Spielberichte

Patrick Mozelt (Trainer UFC Stotzing): „Jeder ist für jeden gegangen“

SV Sigleß
UFC Stotzing

In der 2. Klasse Nord lieferten sich der SV Sigleß und der UFC Stotzing ein packendes Duell, das die Gäste mit 4:2 für sich entschieden. Nach einem ganz frühen Rückstand drehte Stotzing die Partie, ließ sich auch vom späten 2:2 nicht aus der Ruhe bringen und legte in der Schlussphase noch zweimal nach. Trainer Patrick Mozelt sprach von einer „kompakten Mannschaftsleistung über neunzig Minuten“ und hob die Zweikampfstärke im Zentrum hervor. Der Doppelpack von Leotrim Saliji machte den Auswärtssieg schließlich klar.


Nahaufnahme Flutlichtmast

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Früher Schock, starke Antwort – Stotzing dreht das Spiel

Sigleß erwischte den Traumstart: Bereits in Minute 2 traf Silvano Pint zum 1:0. Stotzing reagierte sofort und brachte seine Aktivität auf den Platz. „Wir waren von der ersten Minute an aktiv und haben uns vom frühen 0:1 nicht aus der Ruhe bringen lassen“, sagte Patrick Mozelt. Der schnelle Ausgleich folgte in der 9. Minute: Manuel Hanyka traf zum 1:1 – Mozelt lobte die Vorbereitung durchs Zentrum: „Das 1:1 war hervorragend gespielt von Senad Serifoski mit dem Steckpass auf Manuel Hanyka, der souverän abgeschlossen hat.“ Die Gäste blieben am Drücker und stellten noch vor der Pause auf 1:2: Emre Kilka versenkte in der 36. Minute einen weiten Freistoß, der sich ins lange Eck senkte. „Damit sind wir in die Pause gegangen“, so Mozelt über das 1:2-Halbzeitergebnis. Nach dem Seitenwechsel drängte Stotzing auf die Entscheidung, ließ laut Trainer aber mehrere Hochkaräter aus – Chancen für Leotrim Saliji, Alex Ivanko und David Beslin blieben ungenützt. Sigleß kam in Minute 83 durch Sven Köhler zum 2:2, doch Stotzing antwortete eiskalt: Saliji stellte in der 85. Minute auf 2:3 und legte in der 90. Minute das 2:4 nach.

„Kompakte Mannschaftsleistung“ – Zweikämpfe und Spielkontrolle als Schlüssel

Für Mozelt lag der Schlüssel dieses Auswärtssiegs klar im Kollektiv. „Der entscheidende Moment war definitiv die kompakte Mannschaftsleistung über neunzig Minuten“, betonte der Stotzinger Coach. Besonders im Zentrum sah er sein Team überlegen: „Wir haben sehr gute Zweikämpfe bestritten, das Spiel immer wieder durch gewonnene Duelle auf unsere Seite geholt und hinten prinzipiell nichts zugelassen.“ Seine Mannschaft habe „über neunzig Minuten mehr Ballbesitz und viel mehr Spielanteile“ gehabt – daraus leitete er die Kontrolle über weite Strecken ab. Wichtig war ihm, die Arbeit gegen den Ball nicht hinter spektakulären Offensivszenen verschwinden zu lassen: „Jeder ist für jeden gegangen – das hat uns an diesem Abend ausgezeichnet.“ Auch nach dem späten Ausgleich blieb Stotzing stabil, griff wieder an und nutzte die Chancen schließlich eiskalt. Dass am Ende ein Doppelpack von Leotrim Saliji den Deckel draufmachte, passte aus seiner Sicht ins Bild einer Truppe, die bis zur letzten Minute „griffig“ blieb.

Diskussionen um Abseits, Respekt für Sigleß und ein Ausblick

Ganz ohne Diskussionsstoff kam die Partie nicht aus. Mozelt haderte mit zwei Szenen: „Aus meiner Sicht muss Mihailovic im Zentrum in der ersten Halbzeit Gelb-Rot sehen.“ Vor allem aber störte ihn das 2:2: „Das fällt in der 83. Minute aus einer klaren Abseitsposition, da reden wir von zwei bis drei Metern.“ Er stellte klar, dass diese Einschätzung seine Sicht der Dinge ist, ergänzte aber kämpferisch: „Gott sei Dank haben wir das dritte und vierte Tor noch draufgelegt.“ Für den Gegner fand er trotz allem anerkennende Worte: „Sigleß ist, wie wir sie kennen, kampfstark und spielstark, aber sie sind nicht zur Entfaltung gekommen, weil wir alles an den Tag gelegt haben, was es für einen Sieg braucht.“ In der Tabelle liegt Breitenbrunn vorn, Sigleß und Stotzing folgen im Spitzenfeld – ein Hinweis darauf, wie eng es an der Spitze zugeht. Mozelts Fazit für die nächsten Wochen ist klar: „Die Kompaktheit und Zweikampfstärke wollen wir mitnehmen – das war heute ausschlaggebend.“

2. Klasse Nord: Sigleß : Stotzing - 2:4 (1:2)

  • 90
    Leotrim Saliji 2:4
  • 85
    Leotrim Saliji 2:3
  • 83
    Sven Köhler 2:2
  • 36
    Emre Kilka 1:2
  • 9
    Manuel Hanyka 1:1
  • 2
    Silvano Pint 1:0