Zum Abschluss der 2. Klasse Nord drehte der SV Sigleß gegen den SC Trausdorf ein 1:2 in ein 4:2. Nach holprigem Start und zwei Rückständen brachte ein starker Endspurt die Wende: Den Startschuss gab der schnelle Ausgleich von Jakob Krenn, ehe Dreifachtorschütze Martin Draskoczi den Deckel draufsetzte. Sektionsleiter Peter Zistler sprach von einem „typischen Letzte-Runde-Match“, in dem „nach dem 2:2 alles in unsere Richtung kippte“. Seine Mannschaft wollte den Saisonabschluss unbedingt positiv – und vor allem mit drei Punkten – beenden.

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Sigleß erwischte keinen guten Beginn und lag nach 14 Minuten durch Bence Patrik Sipos 0:1 hinten. „Es war ein sehr holpriger Start, wir sind schnell in Rückstand geraten“, ordnete Peter Zistler ein. Kurz vor der Pause kam die erste Erleichterung: Martin Draskoczi stellte in Minute 44 auf 1:1, zur Halbzeit war wieder alles offen. Der zweite Nackenschlag ließ aber nicht lange auf sich warten: Gleich nach Wiederbeginn traf Marcell Deak zum 1:2 (50.). Die Antwort kam diesmal sofort – und sie gab dem Spiel eine neue Richtung. Jakob Krenn egalisierte zum 2:2 (53.), zwei Minuten später drehte Draskoczi die Partie auf 3:2 (55.). Mit seinem dritten Treffer zum 4:2 (64.) machte der Sigleß-Angreifer schließlich alles klar. „Nach dem Ausgleich zum 2:2 ist es in unsere Richtung gekippt“, sagte Zistler und brachte damit den Verlauf auf den Punkt.
Warum kippte die Partie? Für Zistler war die Anfangsphase der Schlüssel – auch weil Trausdorf aus seiner Überlegenheit nicht mehr Kapital schlug. „Entscheidend war, dass Trausdorf in der Anfangsphase nicht noch das eine oder andere Tor gemacht hat. Wir haben uns dann gut zurückgekämpft“, erklärte der Sektionsleiter. Als Krenn das 2:2 erzielte, bekam Sigleß Oberwasser, blieb am Drücker und nutzte die Chancen eiskalt – allen voran Draskoczi. Gleichzeitig sprach Zistler offen über die Rahmenbedingungen dieser letzten Runde: „Es war ein typisches Letzte-Runde-Match, nicht mehr so intensiv. Wir wollten einfach mehr gewinnen, weil wir die Saison positiv abschließen wollten, und konnten spielerisch zulegen.“ Dieser Wille war in der Phase nach dem 2:2 spürbar: Sigleß war das aktivere Team, legte nach der Pause zu und ließ hinten wenig zu.
Trotz des deutlichen Endes fand Zistler anerkennende Worte für den Gegner. „Trausdorf war sicher verbessert. In der Anfangsphase sehr stark. Wir haben uns aber immer besser reingekämpft, spielerische Lösungen gesucht und diese auch gut vollendet“, sagte er. Auch zum Schiedsrichterteam blieb er sachlich: „Der Schiedsrichter war in Ordnung, hatte auf beiden Seiten Fehler. Das gleicht sich aus – im Mittelpunkt standen die Akteure.“
Zum Saisonabschluss richtete Zistler den Blick auf das Erreichte und bedankte sich: „Wir gratulieren zum voraussichtlich dritten Platz. Zu Hause haben wir die meisten Punkte geholt, dank unserer starken Heimfans. Dafür möchten wir uns bedanken, und wir freuen uns auf die nächste Saison.“ In der aktuellen Tabelle hält Sigleß bei 51 Punkten, Trausdorf bei 41 – der Schlusspunkt am eigenen Platz passte zum starken Heimjahr.