In der 2. Klasse Nord hat der UFC Schützen am Gebirge gegen den SC Trausdorf nach einer 3:0-Pausenführung noch ein 3:3 abgegeben. Aus Sicht von Trausdorfs Sektionsleiter Sandro De Martin lag genau darin die Geschichte dieses Nachmittags: Vorne machte Schützen seine Chancen in der ersten Hälfte eiskalt, nach der Pause zeigte Trausdorf aber die erhoffte Reaktion und arbeitete sich mit viel Einsatz noch zum Ausgleich in der Schlussminute zurück.

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De Martin sprach nach dem Schlusspfiff von einer Partie, in der viel Kampf drin war und in der der Schiefsrichter zum Halbzeitstand seines dazu beigetragen hat. Gerade deshalb ärgerte ihn, dass seine Elf vor der Pause so hart bestraft wurde. „Es war eine sehr umkämpfte Partie. Beide Mannschaften waren gut eingestellt“, sagte er, nur habe Schützen eben seine Möglichkeiten konsequent genutzt. Cem Tosun brachte die Gastgeber in der 24. Minute in Führung und legte in der 38. Minute das 2:0 nach. Als Pascal Wirth in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auch noch zum 3:0 traf, war der Rückstand für die Gäste deutlich. „Schützen hat aus wenig sehr viel gemacht. Sie haben in der ersten Halbzeit drei Chancen vorgefunden und drei Tore gemacht“, fasste De Martin diese Phase zusammen. Den Gegner beschrieb er dabei als routiniert, weil er genau jene Situationen ausnutzte, die sich geboten haben.
So klar der Pausenstand war, so deutlich fiel aus Trausdorfer Sicht die Reaktion nach Wiederbeginn aus. Schon in der 52. Minute kamen die Gäste durch ein Eigentor von Pascal Wirth auf 1:3 heran, und damit war die Partie wieder offen. De Martin sah darin den Startpunkt einer zweiten Halbzeit, in der seine Mannschaft nicht nur kämpferisch dagegenhielt, sondern auch spielerisch zulegte. „Unsere junge Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit eine Reaktion gezeigt. Wir haben uns nicht aufgegeben und kurz vor Schluss noch den Ausgleich erzielt“, sagte er. Trausdorf blieb am Drücker, Nico Kroyer verkürzte in der 74. Minute auf 2:3 und in der 90. Minute stellte Tobias Mayerhofer tatsächlich noch auf 3:3. Für De Martin war genau das der große Unterschied zwischen den beiden Hälften: Vor der Pause nutzte Schützen seine Chancen eiskalt, nach der Pause waren die Gäste aus seiner Sicht eindeutig die stärkere Mannschaft.
Dass De Martin mit dem Remis nicht nur die Aufholjagd verband, sondern auch einige strittige Momente, machte er im Gespräch sehr klar. Er verwies auf mehrere Entscheidungen, die aus seiner Sicht Einfluss auf den Spielverlauf hatten. „Wir haben in der ersten Halbzeit ein Abseitstor erzielt, das meiner Meinung nach regulär gewesen wäre. Wenn das gegeben worden wäre, wäre das Spiel wahrscheinlich anders ausgegangen“, meinte der Sektionsleiter. Dazu kam für ihn noch eine weitere Szene, die er als Knackpunkt empfand: „Es hat ein Foul vom gegnerischen Tormann an unserem Kapitän nicht gegeben und wir mussten ihn danach auswechseln, normalerweise ein klarer Elfmeter.“ De Martin wollte den Schiedsrichter nicht im Detail kommentieren, sprach aber von mehreren Fehlentscheidungen in der ersten Hälfte. Trotzdem stellte er am Ende vor allem die Reaktion seiner Mannschaft heraus. „Für die Moral war diese zweite Halbzeit sehr wichtig“, sagte er. Für Trausdorf, das nach sechs Runden bei zwei Punkten hält, kann dieses 3:3 deshalb mehr Gewicht haben als ein gewöhnliches Unentschieden.