In der 2. Klasse Nord musste sich UFC Oggau am Samstag mit einem 1:1 gegen SV Seefestspiele Mörbisch am See begnügen. Für Trainer Hans Peter Kusolits war weniger das Resultat als die Chancenverwertung das große Thema. Oggau war nach seiner Sicht über weite Strecken die aktivere Mannschaft, ließ aber zu viele Möglichkeiten liegen und lief deshalb lange einem Rückstand nach.

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Dass am Ende nur ein Punkt stehen blieb, erklärte Kusolits sehr deutlich mit dem Verlauf der ersten Phase. "Wir waren über 90 Minuten die aktivere Mannschaft", sagte der Oggauer Trainer und verwies vor allem auf die Möglichkeiten, die seine Mannschaft schon früh hatte. Besonders ärgerlich war für ihn der Aluminiumtreffer von Alexander Kampitsch. "Den Stangenschuss von Alexander Kampitsch und ein, zwei hundertprozentige Chancen muss man einfach nutzen. Dann steht es nach 20 Minuten wahrscheinlich 2:0 für uns." Statt einer Führung lief es aber in die andere Richtung. In Minute 34 brachte Tobias Polleres die Gäste mit 1:0 in Front, Oggau ging damit trotz mehr Spielanteilen mit einem Rückstand in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Sicht des Trainers dieselbe: Oggau wollte weiter Fußball spielen und das Spiel aus dem eigenen Ballbesitz heraus drehen. Kusolits betonte, dass seine Mannschaft "phasenweise wirklich sehr gut heraus kombiniert" habe. Gerade deshalb war für ihn der Frust über das Endergebnis spürbar, weil der letzte Schritt immer wieder gefehlt habe. "Bei uns hat heute leider wieder der letzte Pass und die letzte Konsequenz vorm Tor gefehlt", sagte er. Immerhin gelang in Minute 72 noch der verdiente Ausgleich, als Alexander Kampitsch zum 1:1 traf. Mehr wurde daraus aber nicht, obwohl der Trainer auch danach noch genug Ansätze gesehen hatte, um das Spiel ganz auf die eigene Seite zu ziehen.
Die klarste Analyse des Nachmittags lieferte Kusolits bei der Frage, warum Oggau am Ende nicht mehr mitnahm. "Die Kaltschnäuzigkeit vorm Tor, die Ruhe vorm Tor hat gefehlt", brachte er es auf den Punkt. Dazu passte auch seine Einschätzung des Gegners. Mörbisch sei "ein erwartbar schwerer, harter Gegner", eine Mannschaft, die man nur schwer bespielen könne und die viel über Zweikämpfe komme. Gerade deshalb wog es aus Oggauer Sicht doppelt schwer, dass der Gast nach den Worten des Trainers "gefühlt in 90 Minuten einmal vors Tor kommt" und daraus gleich das 1:0 macht. Auch mit der Leitung des Unparteiischen hatte Kusolits kein großes Thema. "Der Schiedsrichter hat eine klare Linie gehabt", meinte er, auch wenn aus seiner Sicht vielleicht der eine oder andere Pfiff mehr möglich gewesen wäre.
So blieb für Oggau unter dem Strich ein Remis, das sich aus Sicht des Trainers nicht falsch anfühlte, aber eben auch nicht gut genug war. Weil der Aufwand groß war und der Ertrag zu klein blieb, überwog nach dem 1:1 eher das Gefühl einer verpassten Gelegenheit. Nach elf Runden hält Oggau damit bei 19 Punkten und bleibt auf Rang fünf, Mörbisch liegt mit 15 Zählern auf Platz sechs. Für die Oggauer wird es nun darum gehen, genau an jenem Punkt anzusetzen, den Kusolits nach dem Spiel mehrfach angesprochen hat: an der Ruhe und Konsequenz vor dem Tor. Denn spielerische Ansätze waren da, nur die Belohnung fiel diesmal zu knapp aus.