Zum Abschluss der fünften Runde in der Burgenland-Energie-Landesliga empfing der SC Rust am Dienstagabend den SV Leithaprodersdorf. Rust hatte zuletzt beim damaligen Tabellenführer Bad Sauerbrunn den ersten Saisonsieg gefeiert. Die Gäste bezwangen Eberau durch einen späten Treffer mit 1:0 und gingen nur wenige Tage nach dem ÖFB-Cupduell mit der WSG Tirol in die Partie. Obwohl einigen Spielern die Belastung des Cup-Fights anzumerken war, setzte sich Leithaprodersdorf mit 3:1 durch.

Da der SC Rust über keine Flutlichtanlage verfügt, wurde die Begegnung im benachbarten Sankt Margarethen ausgetragen. Mehr als 500 Zuschauer kamen ins Greaboch-Stadion, um das Meisterschaftsspiel zu verfolgen.
Von Beginn an entwickelte sich eine offene Partie. Die Gäste erspielten sich einige vielversprechende Möglichkeiten, Tobias Beran und Noel Kustor konnten diese jedoch nicht verwerten. In der 24. Minute zeigte Schiedsrichter Slavisa Stojanovic auf den Elfmeterpunkt, nachdem Levi Markhardt im Strafraum der Hausherren zu Fall gebracht worden war. Der Gefoulte übernahm selbst die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß sicher zur 1:0-Führung für Leithaprodersdorf.
Nach dem Gegentreffer kam Rust besser ins Spiel und erarbeitete sich einige Halbchancen, ohne daraus Kapital schlagen zu können. Somit ging es mit der knappen Führung der Gäste in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel erspielten sich die Hausherren leichte Vorteile, konnten diese jedoch nicht in Zählbares ummünzen. In der 75. Minute musste Diego Sabino Neto nach einer Gelb-Roten Karte vorzeitig vom Platz.
In Überzahl sorgten die Gäste schließlich für die Entscheidung. Einen präzise getretenen Eckball von Philipp Hauser verwertete Christian Ehrnhofer per Kopf zum 2:0. Nur zwei Minuten später schnürte Levi Markhardt seinen Doppelpack: Nach einem idealen Zuspiel von Noel Kustor brachte er den Ball zum 3:0 im Tor der Gastgeber unter.
In der 90. Minute gelang Andres Manya noch der Ehrentreffer für den SC Rust zum 1:3-Endstand.
„Heute wäre für uns ein Unentschieden möglich gewesen. Durch einige Schiedsrichterentscheidungen sind wir ins Hintertreffen geraten und mussten anschließend dem Rückstand hinterherlaufen. Nach dem Ausschluss unseres besten Spielers haben wir zwei weitere Tore kassiert. Der Treffer zum 1:3 ist für uns leider zu spät gekommen. In bestimmten Situationen agieren wir noch zu blauäugig, das müssen wir in Zukunft ändern.“
„Es war ein rasantes Spiel. Obwohl uns nach dem Cup-Fight nur zwei Tage zur Regeneration blieben, hatten wir die Partie in den ersten 30 Minuten gut im Griff. Danach ist der Gegner besser ins Spiel gekommen, aber schlussendlich haben wir verdient mit 3:1 gewonnen. Ich kann meiner Mannschaft nur dazu gratulieren, wie sie diese Aufgabe nach dem Cupspiel körperlich und mental bewältigt hat.“
Die Besten: Levi Markhardt und Fabian Dinhof
Foto: SV Leithaprodersdorf