In wenigen Tagen startet die 26. Meisterschaftsrunde in der Burgenland-Energie-Landesliga. Sie geht am kommenden Wochenende über die Bühne. Vier Matches starten am Freitagabend, vier Spiele steigen am Samstagnachmittag. Ligaportal.at liefert an jedem Spieltag einen interessanten Vergleich der jeweils duellierenden Teams. Auch am kommenden Spieltag gibt es wieder interessante Duelle! Wer bleibt erfolgreich? Wer findet auf die Siegerstraße zurück?
Der UFC Jennersdorf steckt in einer schwierigen Phase der Vereinsgeschichte. Nach der 0:3-Niederlage im direkten Duell gegen den Vorletzten aus Siegendorf ist nun auch rechnerisch klar: Der Klassenerhalt ist nicht mehr möglich. Damit steht fest, dass man sich künftig in der II. Liga Süd neu orientieren muss. Die sportliche Misere spiegelt sich auch in der jüngsten Form wider – sieben Niederlagen in Folge sprechen eine deutliche Sprache. Es fehlt derzeit sowohl an Stabilität in der Defensive als auch an Durchschlagskraft im Angriff, um auf diesem Niveau konkurrenzfähig zu sein. Ganz anders präsentiert sich die Lage beim ASK Kohfidisch. Die Mannschaft befindet sich aktuell auf dem sechsten Tabellenrang und kann mit ihrer bisherigen Saison durchaus zufrieden sein. Besonders die letzten Wochen geben Anlass zur Zuversicht: Seit vier Runden ist das Team ungeschlagen und konnte in diesem Zeitraum starke zehn Punkte sammeln. Diese Serie unterstreicht die derzeit gute Form und das gewachsene Selbstvertrauen innerhalb der Mannschaft.
Der SV Leithaprodersdorf zählt weiterhin zu den formstärksten Teams der Liga. In den letzten sieben Spielen blieb man ungeschlagen, holte sechs Siege und ein Remis. Dabei erzielte man starke 18 Tore. Im Titelkampf spielt man zwar keine Rolle mehr – der Rückstand auf Spitzenreiter Mattersburg ist zu groß –, doch in der Rückrundentabelle liegt man auf Rang eins. Auch zu Hause überzeugt man mit sieben Siegen aus zwölf Partien. Mit dem FC Deutschkreutz wartet allerdings ein Gegner auf Augenhöhe. Die Gäste belegen in der Rückrundentabelle den zweiten Platz und haben sich nach dem Derbysieg gegen Oberpullendorf auf Rang vier der Gesamtwertung verbessert – die beste Platzierung der Saison. Sieben Siege aus den letzten acht Spielen unterstreichen die starke Form. Auffällig ist zudem die Entwicklung im Frühjahr: Bereits jetzt hat Deutschkreutz sieben Punkte mehr gesammelt als in der gesamten Hinrunde. Damit treffen zwei absolute Formteams aufeinander, was ein Duell auf hohem Niveau erwarten lässt.
Der SC Oberpullendorf musste zuletzt im Derby gegen Deutschkreutz einen Rückschlag hinnehmen und rutschte dadurch auf den fünften Tabellenrang ab. Vor allem zu Hause zeigt man sich bislang wechselhaft – lediglich die Hälfte der Heimspiele konnte gewonnen werden. Ganz anders präsentiert sich aktuell der SC Bad Sauerbrunn. Die Mannschaft befindet sich in starker Form und kassierte in den letzten sieben Spielen nur eine Niederlage. Seit drei Runden ist man zudem ungeschlagen und konnte zuletzt sogar dem Tabellenführer aus Mattersburg ein Remis abringen. Besonders in der Rückrunde überzeugt Bad Sauerbrunn mit defensiver Stabilität und zählt in diesem Bereich zu den besten Teams der Liga. Entsprechend offen gestaltet sich dieses Duell, in dem die Gäste mit viel Selbstvertrauen antreten werden.
