Spielberichte

„Wir waren vor dem Tor zu wenig gefährlich“ – Wolfau verliert nach schwacher erster Halbzeit 0:2

SC Kemeten
SV Wolfau

In der 2. Klasse Süd A setzte sich SC Kemeten am Freitagabend gegen SV BB1 Wolfau mit 2:0 durch und blieb damit auch nach der vierten Runde ohne Punktverlust. Aus Sicht der Gäste entschied sich die Partie vor allem vor der Pause. Wolfau-Obmann Rainer Herold sprach von einem „nicht besten Tag“ seiner Mannschaft und davon, dass sein Team vor dem Tor „zu wenig gefährlich“ gewesen sei.


Fußballspieler mit Ball in Bewegung

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Kemeten schlägt vor der Pause doppelt zu

Herold sah Unterschiede zwischen den beiden Halbzeiten. „In der ersten Halbzeit hatte Kemeten mehr vom Spiel und war leicht überlegen. Da haben sie auch ihre zwei Tore gemacht“, sagte der Wolfauer Obmann. Schon in der 13. Minute ging Kemeten in Führung, als Markus Hochwarter zum 1:0 traf. Auch beim zweiten Treffer in der 29. Minute stand Hochwarter im Mittelpunkt. Er erhöhte auf 2:0. Mit diesem Doppelschlag war die Richtung der Partie früh vorgegeben, zur Pause lagen die Gastgeber bereits mit zwei Toren vorne.

Nach dem Seitenwechsel auf Augenhöhe, aber ohne Ertrag

Nach dem Seitenwechsel haben wir besser ins Spiel gefunden. „Die zweite Halbzeit war ausgeglichen“, sagte er und machte damit deutlich, dass Wolfau nach dem Rückstand nicht komplett den Faden verlor. Allerdings blieb aus Sicht der Gäste genau jener Ertrag aus, der nötig gewesen wäre, um die Partie noch einmal spannend zu machen. „Wir haben unsere Chancen nicht nutzen können und waren vor dem gegnerischen Tor zu wenig gefährlich“, brachte es Herold auf den Punkt. Gerade bei Standards sah er eine verpasste Möglichkeit. „Vor allem unsere zahlreichen Freistoßchancen haben wir nicht genutzt.“ Wolfau war nach der Pause also näher dran als noch in den ersten 45 Minuten, fand aber nicht die Mittel, um Kemeten wirklich in Bedrängnis zu bringen.

Das 0:2 als Knackpunkt aus Wolfauer Sicht

Als spielentscheidenden Moment nennt Herold das 2:0 durch einen Elfmeter. „Das hat Kemeten natürlich bestärkt und uns einen leichten Knick versetzt“, erklärte er. Damit sprach er weniger von einem einzelnen Pfiff als von der Phase davor, in der seine Mannschaft die Situation nicht sauber klären konnte und unglücklich verteidigte. Insgesamt sah er Kemeten in den entscheidenden Bereichen einen Schritt voraus. „Der Gegner war aggressiv, hat den Sieg vielleicht etwas mehr gewollt als wir und seine Chancen einfach effektiver ausgewertet.“ Auch mit der Leistung des Unparteiischen haderte Herold nicht: „Die Schiedsrichterleistung war okay.“

Wolfau ordnet die Niederlage nüchtern ein

Unterm Strich blieb für Wolfau deshalb eine Niederlage, die Herold recht nüchtern einordnete. „Wir hatten mannschaftlich nicht unseren besten Tag erwischt“, sagte er. Vor der Pause fehlte Wolfau der Zugriff, nach der Pause die nötige Durchschlagskraft. Kemeten nutzte das konsequent aus und bleibt nach vier Runden mit zwölf Punkten an der Spitze der Tabelle. Wolfau hält nach vier Spielen bei sechs Zählern und wird aus diesem Abend vor allem mitnehmen, dass Phasen auf Augenhöhe alleine nicht reichen, wenn die eigenen Chancen ungenutzt bleiben. „Jetzt heißt es nach vorne blicken und in den nächsten Spielen wieder zu punkten!“

2. Klasse Süd A: Kemeten : Wolfau - 2:0 (2:0)

  • 29
    Markus Hochwarter 2:0
  • 13
    Markus Hochwarter 1:0