In der 2. Klasse Süd A hat Riedlingsdorf seine Saison mit Rang zwei und dem Aufstieg in die 1. Klasse abgeschlossen. Trainer Semir Huremovic blickt deshalb sehr zufrieden zurück, weil seine Mannschaft einen Sechs-Punkte-Rückstand wettmachte und das große Ziel früher erreichte als geplant. Für den Sommer setzt der Verein nun bewusst auf Kontinuität: Das Aufstiegsteam bleibt großteils zusammen, dazu kommen nur punktuelle Verstärkungen.

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Der Rückblick des Trainers fällt entsprechend klar aus. „Grundsätzlich hat alles gut funktioniert“, sagt Huremovic, und der Blick auf den Saisonverlauf stützt diese Einschätzung. Riedlingsdorf stand nach den ersten beiden Runden noch auf Rang zwölf, arbeitete sich dann aber Schritt für Schritt nach vorne, stand in Runde acht sogar an der Spitze und hielt sich danach durchgehend im oberen Bereich der Tabelle. Am Ende standen 49 Punkte, Rang zwei und damit der Aufstieg. Genau das ist der Punkt, auf den Huremovic besonders verweist: „Unser Ziel war es, im nächsten Jahr aufzusteigen, und das haben wir früher geschafft. Wir haben die sechs Punkte Rückstand aufgeholt und am Ende den Aufstieg in die 1. Klasse geschafft.“ Dass seine Mannschaft dieses Ziel trotz enger Konkurrenz im Spitzenfeld erreichte, ist für ihn der klare Beleg dafür, dass die Saison nicht nur erfolgreich, sondern auch über viele Monate hinweg stabil war.
Große Veränderungen wird es im Sommer nicht geben, auch wenn zwei Offensivspieler den Verein verlassen haben. Ivan Miscin wechselt nach Neuberg, Uwe Weber nach Loipersdorf. Huremovic macht dabei deutlich, dass der Verein Spielern, die sich sportlich weiterentwickeln wollen, keine Steine in den Weg legen will. „Da stehen wir nicht im Weg“, sagt er mit Blick auf den Abgang von Miscin. Gleichzeitig betont der Trainer, dass der Stamm gehalten werden konnte: „Sonst haben wir alle Spieler halten können.“ Neu dazu kommen Marijan Markovic, der im offensiven Mittelfeld oder auf dem Flügel eingesetzt werden kann, sowie Leon Bruckner für die Defensive. Dazu ist der Kader aber nicht komplett sorgenfrei, denn mit Albin Pfeffer und Tobias Linhart fehlen zwei länger verletzte Spieler weiterhin. „Sie werden uns auch im Herbst nicht zur Verfügung stehen“, erklärt Huremovic. Die Hoffnung im Verein ist, dass beide erst im Frühjahr des nächsten Jahres zurückkehren können.
Die wichtigste Nachricht aus Vereinssicht ist aber wohl, dass der Aufstieg nicht zu einem kompletten Umbau führt. Im Trainerstab bleibt alles beim Alten, auch auf Funktionärsebene gibt es keine Änderungen. „Die Aufstiegstrainer bleiben“, sagt Huremovic, und er verbindet das mit einer klaren Linie für die kommenden Monate: „Die Mannschaft bleibt zusammen und wir holen nur punktuell ein, zwei Verstärkungen dazu.“ Genau darin sieht er die Identität des Klubs. „Das ist der Riedlingsdorf-Weg ohne viele Legionäre“, sagt der Trainer. Auch deshalb hebt er bewusst keinen einzelnen Spieler hervor. „Einzelne Spieler kann ich nicht benennen. Es ist das Team, das wichtig ist“, betont Huremovic. Gerade mit Blick auf die neue Liga hält er diesen Zusammenhalt für entscheidend, zumal er die wirtschaftlichen Möglichkeiten realistisch einordnet: „Wir werden sicher das kleinste Budget in der ersten Klasse haben.“ Beeindruckt hat ihn in der vergangenen Saison vor allem ASK Jabing, das er als „Top-Mannschaft der Liga“ bezeichnet.