In der 2. Klasse Süd A haben sich der SC Wiesfleck und der UFC "Catering Pranger" Oberschützen mit 4:4 getrennt. Für Oberschützen Trainer Gerhard Wolfger geht das Remis in Ordnung, obwohl seine Mannschaft nach einer 2:0-Pausenführung und einem späteren 4:2 lange gut unterwegs war. Als Knackpunkt nannte er die Rote Karte gegen Lukas Wachter, nach der sich das offene Spiel deutlich veränderte.

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Gerhard Wolfger schilderte einen Verlauf, der aus Sicht der Gäste in klar unterscheidbare Phasen zerfiel. "Die ersten 20 Minuten hat Wiesfleck das Match dominiert", sagte der Oberschützen Trainer und machte damit deutlich, dass seine Mannschaft zunächst nicht richtig Zugriff bekam. Noch vor der Pause drehte sich das Bild für ihn aber spürbar. "Danach sind wir bis zur Pause die stärkere Mannschaft geworden, haben das Spiel in die Hand genommen", so Wolfger. Das zeigte sich dann auch am Ergebnis. Lukas Proksch brachte Oberschützen in der 36. Minute in Führung, ehe Adrián Ferenc Prán nur wenige Minuten später das 2:0 nachlegte. Mit diesem Vorsprung gingen die Gäste in die Kabine, obwohl der Start klar an Wiesfleck gegangen war.
Nach der Pause bekam die Partie dann genau jenen Verlauf, den Wolfger mit einem einfachen Satz zusammenfasste: "Nach der Pause ging es Schlag auf Schlag mit den Toren." Wiesfleck verkürzte durch Adrian Kovacs in der 48. Minute zunächst auf 1:2 und brachte damit sofort wieder Spannung hinein. Oberschützen antwortete allerdings direkt, denn Dominik Tibor Prán stellte schon eine Minute später auf 3:1 und sorgte wieder für etwas Luft. Lange hielt dieser Abstand aber nicht. In der 55. Minute sah Lukas Wachter die Rote Karte, vier Minuten danach traf Sascha Kirnbauer zum 2:3. Trotzdem legten die Gäste noch einmal nach, als Raphael Schermann in der 74. Minute das 4:2 erzielte. Wiesfleck blieb aber dran, kam durch Tamas Istvan Kovacs auf 3:4 heran und erreichte in der Nachspielzeit durch den zweiten Treffer von Kirnbauer doch noch das 4:4.
Gerade die Phase nach dem Platzverweis stellte Wolfger in seiner Analyse in den Mittelpunkt. "Die entscheidende Situation war die Rote Karte für Lukas Wachter, die den Spielfluss entscheidend beeinflusst hat", sagte er. Aus seiner Sicht war das der Moment, in dem die Partie noch offener wurde und seine Mannschaft den Halt verlor, den sie vor der Pause und in Teilen auch nach dem 3:1 noch gehabt hatte. Auf die Frage, was trotz Unterzahl gut funktioniert habe, fiel seine Antwort entsprechend ernüchternd aus: "An diesem Tag leider nicht viel." Dazu passte auch seine weitere Einordnung. Gefehlt habe "das geschlossene Auftreten wie in den letzten Wochen". Obwohl Oberschützen zweimal vorne lag, wollte Wolfger am Ende trotzdem keinen echten Vorteil bei einer Mannschaft sehen. "Näher am Sieg war keiner der beiden Mannschaften. Wir waren ziemlich ausgeglichen", sagte er.
Dass es für Oberschützen in Wiesfleck kein ruhiger Nachmittag wurde, erklärte Wolfger auch mit dem Auftreten des Gegners. Er erlebte die Gastgeber als "aggressiv, in guter Spiellaune und motiviert" und beschrieb damit eine Mannschaft, die sich auch nach dem 0:2 zur Pause nicht aus dem Spiel nehmen ließ. Diskussionen über den Unparteiischen machte er dagegen nicht auf. "Der Schiedsrichter war eigentlich gut. Auf beiden Seiten Kleinigkeiten, aber keine spielentscheidenden Situationen", sagte Wolfger. So bleibt für Oberschützen, das nach neun Runden weiter im Spitzenfeld der Liga steht, ein Punkt aus einem Spiel, das lange in beide Richtungen offen war. Sein Fazit fiel deshalb kurz, aber eindeutig aus: "Das 4:4 ist gerecht."