In der 2. Klasse Nord hat SPG Hirm/Zillingtal gegen SV Seefestspiele Mörbisch am See mit 0:4 verloren. Aus Sicht von Trainer Gerald Kummer war die Partie schon früh in die richtige Richtung gekippt, weil seine Mannschaft von Beginn an Druck machte, vier Tore bis zur Pause erzielte und damit die Grundlage für einen klaren Auswärtssieg legte. Der Coach hob vor allem hervor, dass seine Elf das Pressing endlich so auf den Platz brachte, wie es trainiert worden war.

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Gerald Kummer sah seine Mannschaft von Beginn an am Drücker, und genau diese erste Phase war für ihn auch der Schlüssel zum Spiel. „Wir haben stark begonnen, viel Druck ausgeübt und das hat sich bis zur Pause mit vier Toren niedergeschlagen“, sagte der Mörbisch-Trainer. Für ihn war vor allem die Anfangsviertelstunde der Moment, in dem seine Elf die Partie an sich zog. „In der ersten Viertelstunde war unser Pressing enorm, und das 1:0 war verdient“, sagte Kummer. Danach lief es für die Gäste so, wie er es sich vorgestellt hatte. Ab der 20. Minute machte sich die Überlegenheit auch am Spielstand fest: Florian Schmidt brachte Mörbisch mit 0:1 in Führung, Mark Varga erhöhte in der 22. und 26. Minute auf 0:2 und 0:3, ehe Florian Schmidt in der 36. Minute auch noch das 0:4 nachlegte. Der 0:4-Pausenstand passte für Kummer deshalb genau zum Eindruck auf dem Feld.
Dass die Gäste in dieser Phase so konsequent waren, führte Kummer nicht nur auf das Ergebnis, sondern vor allem auf die Art und Weise zurück. „Die Tore waren wunderbar herausgespielt“, sagte er und beschrieb auch genauer, wie sie zustande kamen. Nach seinen Worten entstanden die ersten beiden Treffer nach Spielkombinationen über die rechte Seite und einem Stanglpass, der in der Mitte stark verwertet wurde. Die weiteren beiden Tore ordnete er als Folgesituationen nach Standards ein. Damit war für ihn auch klar, warum seine Mannschaft so überlegen wirkte. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben das Pressing und das mannschaftliche Gefühl gut funktioniert“, sagte Kummer. Alle Spieler seien ambitioniert gewesen, aggressiv in den Zweikämpfen und hätten sich dadurch eine klare Feldüberlegenheit erarbeitet. Besonders zufrieden war er damit, dass diese Überlegenheit diesmal auch in Tore umgemünzt wurde. Oder, wie er es selbst ausdrückte: „Die Spieler haben endlich einmal das umgesetzt, was sie auch trainieren. Zumindest bis zur Pause.“
Ganz so rund wie vor dem Seitenwechsel lief es danach aus seiner Sicht aber nicht weiter. „Nach der Pause haben wir zwei Gänge zurückgeschaltet, warum auch immer“, sagte Kummer offen. Gerade dieser Punkt störte ihn trotz des klaren Resultats, weil Hirm/Zillingtal dadurch besser ins Spiel kam und mehr Räume vorfand. Der Trainer sah den Gastgeber zu Beginn noch kompakt, meinte aber auch: „Durch unser aggressives Pressing wurden sie überrumpelt.“ Nach dem Wechsel änderte sich das Bild etwas. Kummer sagte, dass Hirm/Zillingtal nun „immer mehr aufkam“ und auch zu der einen oder anderen Möglichkeit kam, ohne daraus viel zu machen. Deshalb ging für ihn auch das torlose 0:0 in der zweiten Halbzeit in Ordnung. An der grundsätzlichen Bewertung änderte das nichts. „In allem waren wir trotzdem weit überlegen, und der Sieg hätte noch höher ausfallen können“, sagte der Mörbisch-Coach. Auch mit der Spielleitung war er einverstanden: „Der Schiedsrichter hatte alles im Griff.“ So bleibt für Mörbisch ein klarer Auswärtssieg, aus dem Kummer trotz der vier Tore noch eine Aufgabe mitnimmt. Dass seine Mannschaft nach einer starken ersten Hälfte nicht nachlassen darf, sprach er klar an: „Das müssen wir in Zukunft verhindern.“