Nach Rang sieben mit 28 Punkten in der 2. Klasse Süd A zieht SV Hannersdorf-Trainer Georg Konrad eine ehrliche Saisonbilanz. „Die Konstanz hat leider gefehlt“, sagt er nach einem Spieljahr mit Auf und Ab. Mit mehreren Neuzugängen, einem unveränderten Umfeld und dem neuen Kabinenbau soll nun der nächste Schritt folgen. Das Ziel ist klar: Hannersdorf will sich im neuen Spieljahr weiter nach vorne schieben.

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Konrads Rückblick setzt genau dort an, wo Hannersdorf in den vergangenen Monaten immer wieder zu kämpfen hatte. „Wir hatten gute Phasen im Spiel, aber konnten es nicht über neunzig Minuten bringen“, sagt der Trainer. Das ist keine beiläufige Analyse, sondern der Punkt, der aus seiner Sicht vieles erklärt. Die Mannschaft hing in der Tabelle lange im unteren Mittelfeld fest und arbeitete sich erst im Finish noch auf Platz sieben nach vorne. Dass mehr möglich gewesen wäre, zeigte die starke Serie im Mai mit drei Siegen am Stück gegen SV Kroisegg, SC Schachendorf und SV Hochart. Gerade diese Ergebnisse unterstreichen aber auch, warum Konrad von fehlender Konstanz spricht. Das 0:4 gegen Deutsch Schützen und das 2:2 zum Abschluss gegen ASK Goberling ordnet er in dieselbe Linie ein. „So waren auch die Ergebnisse – einmal gewonnen, verloren, gewonnen, verloren“, sagt er, und genau dieses Muster soll sich in der neuen Saison nicht mehr wiederholen.
Die Antwort des Vereins auf diese wechselhaften Monate fällt personell deutlich aus. Konrad spricht von mehreren Neuzugängen, mit denen Hannersdorf breiter und stabiler werden soll. Aus Kroatien kommen Bruno Piskac, Marco Kovačić und Mateo Supljika, dazu verstärkt Kevin Sagmeister die Defensive und mit Daniel Magyar wurde ein neuer Tormann geholt. Der Trainer macht keinen Hehl daraus, was er sich davon erhofft: „Das versuchen wir in der neuen Saison mit neuen Spielern besser zu machen.“ Gleichzeitig muss der Verein auch Abgänge auffangen. Martin Wagner wird Hannersdorf ebenso nicht mehr zur Verfügung stehen wie Julian Lang, dazu gab es weitere Veränderungen in Defensive und Offensive. Wichtig ist für Konrad aber, dass der Start in die Vorbereitung ohne personelle Sorgen erfolgen kann. „Zurzeit gibt es keine verletzten Spieler“, sagt er. Am 30. Juni beginnt die Vorbereitung, das erste Testspiel folgt gleich am Freitag. Gerade in dieser Phase soll sich zeigen, wie schnell die neuen Kräfte eingebunden werden können.
Während sich im Kader einiges tut, bleibt rund um die Mannschaft vieles bewusst unverändert. „Im Trainerstab und im Vorstand gibt es keine Veränderungen“, sagt Konrad. Für einen Verein wie Hannersdorf ist das kein Nebensatz, sondern ein Punkt, auf dem der nächste Entwicklungsschritt aufbauen soll. Dazu kommt mit dem neuen Kabinenbau ein Thema, das im Verein heuer besonders präsent ist. Die Eröffnung ist mit Meisterschaftsbeginn vorgesehen, und Konrad verbindet damit klar mehr als nur ein bauliches Detail. „Das ist natürlich ein Anspruch für uns, für die Spieler und für den Verein“, sagt er. Dass danach „mit Top-Bedingungen in Hannersdorf“ gearbeitet werden kann, sieht er als Chance, den Alltag im Verein weiter zu verbessern. Sportlich setzt er dabei auch auf jene Spieler, die in der Gruppe vorangehen sollen. Mit Simon Michel und Stefan Hetyei habe man, so Konrad, „zwei absolute Profis“ im Kader, die das Fußballleben ernst nehmen und der Mannschaft Führung geben sollen.
Für die kommende Saison formuliert der Trainer die Richtung klar, ohne sich in großen Ansagen zu verlieren. Nach der Klassenteilung wartet auf Hannersdorf ein Spieljahr mit vielen neuen Gegnern, was Konrad als spannend und herausfordernd zugleich beschreibt. Gerade deshalb will er vorerst nicht mehr versprechen als eine saubere Vorbereitung und einen klaren Anspruch. „Wir werden uns bestmöglich vorbereiten“, sagt er. Und dann folgt der Satz, der die Zielsetzung des Vereins gut zusammenfasst: „Das Ziel muss sein, im vorderen Drittel mitzuspielen, so weit vorne wie möglich zu spielen.“ Mehr will Konrad vor dem Start bewusst nicht vorwegnehmen. Nach einer Saison mit starken Phasen, aber zu vielen Schwankungen, geht es für Hannersdorf nun vor allem darum, aus guten Ansätzen eine verlässlichere Mannschaft zu formen. Gelingt das, könnte Rang sieben diesmal tatsächlich nur eine Zwischenstation gewesen sein.