In der 2. Klasse Nord hat FC Oslip am Samstag ASV Steinbrunn mit 6:1 besiegt und dabei nach dem 1:1 zur Pause ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Trainer Thomas Achs führte den klaren Heimsieg vor allem auf Geduld, bessere Chancenverwertung als im letzten Spiel und starkes Flügelspiel zurück. Genau dort, so seine Sicht, kippte die Partie nach der Pause immer deutlicher zugunsten der Gastgeber.

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Zunächst lief die Partie für Oslip aber nicht in jene Richtung, die das Endergebnis später vermuten lässt. In der 16. Minute brachte Norbert Kerek die Gäste aus Steinbrunn mit 1:0 in Führung. Achs sah trotzdem keinen Grund für Hektik. „Wir haben geduldig Fußball gespielt“, sagte der Oslip-Trainer nach dem Schlusspfiff und erklärte damit auch, warum seine Mannschaft den Faden nicht verlor. Oslip blieb in der Partie, arbeitete sich zurück und kam in der 26. Minute durch Adrian Bodog zum 1:1. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause. Steinbrunn beschrieb Achs als „sehr kompakt“ und als Mannschaft, die ihr Spiel durchgezogen habe, was die erste Hälfte für die Gastgeber entsprechend mühsam machte.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel zog Oslip das Ergebnis auf seine Seite. Schon in der 48. Minute traf Istvan Fendrik zum 2:1 und brachte die Gastgeber damit erstmals in Führung. Richtig deutlich wurde es dann in jener Phase, die Achs als Schlüssel für das Spiel nannte. „Wir wussten, dass ab der 60. Minute unsere Chancen größer werden“, sagte er, und genau ab diesem Zeitpunkt legte seine Mannschaft noch einmal nach. Franz Paul Jagschitz erhöhte in der 60. Minute auf 3:1, nur zwei Minuten später stellte Bendeguz Nemeth auf 4:1. Spätestens da war Oslip klar am Drücker, ehe Michael Hauszbeck mit seinen Treffern in der 73. und 87. Minute den 6:1-Endstand herstellte.
Dass Oslip nach dem 1:1 zur Pause noch derart klar gewann, führte Achs vor allem auf die Arbeit vor dem Tor zurück. „Der wichtigste Moment war, dass wir auf unsere Tore scharf waren und die Chancen nutzten“, sagte der Trainer. Noch direkter brachte er es mit einem kurzen, aber bezeichnenden Satz auf den Punkt: „Die Geilheit aufs Tore schießen.“ Das erste eigene Tor beschrieb er als gute Kombination aus dem Mittelfeld mit einem scharfen Pass auf Adrian Bodog, der „eiskalt ins Tor“ schoss. Dazu kam laut Achs noch ein Treffer nach einem Standard und drei Tore über die Flügel. „Unser Steckenpferd war heute sicher das Flügelspiel“, meinte er. Nach dem vergangenen Spiel sei seine Mannschaft noch stärker darauf aus gewesen, die klaren Chancen auch wirklich zu verwerten, und genau das habe sie diesmal „gut umgesetzt“. Auch für Steinbrunn fand er anerkennende Worte: Am Ende sei Oslip „die clevere Mannschaft“ gewesen. Diskussionen gab es aus seiner Sicht keine, weil „der Schiedsrichter die Sache sehr gut gemacht“ habe. Mit dem 6:1 hält Oslip nach vier Runden nun bei sechs Punkten und hat vor allem gezeigt, wie schnell sich eine zunächst enge Partie nach der Pause öffnen kann.