Zum Auftakt der 2. Klasse Süd A hat ASKÖ Kalchbrenner Bau Goberling gegen SC Kemeten nach einem wilden Verlauf mit 3:4 verloren. Trainer Michael Koller sah seine Mannschaft zunächst im Plan, weil Jakov Pavlic schon nach zwei Minuten traf. Entscheidend war für ihn aber, dass seine Elf das frühe 1:0 nicht ausbauen konnte, der Gegner dadurch besser ins Spiel fand und die Partie in der Schlussphase noch drehte.

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Der Beginn verlief genauso, wie sich Michael Koller das vorgestellt hatte. Jakov Pavlic brachte die Gastgeber schon in der 2. Minute mit 1:0 in Führung und gab dem ersten Meisterschaftsspiel damit sofort eine Richtung. „Das erste Meisterschaftsspiel hat für uns eigentlich nach Plan funktioniert. Wir wollten früh in Führung gehen und diese Führung ausbauen“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Genau darin lag für ihn aber auch der erste entscheidende Punkt. Weil das zweite Tor nicht fiel, kam der Gegner immer besser hinein. Gergö Tama stellte in der 28. Minute auf 1:1, und mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Koller brachte es dabei klar auf den Punkt: „Der Gegner wurde dadurch stark, dass wir nach der 1:0-Führung nicht nachgelegt haben.“
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie noch bewegter. Barnabas Kapus drehte das Spiel in der 51. Minute zunächst auf 1:2, nur wenig später sah Florijan Pavlovic in der 55. Minute die Rote Karte. Koller verwies nachher aber noch auf einen weiteren Einschnitt. „Die schwere Verletzung von Anto Krznaric und die rote Karte waren sicher Schlüsselpunkte in diesem Spiel“, sagte er. Trotz dieser Rückschläge gab seine Mannschaft das Spiel nicht aus der Hand. Jakov Pavlic traf in der 61. Minute zum 2:2, und Franz Weber brachte die Gastgeber in der 85. Minute sogar wieder mit 3:2 nach vorne. Die Antwort ließ allerdings kaum auf sich warten, denn Lukas Pieler glich in der 86. Minute zum 3:3 aus. In der Nachspielzeit sah dann auch Walter De Vora noch Rot, ehe Barnabas Kapus mit seinem zweiten Treffer des Tages das 3:4 erzielte.
Dass unter dem Strich trotzdem keine Punkte blieben, erklärte Michael Koller nicht nur mit der dramatischen Schlussphase, sondern auch mit dem generellen Auftritt seiner Mannschaft. „Wir konnten die sehr guten Leistungen aus der Vorbereitung nicht zu hundert Prozent abrufen“, meinte der Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht noch Ärger über die letzten Minuten. Koller sagte, es seien fünf Minuten Nachspielzeit angezeigt worden, tatsächlich sei länger gespielt worden, ehe der entscheidende Treffer fiel. Auch seine Kritik am letzten Tor machte er deutlich, allerdings ausdrücklich als seine Sicht der Dinge. Unabhängig von dieser Diskussion blieb seine Hauptaussage aber dieselbe: Nach der frühen Führung hätte seine Mannschaft das Spiel früher in eine bessere Richtung bringen müssen. Zum Schluss wollte Koller vor allem noch eines loswerden: Er wünsche Anto Krznaric nach dessen schweren Knieverletzung „alles erdenklich Gute“.