Nach Rang zehn mit 27 Punkten in der 2. Klasse Süd A richtet SC Schachendorf den Blick nach vorne. Sektionsleiter Martin Lorenz spricht im Rückblick von einer erfreulichen Entwicklung bei den eigenen jungen Spielern, macht aber ebenso klar, dass die Platzierung nicht den Erwartungen entsprach. Für die neue Saison setzt der Verein deshalb auf einen Neustart im Umfeld und auf ein klares sportliches Ziel: Schachendorf will in die Top-Fünf.

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Der Rückblick bei Schachendorf fällt zweigeteilt aus. Einerseits sieht Martin Lorenz in der vergangenen Saison einen Bereich, mit dem der Verein ausdrücklich zufrieden war. „Wir waren zufrieden mit der Jugendentwicklung, weil wir eigene Spieler eingebaut haben“, sagt der Sektionsleiter. Gerade dieser Punkt ist für einen Verein in dieser Liga mehr als eine Randnotiz, weil er zeigt, wohin die Arbeit grundsätzlich gehen soll. Andererseits bleibt die tabellarische Ausbeute mit Rang zehn ein Thema, das im Verein nicht schöngeredet wird. Lorenz formuliert das offen: „Die Platzierung war natürlich nicht das, was wir uns erwünscht haben.“ Dass Schachendorf nun höher ansetzen will, kommt daher nicht überraschend. Lorenz nennt mit Jonas Lorenz und Marko Lorenz beispielhaft junge Spieler, von denen man sich auch in Zukunft weitere Schritte erhofft.
Im Kader hat sich bereits etwas getan, auch wenn die nächste Phase am Transfermarkt erst bevorsteht. Fix ist laut Lorenz, dass Innenverteidiger Anto Krznaric, Rechtsverteidiger Matheo Kunkic und Elias Halper aus dem defensiven Mittelfeld den Verein verlassen haben. Gleichzeitig ist die Liste der Neuzugänge noch leer. „Bis jetzt noch nicht, aber wir sind in Gesprächen mit Spielern. Nächste Woche wird sich entscheiden“, sagt Lorenz. Das zeigt recht klar, dass Schachendorf in diesen Tagen noch mitten in der Kaderarbeit steckt. Dazu kommen Veränderungen im Vereinsumfeld. Lorenz berichtet von einem neuen Trainer aus Ungarn und auch von einem neuen Obmann. Damit ist die Ausgangslage vor der neuen Saison nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch von Bewegung geprägt. Umso wichtiger wird sein, dass die offenen Personalfragen in den kommenden Tagen geklärt werden und die Mannschaft früh Planungssicherheit bekommt.
Dass die Latte intern höher gelegt wird, sagt Lorenz ohne Umschweife. „Wir wollen unter den ersten fünf Mannschaften spielen. Das ist das Ziel“, hält er fest. Die Richtung ist damit klar vorgegeben. Schachendorf will nicht einfach nur eine ruhige Saison erleben, sondern in der Tabelle einen deutlichen Schritt machen. Positiv ist dabei, dass Lorenz aktuell keine personellen Sorgen aus dem medizinischen Bereich meldet. „Momentan sind keine Spieler verletzt“, sagt er. Auch der Blick auf die Liga fällt nüchtern aus. Lorenz sieht ASK Jabing als Maßstab der vergangenen Spielzeit und sagt: „Jabing war die konstanteste Mannschaft und mit Berechtigung Meister geworden.“
Für Schachendorf heißt das im Umkehrschluss, dass mehr Konstanz der Schlüssel sein wird, wenn der Sprung nach vorne gelingen soll. Mit jungen Spielern aus den eigenen Reihen, einer laufenden Suche nach Verstärkungen und einem neuen Impuls im Umfeld ist die Richtung vorgegeben. Jetzt muss der Verein die angekündigten Schritte auch auf den Platz bringen.