In der 2. Klasse Süd B setzte sich SV Ollersdorf am Sonntag in Runde sieben klar mit 5:0 gegen SV Heiligenbrunn durch. Für Heiligenbrunns Trainer Peter Racz war die Niederlage auch in dieser Höhe verdient. Vor allem das frühe 0:1, die vergebene Möglichkeit beim Stand von 0:1 und der Einbruch kurz nach der Pause sah er als Gründe dafür, dass seine Mannschaft nie wirklich in dieses Spiel fand.

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Aus Sicht der Gäste nahm die Partie praktisch vom ersten Treffer an eine Richtung, die sie nicht mehr korrigieren konnten. Schon in der 8. Minute brachte Janos Szöke Ollersdorf in Führung, und genau dieses 0:1 bezeichnete Racz später als ersten Knackpunkt. „Wir haben gewusst, dass dieser Stürmer Freistöße sehr gut schießt“, sagte der Trainer. Noch schwerer wog für ihn aber, dass Heiligenbrunn beim Stand von 0:1 eine große Möglichkeit auf den Ausgleich nicht nutzte. „Das wäre vielleicht eine Möglichkeit gewesen, wieder ins Spiel zurückzukommen“, sagte Racz. Stattdessen folgte in der 33. Minute durch Szöke das 2:0. Der Coach sprach davon, dass der zweite Treffer zur Unzeit gefallen sei. Mit dem 0:2 zur Pause war klar, dass seine Mannschaft nun nicht nur einem Rückstand hinterherlief, sondern auch spielerisch kaum Antworten gefunden hatte.
Wenn es nach dem Seitenwechsel noch einmal eine Reaktion gebraucht hätte, dann bekam Heiligenbrunn stattdessen den nächsten Rückschlag. In der 47. Minute stellte erneut Janos Szöke auf 3:0, nur vier Minuten später erhöhte derselbe Spieler bereits auf 4:0. Damit war die Partie früh in der zweiten Hälfte entschieden. Racz sprach offen darüber, dass seine Mannschaft in diesen Phasen überhaupt keinen Zugriff hatte. „Wir waren im Fünfer nicht stark und nicht hart genug“, sagte er, und auch vor dem Strafraum habe man viel zu viel zugelassen. Besonders deutlich wurde er bei der Bewertung des Ollersdorfer Angreifers: „Solche Stürmer darf man nicht so leicht Richtung Tor drehen lassen.“ Für Racz war das keine Frage einzelner Szenen, sondern ein grundsätzliches Problem über weite Strecken des Nachmittags. Seine Mannschaft habe den Gastgebern zu viel Platz und zu viele Möglichkeiten gegeben, und Ollersdorf habe das „eiskalt ausgenutzt“. Den Schlusspunkt setzte dann in der 77. Minute Nico Senninger mit dem Treffer zum 5:0.
Entsprechend hart fiel die Analyse des Heiligenbrunner Trainers aus, der gar nicht erst versuchte, das Ergebnis schönzureden. „Eigentlich hat nichts funktioniert“, sagte Racz und bezog das ausdrücklich auf die gesamte Mannschaft, „vom Tormann bis zu unserem Stürmer“. Nicht nur spielerisch, auch in den Grundtugenden sah er deutliche Mängel. Leidenschaft, Disziplin und Mentalität hätten ihm „total nicht gefallen“, dazu sei seine Mannschaft nicht zweikampfstark genug gewesen. Eine Entschuldigung suchte er dabei ausdrücklich nicht. „Der Schiedsrichter war im Großen und Ganzen in Ordnung. Die Fehler müssen wir nur bei uns suchen“, stellte er klar. Zum Gegner fand Racz gleichzeitig faire Worte: „Gratulation an Ollersdorf, total verdient haben sie gewonnen.“ Für die nächsten Tage kündigte der Coach nun eine klare Aufarbeitung an. Die Spieler müssten selbstkritisch sein und Verantwortung übernehmen, er selbst schließe sich dabei mit ein. Mit Blick auf das nächste Spiel wurde er ebenfalls deutlich: „Am Freitag sollen ganz große Veränderungen kommen.“ Dazu brauche es harte Arbeit und vor allem einen viel entschlosseneren Auftritt, denn trotz dieser klaren Niederlage ist für Racz auch eines klar: Seine Mannschaft müsse nun zeigen, in welche Richtung diese Saison gehen soll.