Spielberichte

„Wir waren eine Einheit als Mannschaft“ – Jabings Obmann Gansfuss blickt auf das Meisterhalbjahr zurück

ASK Jabing

In der 2. Klasse Süd A hat ASK Jabing eine Saison hingelegt, die Christian Gansfuss mit wenigen Worten auf den Punkt bringt: stabil, geschlossen und fast immer komplett. Der Meister beendete die Spielzeit mit 58 Punkten an der Spitze, blieb zu Hause ungeschlagen und geht nach einer gefeierten Titelrunde mit guter Stimmung, einem neuen Spielertrainer und klaren Zielen in den Sommer.


Nahaufnahme der Beine von Spielern beim Training

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Eine Saison, die früh in die richtige Richtung lief

Obmann Gansfuss blickt auf die vergangenen Monate entsprechend zufrieden zurück, und seine Erklärung für den Erfolg beginnt nicht erst bei den Resultaten. „Gut funktioniert hat eigentlich, dass wir fast keine Verletzten gehabt haben. Wir haben fast immer aus den Vollen schöpfen können“, sagt der Obmann. Gerade in einer langen Unterhaus-Saison ist das ein Punkt, der oft den Unterschied macht, und in Jabing kam noch etwas dazu. „Wir waren eine Einheit als Mannschaft“, betont Gansfuss, der damit bewusst nicht einzelne Spieler hervorhebt, sondern den gemeinsamen Weg in den Mittelpunkt stellt. Das deckt sich auch mit den Zahlen: Jabing stand ab Runde sechs ganz vorne oder zumindest im Spitzenfeld und setzte sich ab Runde zwölf dauerhaft an der Spitze fest. Am Ende standen 58 Punkte aus 24 Spielen, dazu laut Gansfuss eine starke Heimbilanz ohne Niederlage. „Überhaupt zu Hause haben wir kein Spiel verloren. Wir haben alles gewonnen, nur einmal unentschieden gespielt“, sagt er. Die Niederlage bei der SPG Buchschachen/Loipersdorf-Kitzladen 1b in der vorletzten Runde änderte daran nichts.

Der Titel kam nicht nur über Ergebnisse, sondern über den Zusammenhalt

Dass diese Saison nicht nur sportlich, sondern auch im Umfeld positiv nachhallt, merkt man Gansfuss ebenfalls an. Die Stimmung sei „sehr gut“, sagt er, und verweist auf den Abschluss der Meisterschaft. „Wir haben den Meistertitel gefeiert, beim letzten Heimspiel mit einer super Meisterfeier. Viele Zuschauer, und es hat wirklich sehr gut gepasst.“ Auch der Schlussspurt passt zu diesem Bild. Jabing gewann in den letzten Wochen unter anderem gegen UFC Oberschützen und Riedlingsdorf, spielte gegen SG Redlschlag 3:3, kassierte dann bei der SPG Buchschachen/Loipersdorf-Kitzladen 1b eine Niederlage und antwortete zum Abschluss noch mit einem 4:2 gegen SV Kroisegg. Für Gansfuss ist aber weniger diese Abfolge entscheidend als das Klima in der Gruppe. „Eigentlich haben alle gute Arbeit geleistet und an einem Strang gezogen“, sagt er. Selbst auf die Frage nach einzelnen herausragenden Spielern weicht er nicht von dieser Linie ab. Stattdessen verweist er auf die gesamte Mannschaft und auf gemeinsame Erlebnisse neben dem Platz. „Man hat es auch bei unserem Mallorca-Trip gesehen, der Zusammenhalt war sensationell“, sagt Gansfuss. Dass sich dieses Klima ständig verbessert habe, ist für ihn ein wesentlicher Grund dafür, warum die Saison am Ende so deutlich in Richtung Jabing ausgeschlagen ist.

Benjamin Hupfer übernimmt, im Kader wird punktuell nachgeschärft

Im Sommer bleibt der Verein dennoch nicht stehen. Im Betreuerteam gibt es eine wichtige Änderung, denn Benjamin Hupfer übernimmt als neuer Spielertrainer. „Auf meine Bitte macht er das und hat das übernommen“, sagt Christian Gansfuss über die neue Lösung. Gleichzeitig wird auch am Kader gearbeitet. Fix ist aus Sicht des Obmanns, dass Manuel Glatz den Verein verlassen wird, dazu kommen weitere Abgänge, während Jabing schon an Verstärkungen arbeitet. Gansfuss spricht von einer Mannschaft, die „gerade zusammengebaut“ wird, und kündigt an, dass man sich „punktuell step by step verstärken“ wolle. Der Dank an den scheidenden bisherigen Spielertrainer fällt dabei ausdrücklich aus. „Wir bedanken uns bei Manuel Glatz. Er hat im letzten Jahr gute Arbeit geleistet“, sagt Christian Gansfuss. Dass es aktuell weder verletzte noch angeschlagene Spieler gibt, hilft in dieser Phase zusätzlich. So kann der Verein die nächsten Wochen ruhig angehen und den personellen Umbau ohne Zeitdruck vorbereiten. Auch der Blick auf die Konkurrenz zeigt, dass man in Jabing genau weiß, was in der kommenden Saison nötig sein wird. „Am meisten beeindruckt hat mich SV Wolfau. Die haben eine kompakte Leistung gebracht, es war sehr schwer, gegen die zu spielen“, sagt Gansfuss über einen der härtesten Gegner der abgelaufenen Saison.

Vorbereitung startet im Juli, das große Ziel heißt Unterliga

Die Sommerpause fällt in Jabing deshalb nicht in die Kategorie Stillstand. In der zweiten Juli-Woche beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison, bis dahin hat die Mannschaft laut Gansfuss ein eigenes Laufprogramm zu absolvieren. Danach soll Schritt für Schritt an mehreren Punkten gearbeitet werden. „Wir wollen uns in gewissen Dingen im taktischen, athletischen Bereich und im Zusammenhalt verbessern. Wir wollen die Spieler besser machen und die Mannschaft besser machen“, erklärt er. Auch bei den Zielen bleibt der Obmann klar und bodenständig. Jabing will zu Hause weiter überzeugenden Fußball zeigen, so viele Punkte wie möglich holen und sich in der kommenden Saison einen Platz in der Unterliga sichern. „Wenn wir unter die ersten elf kommen, nehmen wir alles Weitere natürlich gerne an“, sagt Gansfuss.