Spielberichte

„Das 1:0 war der Eisbrecher“ – Oggau löst zähes Geduldsspiel erst nach der Pause

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UFC Oggau
SC Trausdorf

In der 2. Klasse Nord hat sich UFC Oggau im Heimspiel gegen SC Trausdorf mit 2:0 durchgesetzt. Lange war es für die Gastgeber ein Geduldsspiel, weil die Gäste sehr tief standen und die Räume eng machten. Trainer Hans Peter Kusolits sah im Freistoßtor zum 1:0 den „Eisbrecher“ – danach brachte Oggau die Partie nach torloser erster Hälfte noch klar auf seine Seite.


Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

Image by Phillip Kofler from Pixabay

Viel Geduld gegen tief stehende Gäste

Wer nur auf das 2:0 schaut, würde den Charakter dieser Partie nicht ganz treffen. Oggau musste sich den Heimsieg erst mühsam erarbeiten, weil Trausdorf von Beginn an tief stand und die Räume eng machte. Kusolits schilderte den Nachmittag deshalb als Spiel, in dem seine Mannschaft vor allem Ruhe bewahren musste. „Der Gegner ist sehr tief gestanden. Wir haben sehr viel Geduld beweisen müssen“, sagte der Trainer. Die torlose erste Halbzeit war für ihn trotzdem kein Hinweis darauf, dass seine Mannschaft zu wenig gemacht hätte. Im Gegenteil: Nach seiner Einschätzung spielte sich Oggau schon vor der Pause „relativ viele Torchancen“ heraus, ohne daraus Kapital zu schlagen. So blieb es zur Halbzeit beim 0:0, obwohl die Gastgeber bereits mehr vom Spiel hatten und über weite Strecken die aktivere Mannschaft waren.

Heiling bricht den Widerstand, Papranec legt nach

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild der Partie zunächst wenig, doch Oggau blieb am Drücker und bekam in der 70. Minute endlich den Moment, auf den die Mannschaft lange hingearbeitet hatte. Nach einem Freistoß von der Seite fiel das 1:0, als offizieller Torschütze wurde Dominik Heiling geführt. Kusolits ordnete die Szene danach ganz pragmatisch ein: „Wer da am Ende noch dran war, kann ich nicht genau sagen. Aber das 1:0 war der Eisbrecher.“ Genau so sah er auch die Wirkung dieses Treffers auf den weiteren Verlauf. „Mit dem 1:0 war das Spiel, glaube ich, erledigt“, meinte der Oggauer Coach. Spätestens als Patrik Papranec in der 84. Minute auf 2:0 stellte, war die Partie dann auch auf der Anzeigetafel endgültig entschieden.

Kombinationsspiel passt, bei der Verwertung bleibt Luft nach oben

Zufrieden war Kusolits vor allem mit dem, was seine Mannschaft im Spiel nach vorne zeigte. „Das Kombinationsspiel hat auf alle Fälle gut funktioniert. Wir haben schon sehr gut nach vorne kombiniert“, sagte der Trainer. Gerade gegen einen Gegner, der das Spiel eng machte und wenig Platz anbot, war genau das aus seiner Sicht ein wesentlicher Punkt. Gleichzeitig sparte er einen Bereich nicht aus, der den Sieg früher und womöglich noch deutlicher hätte ausfallen lassen. „Die Chancenauswertung war leider nicht gut“, sagte Kusolits offen. Diese Einschätzung passt zum Spielverlauf: Oggau hatte sich den Vorteil bereits vor dem ersten Tor erarbeitet, brauchte aber den einen Treffer als Türöffner. Dass am Ende trotzdem ein ungefährdeter Heimsieg stand, lag für den Trainer daran, dass seine Mannschaft den Ball gut laufen ließ und sich im Vergleich zum Gegner mehr Möglichkeiten erspielte.

Verdienter Sieg und ein ruhiger Blick auf das Ganze

Auch für Trausdorf fand der Oggauer Trainer eine klare, sachliche Beschreibung. Die Gäste seien „eine unangenehme Mannschaft“, weil sie sehr tief standen und es dadurch schwer machten, sauber zu Chancen zu kommen. Den Unterschied sah Kusolits dennoch eindeutig bei seiner eigenen Mannschaft. „Wir haben uns mehr Torchancen herausgespielt, und darum war der Sieg in Summe verdient“, lautete seine Bilanz. Dass die Partie trotz des zähen Beginns ohne große Aufregung über die Bühne ging, schrieb er auch der Leistung des Unparteiischen zu. „Der Schiedsrichter hat eine klare Linie gehabt und das relativ gut im Griff gehabt“, sagte Kusolits. Für Oggau bedeutet das 2:0 den dritten Sieg im fünften Spiel und damit neun Punkte auf dem Konto. Viel wichtiger als nackte Zahlen dürfte an diesem Nachmittag aber gewesen sein, dass die Mannschaft auch gegen einen tief stehenden Gegner geduldig blieb und sich am Ende doch noch belohnte.

2. Klasse Nord: Oggau : Trausdorf - 2:0 (0:0)

  • 84
    Patrik Papranec 2:0
  • 70
    Dominik Heiling 1:0