In der 2. Klasse Süd A hat sich SC Mariasdorf am Sonntag der SG EFM Redlschlag mit 0:2 geschlagen geben müssen. Trainer Benedikt Bertl sprach von einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie, sah seine Mannschaft aber als das etwas gefährlichere Team. Ausschlaggebend waren für ihn die größere Durchschlagskraft vorne, ein sehr kompakter Auftritt gegen den Ball und das 2:0, nach dem für ihn keine Zweifel mehr blieben.

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Vieles deutete zunächst auf eine enge Begegnung hin. Bertl beschrieb das Spiel als offen, ohne dass sich eine Mannschaft früh klar absetzen konnte. „Im Grunde war es eine ausgeglichene Partie, wir waren aber die gefährlichere Mannschaft“, sagte der Trainer. Gerade das war aus seiner Sicht der kleine, aber wichtige Unterschied. Mariasdorf habe sehr gut dagegengehalten und ordentlich mitgespielt, im letzten Drittel sei den Gastgebern aber die nötige Durchschlagskraft abgegangen. Redlschlag kam dagegen vor der Pause mehrmals in aussichtsreiche Situationen. Nach Bertls Darstellung wurden sogar zwei Bälle noch vor der Linie geklärt. Dazu kam noch ein vergebener Elfmeter kurz vor dem Seitenwechsel, der das Spiel für einen Moment hätte kippen lassen können. Umso wichtiger war aus Sicht der Gäste, dass sie fast unmittelbar darauf doch noch zuschlugen. In der 44. Minute traf Adam Bazso zum 0:1 und sorgte damit für eine Führung, die im Spielverlauf spürbar Gewicht bekam.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie laut Bertl keine ganz einseitige Angelegenheit, doch für den Redlschlager Coach wurde sie mit zunehmender Spieldauer immer deutlicher. Der Knackpunkt war für ihn das 0:2 in der 66. Minute, als Balint Miklos Edelenyi nachlegte. „Nach dem 2:0 war es für mich klar, dass wir die Partie gewinnen werden“, sagte Bertl. Ab diesem Moment habe er keine Zweifel mehr gehabt, dass der Auswärtssieg nicht mehr aus der Hand gegeben würde. Genau darin lag für ihn auch die innere Ruhe seiner Mannschaft. Redlschlag hatte sich den Vorsprung erarbeitet und wirkte in dieser Phase stabil genug, um ihn ins Ziel zu bringen. Ganz ohne Beigeschmack blieb der Nachmittag aus seiner Sicht dennoch nicht. Die Rote Karte gegen Adam Bazso in der 89. Minute warf für ihn einen kleinen Schatten auf einen sonst sehr gelungenen Auftritt.
Die größte Stärke seiner Mannschaft sah Bertl klar in der Arbeit gegen den Ball. „Defensiv waren wir sehr kompakt. Wir haben eigentlich fast nichts zugelassen, bis auf einen gefährlichen Torschuss“, sagte er. Diese Stabilität war für ihn die Grundlage dafür, dass Mariasdorf trotz ordentlicher Ansätze nie wirklich in eine gefährliche Phase kam. Gleichzeitig stellte Bertl dem Gegner ein gutes Zeugnis aus. „Mariasdorf ist keine schlechte Mannschaft. Sie probieren, Ballbesitzfußball zu spielen“, meinte er und unterstrich damit, dass dieser Sieg nicht gegen einen harmlosen Gegner zustande kam. Gerade deshalb fiel sein Fazit klar positiv aus. Ganz zufrieden ist er aber trotzdem nicht. Im Offensivspiel und beim Ausspielen von hinten sieht er noch Steigerungspotenzial, auch die Bewegung könne in manchen Phasen noch besser sein. Selbst nach dem dritten Sieg im dritten Spiel bleibt der Blick also nüchtern. Redlschlag steht damit nach Runde drei ganz vorne, doch Bertl machte deutlich, dass seine Mannschaft sich auf dem gelungenen Auftritt in Mariasdorf nicht ausruhen will.