In der 2. Klasse Süd A musste sich UFC "Catering Pranger" Oberschützen am Samstag bei SV Auto Schuh Hochart mit 1:5 geschlagen geben. Der klare Endstand fiel aus Sicht von Sektionsleiter Gerhard Wolfger aber deutlicher aus, als es der Spielverlauf lange hergab. Er sprach von einer ausgeglichenen Partie, haderte vor allem mit dem 2:1 vor der Pause und sah Glück sowie die Tormänner als großen Unterschied.

Foto von Ian Taylor auf Unsplash
Gerhard Wolfger beschrieb die Partie trotz des klaren Endstands zunächst nicht als einseitig. "Es war eine ziemlich ausgeglichene Partie mit mehr Ballbesitz von uns", sagte der Trainer von UFC "Catering Pranger" Oberschützen. Nach seiner Darstellung kamen die Gäste gut hinein und belohnten sich früh für diesen Start. In der 17. Minute brachte Roland Szalai UFC Oberschützen mit 1:0 in Führung. SV Auto Schuh Hochart fand danach aber besser in die Partie und stellte den Spielstand noch vor der Pause auf den Kopf. Zunächst glich Rok Smid in der 31. Minute zum 1:1 aus, ehe Noel Györe in der 40. Minute für die 2:1-Führung von SV Auto Schuh Hochart sorgte. Damit war aus der frühen Führung der Gäste bis zur Halbzeit ein Rückstand geworden.
Am meisten blieb bei Wolfger die Entstehung des zweiten Gegentreffers hängen. Für ihn lag genau dort der Moment, an dem die Begegnung in Richtung der Heimischen kippte. "Die Schiedsrichterentscheidung rund um das 2:1 war für mich der entscheidende Moment", sagte er nach dem Spiel. Die Szene selbst schilderte er so: "Es war ein Freistoß für SV Auto Schuh Hochart, unser Torwart hat den Ball mittig vors Tor abgewehrt und der Stürmer hat den Abstauber gemacht." Dass er diese Situation ausdrücklich hervorhob, zeigt, wie stark sie aus seiner Sicht nachwirkte. Auch die Leistung des Unparteiischen beurteilte Wolfger sehr kritisch. "Die Schiedsrichterleistung war aus unserer Sicht sehr schwach zugunsten von Hochart", meinte er. Die Schiedsrichterleistung beeinflusste das gesamte Spiel. 3 Spielunterbrechungen waren einfach zuviel. Die Unterbrechungen der Schiedsrichterin waren Entstanden, weil Zuseher sie zurecht kritisierten. Am Ende mussten Zuseher ihren Platz am Spielfeldrand verlassen, weil ein Spielabbruch im Raum stand. Die Zuseher forderten lediglich gelbe Karten und eine faire Schiedsrichterleistung. Es war nie eine Gefahr von Ausschreitungen oder ähnlichen Situationen. Darüber hinaus verwies er darauf, dass es seiner Meinung nach am Ende Rot für den heimischen Tormann und weitere Gelb-Rote gegen Spieler von SV Auto Schuh Hochart hätte geben müssen.
Sportlich bekam UFC Oberschützen nach dem Seitenwechsel früh den nächsten Rückschlag. Schon in der 51. Minute erhöhte Lan Zibert auf 3:1, und damit wurde aus einer Partie, die Wolfger lange als offen und ausgeglichen gesehen hatte, auf der Anzeigetafel eine klare Angelegenheit. Die Gäste blieben in ihrer Einschätzung, nicht deutlich schlechter gewesen zu sein, konnten dem Spielstand aber nichts mehr entgegensetzen. SV Hochart nutzte die Möglichkeiten in der Schlussphase dann konsequent. Dániel Horváth traf in der 89. Minute zum 4:1 und setzte in der Nachspielzeit mit dem 5:1 noch den Schlusspunkt. Gerade diese letzten Tore sorgten dafür, dass der Endstand wesentlich klarer aussah, als Wolfger die Partie über weite Strecken wahrgenommen hatte. Das Ergebnis ist dem Spiel nicht gerecht!
Die Erklärung für die hohe Niederlage lieferte Wolfger nach dem Schlusspfiff in wenigen, aber deutlichen Sätzen. "Sie hatten mehr Ballglück und einen stärkeren Torwart an diesem Tag", sagte er über SV Hochart. Damit umriss der Trainer ziemlich genau seine Sicht auf diesen Nachmittag: UFC Oberschützen startete ordentlich, lag durch Roland Szalai vorne, verlor die Partie aber noch vor der Pause aus der Hand und bekam nach dem 3:1 keinen Zugriff mehr auf die Partie. In der Tabelle steht UFC Oberschützen nach zwei Runden nun bei einem Punkt. Für die Gäste wird es darauf ankommen, den klaren Endstand richtig einzuordnen und in der nächsten Runde wieder mehr Zählbares mitzunehmen.