In der II. Liga Nord hat der FC Illmitz am Samstag mit 4:1 gegen ASV COLDAMARIS Hornstein gewonnen und damit nach schwierigen Wochen ein klares Zeichen gesetzt. Obmann Wilhelm Haider führte den Heimsieg vor allem auf die Reaktion nach einer internen Aussprache zurück. „Jeder für jeden, alle für alle“, sagte er nach dem Spiel – und genau so habe seine Mannschaft über 90 Minuten auch gespielt.

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Illmitz war von Beginn an in der Partie und belohnte sich schon nach fünf Minuten. Michael Zwickl brachte die Gastgeber mit dem 1:0 früh auf Kurs. Haider sah darin einen ganz wichtigen Einstieg in den Abend. „Der gute Start mit dem 1:0 nach fünf Minuten war entscheidend“, sagte der Obmann, der seiner Mannschaft danach auch das Nachsetzen hoch anrechnete. Tatsächlich legte Illmitz rasch nach. In Minute 15 sah Hornsteins Mateas Grgic Rot, nur eine Minute später erhöhte Wolfgang Gmoser auf 2:0. Lange Ruhe brachte das aber nicht hinein, weil kurz darauf auch Leon Jandl auf Illmitzer Seite mit Rot vom Platz musste. Trotzdem blieb die Heimelf vor der Pause am Drücker und stellte durch Michael Zwickl in Minute 38 sogar auf 3:0. Erst mit dem 3:1 durch David Gabriel Matis in der Nachspielzeit der ersten Hälfte bekam Hornstein wieder etwas Hoffnung. Haider brachte das treffend auf den Punkt: „Mit dem 3:0 haben viele geglaubt, dass das Match entschieden ist. Mit dem 3:1 vor der Pause war es dann doch nicht so.“
Gerade deshalb gefiel Haider nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem die Art und Weise, wie Illmitz nach dem Seitenwechsel weitermachte. Der FC ließ sich vom späten Gegentor nicht aus der Bahn bringen und hielt das Spiel trotz der hektischen ersten Hälfte unter Kontrolle. Der Obmann sprach von einer Mannschaft, die „von der ersten bis zur letzten Minute in jedem Zweikampf Vollgas gegeben hat“. Genau diesen Eindruck wollte er nach den vorherigen Wochen sehen. Nach seinen Worten sei seine Mannschaft im Vergleich zu den letzten drei Wochen „wie ausgewechselt“ aufgetreten. Haider erwähnte auch, dass beim Stand von 3:1 Möglichkeiten da waren, die Partie früher zu entscheiden. Das gelang zunächst nicht, doch in Minute 73 sorgte Maximilian Gartner mit dem 4:1 endgültig für klare Verhältnisse. Spätestens da war das Spiel entschieden. „Mit dem 4:1 war das dann erledigt“, sagte Haider, der zwar noch Luft nach oben bei der Verwertung dieser Chancen sah, den Auftritt seiner Mannschaft insgesamt aber als „überragend“ einstufte.
Dass dieser Sieg für Illmitz mehr war als nur ein gutes Ergebnis, machte Haider nach dem Schlusspfiff sehr deutlich. Er verwies auf die Aussprache innerhalb der Woche und auf die ernüchternde Phase davor, in der es in drei Spielen insgesamt 18 Gegentore gesetzt hatte. Umso wichtiger war für ihn die Reaktion. „Die kämpferische und läuferische Überzeugung unserer Mannschaft war heute der Unterschied“, sagte er. „Alle waren mit 150 Prozent unterwegs.“ Auch über Hornstein sprach Haider überraschend offen. Vom Tabellensiebenten hatte er sich mehr erwartet und meinte: „Ich hätte mir den Gegner stärker erwartet.“ Diskussionsstoff lieferten daneben die beiden Roten Karten. Haider empfand zunächst die Hinausstellung gegen Hornstein als „etwas zu hart“ und die rote Karte gegen Illmitz kurz danach ebenfalls als nicht berechtigt. Mit der Leistung des Schiedsrichters war er deshalb nicht zufrieden. Im Vordergrund blieb für ihn aber die eigene Mannschaft. „Es war ein überzeugender Sieg, obwohl Hornstein viele Chancen auch hatte. Aber insgesamt war er aufgrund der mannschaftlichen Geschlossenheit völlig verdient“, sagte Haider und schickte zum Abschluss noch ein klares Lob hinterher: „Ich gratuliere der Mannschaft zu dieser Geschlossenheit.“ Für Illmitz wird es nun darum gehen, genau diese Haltung in die nächsten Wochen mitzunehmen.