In der 2. Klasse Nord hat der ASV Steinbrunn am Samstag den SV Seefestspiele Mörbisch am See mit 3:1 geschlagen. Nach einer verdienten 2:0-Pausenführung legten die Gastgeber gleich nach dem Seitenwechsel das 3:0 nach und brachten den Vorsprung dann ins Ziel. Trainer László Gulyas führte den Heimsieg vor allem auf den starken Beginn, die bessere Chancenverwertung und einen erneut treffsicheren Norbert Kerek zurück.

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Für Gulyas war die Basis für den Erfolg schon in der Anfangsphase gelegt. „Wir haben stark und gut angefangen“, sagte der Steinbrunn-Trainer nach dem Schlusspfiff und verwies darauf, dass seine Mannschaft schon vor der Pause viel richtig gemacht habe. In der 22. Minute brachte Norbert Kerek die Gastgeber mit 1:0 in Führung, in der 34. Minute legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Dass Steinbrunn mit diesem Vorsprung in die Kabine ging, war aus Sicht des Trainers nur folgerichtig. „Wir haben viele Chancen gehabt, und die 2:0-Führung zur Halbzeit war verdient“, sagte Gulyas. Gerade weil Mörbisch laut seiner Einschätzung spielerisch ein guter und starker Gegner war, bekam dieser erste Durchgang für ihn zusätzliches Gewicht.
Nach Wiederbeginn dauerte es nicht lange, bis Steinbrunn den nächsten Schritt setzte. In der 49. Minute traf Christian Frkat zum 3:0, und Gulyas sprach bei diesem Treffer von einem „klassischen Freistoßtor“. Für den Trainer war das ein sehr wichtiger Moment, weil seine Mannschaft damit den Schwung aus der ersten Halbzeit gleich mitnahm. „Nach dem Freistoß zum 3:0 war das Spiel in unserer Hand“, erklärte er. Mörbisch kam aber noch einmal zurück und verkürzte in der 54. Minute durch Stefan Schwital auf 3:1. Der Anschlusstreffer änderte am Ausgang der Partie letztlich nichts mehr, weil Steinbrunn sich davor schon einen klaren Vorsprung erarbeitet hatte und diesen über die restliche Spielzeit verteidigte.
Im Gespräch hob Gulyas vor allem Norbert Kerek heraus, der mit seinem Doppelpack einmal mehr zum entscheidenden Mann wurde. „Norbert Kerek war der Schlüssel zu unserem Erfolg“, sagte der Trainer über seinen Torjäger, der in dieser Partie schon vor der Pause beide Treffer besorgte. Gleichzeitig machte Gulyas deutlich, dass hinter dem Sieg mehr als nur ein starker Vollstrecker stand. Sein Team wolle zuerst einmal „eine stabile Verteidigung“ auf den Platz bringen, das sei das erste Ziel. Von dort aus soll der Ball über die beiden zentralen Mittelfeldspieler nach außen kommen, ehe über die Flügel Druck erzeugt wird. Gulyas beschrieb das schlicht und passend: Die Flanken sollen gut beim Stürmer ankommen. Auch die Aussage, dass die Tore aus Situationen entstanden seien, die Woche für Woche im Training geübt werden, passt in dieses Bild.
Dass Gulyas nach dem 3:1 nicht nur über die eigene Leistung sprach, sondern auch den Gegner ausdrücklich erwähnte, zeigte, wie er diesen Sieg einordnet. „Mörbisch war spielerisch eine gute und starke Mannschaft“, sagte er und fügte an, dass dieser Gegner auch anderen Teams Probleme machen werde. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft ihre Möglichkeiten diesmal konsequent nutzte. „Der Unterschied war, dass wir unsere Chancen reingeschossen haben. Wir haben Tore geschossen und Mörbisch nicht“, brachte es der Trainer auf den Punkt. Genau darin lag aus seiner Sicht der entscheidende Unterschied. Für Steinbrunn bedeutet dieser Heimsieg nach sechs Runden nun zehn Punkte. Noch wichtiger als der Tabellenstand dürfte aber sein, dass Gulyas bei seiner Mannschaft eine klare Entwicklung sieht: „Wir machen Woche zu Woche bessere Leistungen.“ Das 3:1 gegen Mörbisch war für ihn ein weiterer Beleg dafür.