In der 2. Klasse Süd A ist SV Auto Schuh Hochart mit Rang elf und 25 Punkten hinter den eigenen Erwartungen geblieben. Trainer Dieter Höfler spricht das ohne Umschweife an. Für ihn ist klar, warum die vergangenen Monate nicht besser gelaufen sind: Zu viele Gegentore haben die Mannschaft immer wieder zurückgeworfen. Genau dort soll jetzt auch der wichtigste Hebel für die nächsten Schritte angesetzt werden.

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash
Höfler redet die Lage nicht schön, sondern bringt sie gleich auf den Punkt: „Wenn man drittvorletzter in der Tabelle ist, hat klarerweise nicht so viel funktioniert.“ Der Blick auf die Zahlen stützt diese Einschätzung. SV Auto Schuh Hochart liegt auf Platz elf, obwohl der Start mit den Rängen sechs und fünf in den ersten beiden Runden noch deutlich freundlicher ausgesehen hatte. Danach ging es Schritt für Schritt nach hinten. Vor allem die jüngsten Ergebnisse zeigen sehr deutlich, wo das Problem lag. Auf das 1:7 gegen Deutsch Schützen folgte ein 1:5 gegen SV Hannersdorf, danach ein 5:6 gegen ASK Goberling. Zwar holte SV Auto Schuh Hochart anschließend ein 4:2 gegen SV Wolfau und ein 5:5 gegen UFC Siget, doch auch diese Partien passen ins Bild einer Mannschaft, die vorne immer wieder etwas zustande bringt, hinten aber zu oft offen war. Höfler formuliert es deutlich: „Die Abwehr zu stabilisieren, das ist auf jeden Fall der größte Verbesserungsbedarf. Wir haben über siebzig Tore bekommen. Das ist einfach zu viel, um weiter vorne mitzuspielen.“
Dass Dieter Höfler mit dem Tabellenbild nicht zufrieden ist, heißt aber nicht, dass er die Qualität seines Kaders grundsätzlich kleinredet. Im Gegenteil: „Das Potenzial der Mannschaft wäre sicher höher gewesen. Wir konnten das teilweise nicht umsetzen“, sagt der Trainer. Gerade dieser Satz erklärt die Lage bei SV Auto Schuh Hochart ziemlich gut. Die Mannschaft hat nach innen offenbar das Gefühl, mehr draufzuhaben, konnte das über längere Zeit aber nicht auf den Platz bringen. Auffällig ist dabei auch, dass Höfler nicht auf einzelne Namen zeigt, sondern bewusst das Kollektiv betont. „Für uns gibt es keine Starspieler, sondern wir sind eine geschlossene, kompakte Mannschaft“, sagt er. Gleichzeitig sieht er bei mehreren Akteuren Fortschritte: „Wir haben schon zwei, drei junge Spieler, die sehr motiviert sind und einen wesentlichen Schritt nach vorne gemacht haben.“ Das passt zu seiner generellen Linie. Er sucht nicht nach Ausreden, sondern nach Entwicklungsschritten innerhalb der Gruppe.
Auch personell bleibt vieles überschaubar, was gut zu dieser Linie der Kontinuität passt. „Offiziell verlassen hat uns nur der Mittelfeldspieler Marijan Markovic“, sagt Höfler. Dazu kommt, dass ein weiterer Spieler aus familiären Gründen nur mehr sporadisch zur Verfügung stehen wird. Ansonsten ist der Stamm laut Trainer beisammen geblieben. Auf der Zugangsseite gibt es dennoch frische Impulse. Über die Kooperation mit Pinkafeld kommt Shabeer Niazi, dazu stößt mit Mate Sommer ein neuer Tormann zur Mannschaft. Außerdem sollen Daniel Horvath und Noel Diore den Kader erweitern. Gerade weil Höfler die defensive Stabilität als Hauptthema ausgerufen hat, wird genau beobachtet werden, wie schnell diese neuen Kräfte eingebunden werden können. Im Trainerstab bleibt der eingeschlagene Weg ebenfalls bestehen. „Trainer ist nach wie vor meine Wenigkeit“, sagt Höfler, dazu übernimmt ein Spieler aus dem Kader die Rolle des Co-Trainers. Größere Umbrüche gibt es im Umfeld des Vereins nicht.
Rund um SV Auto Schuh Hochart geht man die nächste Phase also ohne große Nebengeräusche an. Verletzte gibt es laut Höfler derzeit keine, weitere Aktivitäten im Vereinsumfeld stehen in den kommenden Monaten ebenfalls nicht im Vordergrund. Der Fokus liegt klar auf der sportlichen Arbeit. Dass Höfler trotz Platz elf nicht den Glauben an seine Mannschaft verloren hat, zeigt sein Ausblick. „Wir versuchen, diese Fehler, die wir gemacht haben, zu verbessern, um vorne im ersten Drittel mitspielen zu können“, sagt der Trainer. Das ist ein ambitionierter Satz, aber er passt zu seiner Einschätzung, dass mehr Potenzial in der Mannschaft steckt, als die Tabelle derzeit zeigt. Einen besonderen Blick richtet er auch auf die Spitze der Liga. Den beiden Spitzenteams ASK Jabing und Riedlingsdorf spricht er ausdrücklich Anerkennung aus. Für SV Auto Schuh Hochart ist die Ausgangslage trotzdem klar umrissen: Wenn die Zahl der Gegentore spürbar sinkt, soll sich auch das Gesamtbild rasch verändern.