Spielberichte

„Wer das erste Tor schießt, gewinnt diese Partie“ – Goberling macht nach der Pause den Unterschied

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ASK Goberling
SV Kroisegg

In der 2. Klasse Süd A hat ASKÖ Kalchbrenner Bau Goberling am Sonntag gegen SV Kroisegg einen 2:0-Heimsieg eingefahren. Nach einem kampfbetonten ersten Durchgang ohne Tore legten die Gastgeber direkt nach Wiederbeginn mit zwei Treffern vor und brachten den Vorsprung ins Ziel. Trainer Michael Koller sah vor allem das erste Tor als Schlüssel: „Wer das erste Tor schießt, gewinnt diese Partie.“


Weiß-Blau-Orangener Fußball auf Rasen

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash

Eine umkämpfte erste Hälfte ohne große Höhepunkte

Dass dieses Spiel vor der Pause kein Selbstläufer werden würde, hatte Koller schon in den ersten Minuten gesehen. Der Goberling-Trainer sprach von einem „offenen Schlagabtausch“ und von einer Partie, in der beide Mannschaften viel über Zweikämpfe kamen. Viel Fußball zum Zurücklehnen gab es in dieser Phase nicht, dafür aber viele intensive Duelle und wenig Raum. Aus Sicht der Gastgeber war vor allem eine Szene ärgerlich, weil Goberling noch vor dem Seitenwechsel die große Möglichkeit auf die Führung liegen ließ. Koller sagte dazu klar: „Dieses Tor hätten wir machen müssen, da waren wir alleine vor dem Tormann.“ Ansonsten blieb es bei einem 0:0, das gut zum Spiel passte. Kroisegg war nach Einschätzung des Trainers gerade zu Beginn „sehr dominant“ und „zweikampfstark“, Goberling hielt aber dagegen und ließ nicht zu, dass die Gäste die Partie früh auf ihre Seite ziehen konnten.

Pavlic bringt Goberling auf Kurs, Pichler nutzt die starke Phase

Die entscheidende Wendung kam unmittelbar nach der Pause, und genau dort setzte auch Kollers Analyse an. Für ihn war der Elfmeter zum 1:0 der Knackpunkt. „Der Elfmeter nach der Halbzeit war entscheidend. Das war ein klarer Elfmeter“, sagte der Trainer, der sich in seiner Einschätzung nicht lange auf Nebenschauplätze einließ. Jakov Pavlic verwandelte in der 47. Minute zum 1:0, und plötzlich lief die Partie in die Richtung der Gastgeber. Nur drei Minuten später legte Martin Pichler mit dem 2:0 nach, und aus dem engen, kampfbetonten Spiel wurde ein Match, in dem Goberling nun mehr Kontrolle bekam. Koller beschrieb genau diese Phase als den Moment, in dem seine Mannschaft das bessere Team war: „Wir waren dann wirklich die bessere Mannschaft, haben besser gekämpft und den einen Schritt mehr gemacht. Wir wollten dann einfach mehr gewinnen als der Gegner.“ Der Doppelschlag direkt nach Wiederbeginn war damit nicht nur auf der Anzeigetafel entscheidend, sondern auch aus Sicht des Trainers der klare Wendepunkt.

„Gemeinsam gekämpft und niemals aufgegeben“ – trotzdem bleibt im Abschluss Luft nach oben

Beim Blick auf die eigene Leistung stellte Koller vor allem den mannschaftlichen Auftritt in den Vordergrund. „Wir sind als Team aufgetreten, haben gemeinsam gekämpft und niemals aufgegeben. Das war der Schlüssel zum Erfolg“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Diese Aussage passt gut zu einem Spiel, das weniger von vielen Highlights lebte als von Einsatz, Disziplin und dem richtigen Moment nach der Pause. Ganz ohne Kritik wollte der Trainer den Heimsieg aber nicht stehen lassen. Vor allem im Abschluss sieht er noch Reserven: „Wir müssen bei den Chancen noch effizienter sein.“ Dazu kommt, dass ihm einige Phasen nicht gefallen haben, in denen seine Mannschaft aus seiner Sicht ein wenig geschlafen hat. „Wir müssen noch mehr auf der Hut sein“, meinte Koller. Dass Goberling trotzdem ohne Gegentor blieb, nahm er mit. Auch mit der Leitung des Unparteiischen zeigte er sich einverstanden: „Der Schiedsrichter hat mit Gefühl entschieden, das war heute sehr in Ordnung.“ Durch den Sieg hält Goberling nach acht Runden bei 12 Punkten und bleibt damit in Schlagdistanz zur oberen Tabellenhälfte. Für Koller dürfte aber vor allem wichtig gewesen sein, dass seine Mannschaft ein enges Spiel angenommen und nach der Pause konsequent auf ihre Seite gezogen hat.

2. Klasse Süd A: Goberling : Kroisegg - 2:0 (0:0)

  • 50
    Martin Pichler 2:0
  • 47
    Jakov Pavlic 1:0