Am 9. Spieltag der 2. Klasse Süd A hat SV BB1 Wolfau gegen die SPG Buchschachen/Loipersdorf-Kitzladen 1b einen Rückschlag hinnehmen müssen. Die Gastgeber verloren mit 1:2, obwohl sie laut Co-Trainer Christian Petz über weite Strecken mehr vom Spiel hatten. Ausschlaggebend waren aus seiner Sicht zwei Konter vor der Pause und danach zu wenig Ideen, Nachdruck und Effizienz im letzten Drittel.

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Der Spielverlauf war aus Sicht der Gastgeber schnell umrissen, genau darin lag für Petz aber das Problem. Wolfau hatte nach seiner Einschätzung mehr Spielanteile, konnte daraus in der ersten Hälfte aber nichts Zählbares machen. Stattdessen schlug die Spielgemeinschaft zweimal eiskalt zu. In der 17. Minute brachte Uwe Weber die Gäste mit 1:0 in Führung, in der 37. Minute legte Balint Beke das 2:0 nach. Für den Wolfauer Co-Trainer war klar, wo die Ursachen dafür lagen. „Beide Tore sind aus Kontern entstanden. Wir haben den Ball verloren, waren ungenau und haben Verantwortung nicht übernommen“, sagte Petz. Dass es mit einem 0:2 in die Pause ging, passte deshalb überhaupt nicht zu dem Bild, das Wolfau vom eigenen Spiel hatte.
Nach dem Seitenwechsel sah Petz dann jene Phase, in der seine Mannschaft die Partie noch hätte drehen können. „In der zweiten Halbzeit waren wir sehr dominant, sehr spielbestimmend“, erklärte er. Wolfau arbeitete sich zurück und kam in der 71. Minute durch Marco Fink zum 1:2-Anschluss. Damit war die Partie wieder offen, zumal die Gastgeber in dieser Phase deutlich aktiver waren. Petz ging sogar so weit zu sagen: „Wenn das Spiel 2:2 ausgeht oder wir am Ende noch gewinnen, hätte sich auch niemand beschweren können.“ Gleichzeitig legte er aber den Finger genau dorthin, wo es aus seiner Sicht gefehlt hat. „Bis zum Sechzehner konnten wir spielen, aber wir haben kaum gefährliche Torchancen kreiert“, sagte er. Besonders bitter war für ihn deshalb die Schlussphase, denn in Minute 87 lag das mögliche 2:2 laut Petz „auf dem Fuß“, doch Wolfau brachte den Ball nicht unter.
Eine einzelne Schlüsselszene, an der das Spiel kippte, wollte Petz im Nachhinein gar nicht ausmachen. „Es gab keine ausschlaggebende Situation. Das Spiel ist vor sich hingeplätschert, und die Tore sind für Buchschachen zu günstigen Zeitpunkten gefallen“, meinte er. Vielmehr sah er den Unterschied in der Haltung und in der Geschlossenheit der Gäste. „Die Spielgemeinschaft war kompakt, sie war geschlossen. Sie wollte dieses Spiel an diesem Tag mehr gewinnen, als wir es wollten“, sagte der Co-Trainer offen. Damit verband er auch ein klares Lob an den Gegner, dessen Auftritt für ihn unterm Strich stimmig war. Den Schiedsrichter nahm Petz ebenfalls ausdrücklich aus der Schusslinie. Er sprach von einer „soliden, ausgeglichenen Spielführung“ und räumte sogar ein, dass Wolfau sich über eine Rote Karte wegen einer möglichen Torchanceverhinderung nicht hätte beschweren dürfen.
Entsprechend deutlich fiel die Aufarbeitung auf Wolfauer Seite aus. Petz beließ es nicht bei der Analyse der Gegentore oder bei der fehlenden Effizienz im Angriff, sondern zog ein größeres Fazit. „Wir müssen uns jetzt hinterfragen. Wir müssen die Einstellung hinterfragen. Wir müssen die Spielidee hinterfragen“, sagte er. Für ihn geht es nach diesem 1:2 darum, im Verein die richtigen Schlüsse zu ziehen und die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Gerade deshalb fiel sein Schlusssatz bemerkenswert klar aus, obwohl Wolfau nach neun Runden mit 15 Punkten weiterhin im oberen Drittel der Tabelle steht. „In der Mannschaft steckt sehr viel Potenzial. Aber wir müssen grundlegend hinterfragen, was wir besser machen müssen, damit wir dieses Potenzial auch wieder auf den Platz bringen“, so Petz.