In der 2. Klasse Süd A hat sich SV BB1 Wolfau in einer packenden Partie gegen SV Auto Schuh Hochart mit 4:3 durchgesetzt. Nach einem 2:2 zur Pause legten die Gastgeber sofort wieder vor und brachten den knappen Vorsprung ins Ziel. Dabei geriet Wolfau früh in Rückstand, antwortete noch vor der Pause und behielt auch nach dem späten Ausgleich die Nerven. Co-Trainer Christian Petz sah den Ausschlag vor allem im größeren Willen und in der geschlossenen Mannschaftsleistung.

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Die Partie begann für Wolfau mit einem frühen Rückschlag. Schon in der 7. Minute brachte Dániel Horváth die Gäste mit 1:0 in Führung. Die Antwort der Heimischen ließ aber nicht allzu lange auf sich warten, denn Emil Hamzagic stellte in der 23. Minute auf 1:1. Kurz vor der Pause schien das Spiel dann erstmals zugunsten der Gastgeber zu kippen, als Jonas Koller in der 45. Minute das 2:1 erzielte. Lange hielt dieser Vorteil allerdings nicht, weil Anze Kosnik in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch das 2:2 folgen ließ. Petz sprach danach von einer "sehr spannenden Partie", die "unterm Strich auch verdient" an Wolfau gegangen sei. Vor allem eines war für ihn schon in dieser Phase spürbar: "Aufgrund der kompakten, geschlossenen Mannschaftsleistung wollten wir den Sieg mehr."
Besonders ärgerlich war aus Sicht von Petz, dass die eigene Mannschaft das 2:1 nicht mit in die Kabine nehmen konnte. "Entscheidend war aus meiner Sicht das 2:1 direkt vor der Halbzeit. Man könnte glauben, das wäre der Game-Changer gewesen", sagte der Co-Trainer. Umso wichtiger war für ihn die Reaktion nach dem Seitenwechsel. Nur vier Minuten nach Wiederbeginn traf Mihael Vrbanic zum 3:2 und brachte Wolfau damit gleich wieder auf Kurs. Petz zeigte sich gerade mit diesem Moment sehr zufrieden: "Ich bin zufrieden mit der Reaktion, dass uns gleich nach Wiederanpfiff der 3:2-Führungstreffer gelungen ist." In der 78. Minute legte Jonathan Lang das 4:2 nach, ein Tor, das der Wolfauer Co-Trainer ausdrücklich hervorhob: "Das 4:2 war eine sehr schön herausgespielte Aktion." Dass die Partie trotzdem bis zum Ende offen blieb, lag am schnellen Anschlusstreffer, denn nur eine Minute später verkürzte erneut Dániel Horváth auf 4:3. So blieb es bis zum Schlusspfiff ein enges Spiel, das laut Petz "für den Zuschauer interessant" war, "mit gutem Tempo und guten Spielzügen beidseits".
Für Petz lag der Unterschied am Ende nicht in einer einzelnen Szene, sondern im Gesamtauftritt seiner Mannschaft. "Der unbedingte Wille, die drei Punkte in Wolfau zu belassen", war für ihn der entscheidende Punkt. Dazu kam aus seiner Sicht die mannschaftliche Geschlossenheit, die sich auch in den Offensivaktionen zeigte. Besonders das Spiel über die Seite und mehrere sauber herausgespielte Angriffe gefielen ihm, die Treffer zum 2:1 und 4:2 nannte er dabei ausdrücklich als Beispiele. Gerade in schwierigen Momenten habe seine Mannschaft aber noch einmal den Willen gezeigt, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Auch dem Gegner zollte Petz Respekt. Hochart habe "eine sehr interessante Mannschaft mit guten Legionären" und versuche es inzwischen deutlich mehr "fußballerisch zu lösen". Zu diskutieren gab es laut dem Wolfauer Co-Trainer zwar einige Situationen, den Kern der Partie sah er aber woanders. Mit dem Heimsieg hält Wolfau nach drei Runden nun bei sechs Punkten und bleibt damit in Sichtweite der Spitze. Genau das war Petz wichtig, denn seine Mannschaft wollte "Anschluss an die Tabellenführung nicht verlieren".