In der 2. Klasse Nord hat UFC St. Georgen/Eisenstadt eine 1:0-Pausenführung gegen SC UNEX Eisenstadt 1907 noch aus der Hand gegeben und am Ende 1:2 verloren. Trainer Christopher Pinter sah seine Mannschaft über weite Strecken auf Kurs, machte nach dem Spiel aber vor allem die ausgelassenen Chancen zum Thema. Für ihn war vieles ordentlich, „bis auf den Moment, wo der Ball noch ins Tor zu schießen war“.

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St. Georgen hatte die Partie zunächst so angelegt, wie es sich der Trainer vorgestellt hatte. In der 27. Minute brachte Oliver Mancs die Gastgeber mit 1:0 in Führung, zur Pause stand dieser Vorsprung noch immer. Pinter beschrieb den ersten Durchgang so: „Wir gehen 1:0 in Führung. Eisenstadt war in der ersten Hälfte nur durch Standards gefährlich. Die haben wir so weit gut wegverteidigt.“ Aus seiner Sicht sprach in dieser Phase viel für seine Mannschaft, vor allem weil auch das 2:0 in der Luft lag. Gerade das blieb für ihn der wunde Punkt des Abends. „Chancen auf das zweite Tor, zwei Hundertprozentige, wo wir noch einmal allein vorm Tormann stehen, haben wir ausgelassen“, sagte der St. Georgener Trainer.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Ergebnis jedoch rasch. Miklós Ruzicska traf in der 51. Minute zum 1:1, und genau diesen Moment hob Pinter als eine der entscheidenden Phasen hervor. „Das 1:1 war sicher wieder ein Moment, der das Momentum für kurze Zeit eher auf die Seite von Eisenstadt gezogen hat“, meinte er. Entscheidend war für ihn aber, dass St. Georgen auch nach dem Ausgleich nicht auseinanderfiel. Im Gegenteil: „Obwohl wir dann beim 1:1 wieder tolle Chancen herausgespielt haben, haben wir dann im Konter das 2:1 bekommen.“ Diesen Treffer erzielte Jonas Engelschall in der 66. Minute. Für Pinter war damit das Grundproblem des Abends endgültig auf den Punkt gebracht, weil auch danach „weitere sehr, sehr viele Möglichkeiten ungenützt geblieben“ seien.
Gerade deshalb wollte der Trainer die Niederlage nicht mit einer pauschalen Kritik an der eigenen Mannschaft erklären. Auf die Frage, was nicht funktioniert habe, antwortete er zunächst: „Schwierig zu sagen. Wenn du verlierst, muss dann immer etwas nicht funktioniert haben.“ Viel klarer wurde er dann mit seiner eigentlichen Analyse. „Eigentlich hat das funktioniert, was wir uns vorgenommen haben, bis auf den Moment, wo der Ball noch ins Tor zu schießen war.“ Gleichzeitig schob Pinter nach: „Wahrscheinlich haben wir den Gegner damit stark gemacht.“ Keine Diskussion gab es für ihn rund um den Unparteiischen. „Der junge Schiedsrichter hat das super gemacht und hoffentlich kann er seinen Traum als vielleicht einmal Profischiedsrichter erfüllen“, sagte er. In der Tabelle bleibt St. Georgen mit 21 Punkten im Vorderfeld, Eisenstadt steht nach elf Spielen bei 23 Zählern. Zum Schluss wurde Pinter noch einmal deutlich: „In einer für uns gerade interessanten Phase gilt es, weiter konzentriert zu arbeiten, weil dich in einem langen Prozess nur das auf Sicht verbessert.“