Zum Auftakt in der II. Liga Mitte hat SV Oberloisdorf daheim gegen SV Schattendorf einen 3:2-Sieg geholt. Trainer Stefan Artner sah eine disziplinierte und leidenschaftliche Leistung seiner Mannschaft, die sich vom frühen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen ließ. Vor allem das schnelle 1:1 war aus seiner Sicht wichtig, weil SV Oberloisdorf damit sofort wieder im Spiel war und den eigenen Plan weiterziehen konnte.

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Die Partie begann für SV Oberloisdorf alles andere als ideal. Schon in der 2. Minute brachte Márk Szileszki den SV Schattendorf mit 1:0 in Führung. Viel Zeit, um diesem Rückstand nachzuhängen, blieb aber nicht, denn nur drei Minuten später war der Spielstand schon wieder ausgeglichen. Nach einem Corner wurde der Ball zunächst weggeköpft, Jan Art zog danach aus rund zwanzig Metern volley ab und traf laut Stefan Artner mit einem wuchtigen Schuss zum 1:1. Genau diese unmittelbare Reaktion stellte der Trainer später besonders heraus. Noch vor der Pause legte SV Oberloisdorf nach, als Otto Benjamin Kovacs in der 30. Minute das 2:1 erzielte. Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die Halbzeit.
Für Stefan Artner war der Sieg vor allem deshalb erfreulich, weil seine Mannschaft den eigenen Matchplan aus seiner Sicht konsequent umgesetzt hat. „Wir haben unseren Plan sehr diszipliniert eingehalten, sind sehr kompakt gestanden“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Dass der SV Schattendorf mehr Ballbesitz hatte, störte ihn dabei nicht entscheidend. Vielmehr gefiel ihm, wie kontrolliert seine Mannschaft gegen den Ball arbeitete. „SV Schattendorf hat zwar mehr Ballbesitzanteile gehabt, wurde aber eigentlich nicht richtig zwingend“, erklärte Stefan Artner. Dazu kam aus seiner Sicht, dass der Gegner oft auf lange Bälle angewiesen war. „Die haben wir alle gut wegverteidigt“, sagte er. Unterm Strich sah er deshalb auch Vorteile für seine Elf: „In Summe hatten wir über das ganze Spiel definitiv die besseren Chancen und haben meiner Meinung nach verdient gewonnen.“
Nach dem Seitenwechsel setzte SV Oberloisdorf den nächsten wichtigen Treffer. In der 67. Minute erhöhte Mate Szöts auf 3:1, ehe Sergej Popovic nur drei Minuten später für den SV Schattendorf wieder auf 3:2 verkürzte. Gerade in dieser Phase, in der die Partie noch einmal eng wurde, gefiel Stefan Artner die Ruhe seiner Mannschaft. „Wir sind nie so richtig aus der Ruhe gekommen. Auch wenn es eng war, haben wir die Bälle sauber wegverteidigt“, sagte der Trainer. Einen einzigen ausschlaggebenden Moment wollte er trotzdem nicht herausgreifen. „Ich glaube nicht, dass es den einen entscheidenden Moment gegeben hat“, meinte Stefan Artner, betonte aber noch einmal die Bedeutung des schnellen Ausgleichs: „Das 1:1 war sehr wichtig für uns. So waren wir gleich wieder im Spiel.“ Auch mit der Entstehung des 2:1 und 3:1 war er zufrieden, weil beide Treffer nach seiner Einschätzung gut herausgespielt waren. „Über Kurzpassspiel sind wir relativ schnell vors Tor gekommen und haben dort gut abgeschlossen.“
Dass SV Oberloisdorf zum Saisonstart drei Punkte holte, führte Stefan Artner vor allem auf die mannschaftliche Geschlossenheit zurück. „Die Jungs haben sehr diszipliniert verteidigt, jeder ist für den anderen gelaufen. Das war letztendlich entscheidend“, sagte er. Noch deutlicher wurde er bei der Frage nach dem Unterschied zwischen den beiden Teams: „Wir haben mit sehr viel Leidenschaft gespielt und wollten unbedingt den Heimsieg.“ Gleichzeitig sprach Stefan Artner dem Gegner Respekt aus. „SV Schattendorf ist sicher eine Mannschaft, die im Laufe der Saison ganz vorne mitspielen wird“, sagte der Trainer und verwies auf einen guten Kader sowie die Besetzung auf der Trainerbank. Man sehe bereits, in welche Richtung es gehen solle, auch wenn sich nicht alles sofort einspiele. Diskussionen habe es im Spiel zwar auf beiden Seiten gegeben, den Schiedsrichter wollte Stefan Artner aber ausdrücklich nicht in den Mittelpunkt rücken: „Ich glaube, dass der Schiedsrichter nicht spielentscheidend war.“ Für SV Oberloisdorf bleibt damit ein Auftakt, den der Trainer als „rundum guten Auftritt“ einordnete.