In der 2. Klasse Nord hat der UFC Schützen am Gebirge dem SV Sigleß lange einen zähen Nachmittag geliefert, am Ende nahmen die Gäste aber doch ein 2:1 mit. Peter Zistler sprach nach dem Auswärtssieg von viel Kontrolle, zugleich aber auch von zu wenig Durchschlagskraft im letzten Drittel. Genau das zog sich aus seiner Sicht durch die Partie, bis der späte Elfmeter in der Nachspielzeit die Entscheidung brachte.

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Peter Zistler schilderte den Auftritt seiner Mannschaft als Spiel, in dem Sigleß vieles im Griff hatte, sich dafür aber lange nicht belohnte. „Es war vom Beginn an ein schwieriges Spiel, in dem wir sehr viel Kontrolle über das Spielgeschehen hatten, wir aber wenig zwingende Torchancen herausspielen konnten“, sagte der Sektionsleiter. Genau dieses Bild zeigte die erste Halbzeit. Die Gäste hatten aus seiner Sicht mehr Kontrolle, fanden im vorderen Bereich aber nicht oft den entscheidenden Pass. In der 16. Minute gingen sie dennoch in Führung. Das 0:1 fiel nach einem Eckball als Eigentor der Gastgeber, dabei wurde Johannes Weinreich als Torschütze vermerkt. Für Zistler war dieses 1:0 „sicher ein sehr wichtiger Moment“, weil es seiner Mannschaft zunächst den Vorsprung brachte.
Ruhe brachte die Führung Sigleß allerdings nicht. Schützen blieb in der Partie und kam noch vor der Pause zum 1:1, als Johannes Weinreich in der 42. Minute ausglich. Damit war zur Halbzeit wieder alles offen, obwohl Zistler seine Mannschaft weiter als das Team mit der besseren Spielkontrolle sah. „Wir haben nie aufgehört, Fußball zu spielen“, betonte er später. Gleichzeitig nannte er aber auch sehr klar das Problem: „Im letzten Drittel war das nicht so gut.“ Den Gegner beschrieb er als „sehr engagiert“. Schützen habe es „sehr defensiv angelegt, sehr diszipliniert hinten“ und dazu immer wieder „Nadelstiche gesetzt“. So wurde es genau jene zähe Partie, in der ein Team zwar vieles kontrolliert, sich aber lange nicht vom Gegner lösen kann.
Die Entscheidung fiel deshalb erst in der Nachspielzeit. Zistler schilderte die Szene vor dem 2:1 so, dass ein Schützener Spieler „auf der Linie klären wollte, jedoch mit der Hand“, worauf es Elfmeter für Sigleß gab. Sebastian Weinberger verwandelte in der 95. Minute zum Siegtreffer. In derselben hektischen Phase gab es gegen Alexander Schmid noch Rot. Zistler machte um die Regelauslegung aber kein großes Thema. „Die Schiedsrichterleistung war sicher in Ordnung. Er hatte das stets unter Kontrolle“, sagte er. Dass ein Elfmeter in der allerletzten Minute „sehr hart für den Gegner“ sei, könne man verstehen, fügte er an, „aber er war mehr als gerechtfertigt“.
Unterm Strich nahm Sigleß damit drei Punkte mit, die aus Zistlers Sicht weniger aus vielen klaren Chancen als aus Geduld und Beharrlichkeit entstanden. Seine Kernaussage fiel entsprechend deutlich aus: „Die Ballkontrolle war da, aber nicht im letzten Drittel, wo man zu Chancen kommen sollte. Hier war es eindeutig zu wenig.“ Gerade deshalb dürfte dieser Auswärtssieg intern einiges wert sein. Auch an einem Tag, an dem spielerisch nicht alles leicht von der Hand ging, blieb Sigleß ruhig und suchte weiter die Entscheidung. In der Tabelle halten die Gäste nach zehn Runden nun bei 22 Punkten und bleiben damit ganz vorne dabei. Der Auftritt in Schützen zeigte vor allem, dass so ein enges Spiel manchmal bis zum letzten Angriff offen bleibt.