halten.
Positiv stimmt ihn, dass keine schwerwiegenden Verletzungen vorliegen: „Ein paar Verkühlte gibt’s immer, aber grundsätzlich rechnen wir damit, im Frühjahr wieder mit einem vollen Kader starten zu können.“ Besonders lobt der Trainer die Einsatzbereitschaft erfahrener Akteure wie Marco Fiegerl und David Bognar, die bei den Laufeinheiten als Vorbilder vorangehen. Hoffnungsträger bleibt laut Neckamm der junge Lukas DeZordo, der noch stärker Verantwortung übernehmen und für Schwung nach vorn sorgen soll.
Am Umfeld des Vereins ändert sich indes wenig. Das Betreuerteam bleibt unverändert, auch im Vorstand erwartet Neckamm keine größeren Umstellungen. Ein gesellschaftlicher Höhepunkt steht dennoch bevor: „Am kommenden Samstag findet im Gemeindesaal das Sportler Gschnas statt – eine willkommene Abwechslung für alle.“ Sportlich richtet sich der Fokus nun komplett auf die neue Halbserie. Neckamm will mit seinem Team die Defizite der Hinrunde korrigieren und die Defensive stabilisieren.
In der Liga rechnet er weiterhin mit starken Gegnern: Besonders Breitenbrunn habe ihn in der letzten Begegnung beeindruckt. Trotz des aktuellen Tabellenplatzes sieht der Trainer keinen Grund zur Resignation: „Diese Liga ist eng, da kann jeder mit jedem mithalten; oft entscheiden nur Nuancen über Sieg oder Niederlage.“ Mit verbessertem Teamgeist, neuen Impulsen und einem klaren Plan möchte Großhöflein die Trendwende schaffen und die Saison auf einem einstelligen Tabellenrang beenden – das erklärte Ziel für das Frühjahr 2026.