Die neue Saison der Burgenland-Energie-Landesliga hatte am Samstag gleich ein echtes Derby im Programm. Der SC Rust empfing zum ersten Meisterschaftsspiel nach der Rückkehr in die höchste Spielklasse des Burgenlandes den Nachbarn SV Sankt Margarethen. Vor einer stimmungsvollen Kulisse entwickelte sich eine umkämpfte und ab der 20. Minute vollkommen offene Begegnung. Die Gäste erwischten den deutlich besseren Start, nutzten ihre Möglichkeiten konsequent und konnten sich mit einem 3:1-Erfolg die ersten drei Punkte der neuen Saison gutschreiben lassen.
Fast 500 Zuschauer waren ins Weinstadt-Stadion Rust gepilgert, darunter rund 200 Anhänger aus Sankt Margarethen, um sich dieses Derby nicht entgehen zu lassen. Von Beginn an übernahmen die Gäste das Kommando auf dem Rasen und setzten die Hausherren gehörig unter Druck.
Bereits in der 7. Minute klingelte es erstmals im Kasten der Ruster. Nach einem sehenswerten Angriff über Ernest Grvala kam der Ball zu Mario Wenzl, der das Leder zu Marven Tim Jonathan Ernst weiterleitete. Dieser fackelte nicht lange und donnerte einen Gewaltschuss unter die Latte zur 1:0-Führung.
Nur vier Minuten später folgte der nächste Rückschlag für die Hausherren. Dominik Adam Csomos roch den Braten bei einer zu kurz geratenen Rückgabe auf Torhüter Roman Scheit, fing den Ball ab und erhöhte auf 2:0.
Nach rund 20 Minuten erwachten die Ruster aus ihrer anfänglichen Schockstarre und fanden immer besser in die Begegnung. Die Heimischen übernahmen nun zunehmend das Kommando und erspielten sich einige Halbchancen. In der 35. Minute wurden ihre Bemühungen schließlich belohnt. Diego Sabino Neto verkürzte auf 1:2 und brachte damit wieder Spannung in die Partie.
Bis zum Pausenpfiff gab es keine weiteren nennenswerten Aktionen, sodass Sankt Margarethen mit einer knappen 2:1-Führung in die Kabine ging.
In der Halbzeitpause reagierte Gästetrainer Franz Lederer und stellte sein System um, um vor allem die rechte Defensivseite besser abzusichern. Rust hielt die Partie zunächst weiterhin offen und versuchte, den Ausgleichstreffer zu erzielen.
In der 60. Minute schlugen jedoch die Gäste erneut zu. Der kurz zuvor eingewechselte Fabian Bayer sprintete auf der Außenbahn davon und brachte eine scharfe Hereingabe zur Mitte. Dort stand der ebenfalls erst kurz zuvor ins Spiel gekommene Florian Dörfler goldrichtig und versenkte den Ball zum 3:1 im Tor der Gastgeber. Besonders bemerkenswert: Beide Spieler waren erst rund zwei Minuten auf dem Spielfeld, ehe sie gemeinsam für den dritten Treffer sorgten.
Mit diesem Tor war die Begegnung praktisch entschieden. Sankt Margarethen konzentrierte sich in weiterer Folge darauf, den Vorsprung sicher über die Zeit zu bringen. Rust bemühte sich zwar weiterhin um den Anschlusstreffer, konnte sich aber keine wirklich zwingenden Möglichkeiten mehr erarbeiten. Gleichzeitig flachte die Partie zunehmend ab.
So blieb es beim 3:1-Erfolg für die Gäste, die damit einen gelungenen Start in die neue Meisterschaft feiern durften. Für den Aufsteiger aus Rust zeigte die Partie zugleich, dass Fehler in der Landesliga konsequent bestraft werden.
„In den ersten zehn Minuten waren wir von der Intensität der Liga überrascht. Unsere Fehler sind sofort bestraft worden und wir sind mit 0:2 zurückgelegen. Im Anschluss daran sind wir besser ins Spiel gekommen und haben die Partie offen gestaltet. Aber man hat gesehen, dass die Qualität der gegnerischen Spieler sehr hoch ist und jeder Fehlpass sofort bestraft wird. Wenn unsere Langzeitverletzten wieder zurückkommen, wird sich unsere Situation verbessern.“
„Die ersten zwanzig Minuten waren wir die überlegene Mannschaft, anschließend kam Rust besser ins Spiel und dominierte bis zur Halbzeit das Geschehen auf dem Spielfeld. Nach dem 3:1 war das Spiel entschieden. Es gab zwar noch Angriffsversuche der Ruster, aber keine zwingenden Torchancen. Rust hat das erste Spiel in der Landesliga relativ gut gespielt, ist aber noch nicht ganz in der Liga angekommen. Es war ein glanzloser Sieg meiner Mannschaft. Wir haben zwar gekämpft, aber spielerisch ist noch viel Luft nach oben. Für die nächsten Spiele müssen wir uns unbedingt steigern.“
Die Besten: Thomas Jusits und Marven Tim Jonathan Ernst