Trotz eines jüngsten Remis gegen den SC Bad Sauerbrunn bleibt der MSV 2020 das Maß aller Dinge in der Liga. Der Vorsprung an der Tabellenspitze beträgt komfortable zehn Punkte – eine Ausgangslage, die kaum Raum für Zweifel an der Favoritenrolle lässt. Besonders beeindruckend ist die Konstanz im Frühjahr: In zehn Partien blieb man ungeschlagen, holte vier Siege und sechs Remis. Zudem stellt der Tabellenführer weiterhin sowohl die gefährlichste Offensive als auch die stabilste Defensive der Liga – eine Kombination, die den Erfolg untermauert. Nun wartet mit dem Team aus Siegendorf allerdings ein Gegner, der sich zuletzt deutlich gesteigert präsentiert. Die Mannschaft von Trainer Wydra ist seit drei Runden ungeschlagen und hat sich in der Rückrundentabelle bereits auf den sechsten Rang vorgeschoben. Diese Entwicklung zeigt, dass der Drittletzte keineswegs zu unterschätzen ist und aktuell mit mehr Selbstvertrauen auftritt als noch zu Saisonbeginn. Ein klarer Schwachpunkt bleibt jedoch die Auswärtsbilanz: Lediglich zwei Siege aus zwölf Spielen in der Fremde sprechen eine deutliche Sprache. Dennoch deutet die Formkurve nach oben, was das Duell zumindest auf dem Papier etwas offener erscheinen lässt. Der MSV 2020 wird dennoch alles daran setzen, seine Spitzenposition weiter zu festigen, während Siegendorf versucht, den positiven Trend fortzusetzen und möglicherweise für eine Überraschung zu sorgen
Der USV Halbturn befindet sich aktuell in einer stabilen Phase der Meisterschaft. Zwei Siege aus den letzten drei Spielen haben dazu geführt, dass man sich im gesicherten Mittelfeld der Tabelle etablieren konnte. Insgesamt präsentiert sich die Saison bislang sehr ausgeglichen: Nach 25 absolvierten Partien stehen 9 Siege, 8 Remis und 8 Niederlagen zu Buche. In der Rückrunde konnte man drei von zehn Spielen gewinnen, was zeigt, dass noch Luft nach oben vorhanden ist. Vor allem auf heimischem Platz fehlt es an Konstanz – lediglich ein Drittel der bisherigen Heimspiele wurde erfolgreich gestaltet. Deutlich turbulenter verlief zuletzt die Situation bei der SpG Edelserpentin. Am vergangenen Wochenende setzte es im Heimspiel gegen den abstiegsgefährdeten ASK Horitschon eine empfindliche 0:6-Niederlage, die nicht nur sportlich schmerzte, sondern auch tabellarische Konsequenzen hatte. Infolge dieser Pleite rutschte man auf den achten Rang ab und verlor den Anschluss an die oberen Tabellenplätze. Ein Blick auf die Rückrunde zeigt zudem die größten Problemfelder der Spielgemeinschaft auf: Vor allem defensiv präsentiert man sich anfällig. Nur das Schlusslicht der Liga musste bislang mehr Gegentore hinnehmen.
Beim SV Sankt Margarethen läuft es derzeit überhaupt nicht nach Wunsch. Vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen sowie zehn kassierte Gegentreffer verdeutlichen die aktuelle Krise. Der einstige Tabellendritte ist mittlerweile deutlich abgerutscht und weist inzwischen sogar ein negatives Torverhältnis auf. Zwar konnte man nahezu die Hälfte der Heimspiele gewinnen, doch insgesamt fehlt es aktuell an Stabilität. Besonders alarmierend: In der Rückrundentabelle findet man sich auf dem letzten Platz wieder. Auch die SpG Neudorf / Parndorf Juniors befindet sich in keiner guten Phase. In den letzten sechs Runden musste man vier Niederlagen hinnehmen und wartete seit drei Spielen auf einen Sieg. Vor allem offensiv hapert es – die Mannschaft stellt eine der schwächsten Angriffsreihen der Liga. Ein Lichtblick bleibt allerdings die Auswärtsbilanz: Fünf Siege in der Fremde zeigen, dass man durchaus in der Lage ist, auch auf gegnerischem Platz zu punkten. Insgesamt treffen hier zwei formschwache Teams aufeinander, die beide dringend ein Erfolgserlebnis benötigen.
Der ASK Horitschon konnte zuletzt ein kräftiges Lebenszeichen im Abstiegskampf senden. Nach zwei Niederlagen in Folge gelang auswärts bei der SpG Edelserpentin ein beeindruckender 6:0-Erfolg, mit dem man wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammelte. Insgesamt bleibt die Heimbilanz jedoch ausbaufähig – lediglich ein Drittel der Partien auf eigener Anlage konnte gewonnen werden. Beim SK Pama hingegen endete am vergangenen Wochenende eine starke Serie von zehn Spielen ohne Niederlage. Gegen den SV Leithaprodersdorf musste man sich geschlagen geben, dennoch befindet sich die Mannschaft weiterhin in guter Form. In der Rückrundentabelle liegt man auf einem starken dritten Rang und hat sich als eines der stabileren Teams etabliert. Ein klarer Schwachpunkt bleibt allerdings die Defensive, die zu den anfälligsten der Liga zählt. Auswärts zeigt sich Pama hingegen durchaus konkurrenzfähig – die Hälfte aller Spiele in der Fremde konnte gewonnen werden. Das Hinspiel gegen Horitschon ging knapp mit 2:3 verloren, was zusätzliche Motivation für die Gäste liefern dürfte, diesmal Revanche zu nehmen.
Der ASK Klingenbach konnte zuletzt mit einem Remis in Neudorf anschreiben und hat damit fünf Punkte aus den vergangenen drei Spielen geholt. Die Formkurve zeigt leicht nach oben, auch wenn die Heimbilanz weiterhin durchwachsen bleibt – lediglich vier Siege aus zwölf Partien auf eigener Anlage stehen zu Buche. In der Rückrundentabelle rangiert man aktuell im hinteren Bereich auf Platz zehn. Beim SV Eberau, lange Zeit eines der konstantesten Teams, ist zuletzt etwas Sand ins Getriebe geraten. Zwei Niederlagen aus den letzten drei Runden – darunter die überraschende 0:2-Heimpleite gegen Halbturn – haben Spuren hinterlassen. Insgesamt kassierte man im Frühjahr bereits drei Niederlagen, was für die eigenen Ansprüche ungewöhnlich ist. Auswärts zeigt sich Eberau allerdings weiterhin solide, fünf Siege aus zwölf Spielen sprechen für eine gewisse Stabilität in der Fremde. Das Hinspiel konnte man knapp mit 1:0 für sich entscheiden, was die Gäste auch dieses Mal in eine leichte Favoritenrolle bringt, wenngleich Klingenbach zuletzt Aufwärtstendenzen erkennen ließ.