In der 2. Klasse Süd A hat sich der SG EFM Redlschlag beim Tabellenführer SC Kemeten mit 1:1 getrennt. Für Trainer Benedikt Bertl fühlte sich das Remis nach dem Spielverlauf aber nicht wie ein Punktgewinn an, sondern wie zwei verlorene Zähler. Vor allem mit Blick auf die ausgelassenen Chancen war er überzeugt, dass deutlich mehr drin gewesen wäre. Was seiner Mannschaft nach einer insgesamt guten Leistung fehlte, war vor allem die Konsequenz im Abschluss.

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Redlschlag hatte nach Bertls Eindruck vom Anpfiff weg mehr vom Spiel und war vor allem die gefährlichere Mannschaft. Der Trainer sprach sogar davon, dass seine Elf über die gesamten 90 Minuten die bessere gewesen sei. Im Ergebnis zeigte sich das in der ersten Halbzeit zunächst nur teilweise, obwohl Daniel Tödtling die Gäste in der 38. Minute mit 1:0 in Führung brachte. Diese Führung passte aus Redlschlager Sicht zum Spiel, weil schon davor einiges in die richtige Richtung gelaufen war. Bertl formulierte das nach dem Schlusspfiff sehr klar: „Wenn wir unsere Chancen nutzen, muss es zur Pause 3:0 oder 4:0 für uns stehen.“ Statt eines deutlicheren Vorsprungs ging es aber nur mit einem knappen 1:0 in die Kabinen. Genau dort begann für ihn der Ärger über einen Spielverlauf, in dem seine Mannschaft aus viel Aufwand zu wenig Ertrag holte.
Nach der Pause schien die Partie für Redlschlag zusätzlich in die richtige Richtung zu laufen. In der 56. Minute sah Michael Hochwarter bei Kemeten Rot, die Gäste hatten damit mehr als eine halbe Stunde lang einen Mann mehr auf dem Feld. Gerade in dieser Phase hatte Bertl erwartet, dass seine Mannschaft das zweite Tor nachlegt und das Spiel endgültig auf ihre Seite zieht. „Leider haben wir dann ein bisschen den Faden verloren, das Spiel zu entscheiden“, sagte er. Dabei war er mit vielem einverstanden, was seine Mannschaft bis dahin gezeigt hatte. „Spielerisch hat es sehr gut funktioniert. Defensiv hat es sehr gut funktioniert, weil Kemeten hat zwei sehr gute Stürmer. Die haben wir sehr gut im Griff gehabt. Aus dem Spiel heraus sind sie eigentlich zu keinem Torschuss gekommen.“ Was fehlte, war aus seiner Sicht nur der Abschluss. Das 0:2 fiel nicht, obwohl Redlschlag laut Bertl „sieben, acht hundertprozentige Chancen“ liegen ließ. Kurz vor Schluss kam Kemeten dann doch noch zum Ausgleich, Barnabas Kapus stellte in der 89. Minute auf 1:1. Der Treffer fiel per Elfmeter, und auch diese Entscheidung sah Bertl kritisch: „In der letzten Minute haben wir einen Elfmeter gegen uns bekommen.“
Dass sein Team gegen den Spitzenreiter insgesamt so klar aufgetreten ist, habe ihn eine stärkere spielerische Vorstellung erwarten lassen, gleichzeitig erkannte er an, dass die Gastgeber vor allem in der Defensive viel wegverteidigten. Zum Schiedsrichter wollte er „nicht sehr viel sagen“, kritisierte aber das Auftreten und verwies zusätzlich auf eine Szene rund um die 80. Minute, in der Kapus nach seiner Sichtweise mit Rot vom Platz gemusst hätte. Entscheidend blieb für ihn aber nicht die Debatte über einzelne Entscheidungen, sondern die eigene Chancenverwertung. „Da müssen wir dran arbeiten, da müssen wir besser werden“, sagte Bertl und schlug damit auch den Bogen zu den jüngsten Partien, in denen sich Redlschlag laut seiner Einschätzung wiederholt selbst um mehr gebracht hat. Einen positiven Schlusspunkt setzte er dann doch noch: Der Reserve gratulierte er ausdrücklich zum „fulminanten“ 13:1-Erfolg.