Spielberichte

„Mit dem Punkt müssen wir glücklich sein“ – Wolfau lässt nach starker erster Hälfte den Sieg liegen

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Wolfau
SC Kemeten

In der 2. Klasse Süd A trennten sich SV BB1 Wolfau und SC Kemeten 1:1. Nach der 1:0-Pausenführung durch Marco Fink hatte Wolfau laut Co-Trainer Christian Petz klare Vorteile, verabsäumte aber das zweite Tor. Nach dem Ausgleich wurde die Partie offen, am Ende sprach Petz von einem Punkt, mit dem seine Mannschaft „glücklich sein muss“.


Ersatzspieler auf der Bank am Spielfeldrand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Wolfau legt früh vor, belohnt sich aber nicht ausreichend

Für Christian Petz begann die Partie so, wie sich die Gastgeber das vorgestellt hatten. „Erste Halbzeit mit klaren Vorteilen für die Heimmannschaft“ lautete sein erster Eindruck, und der deckte sich auch mit dem Spielstand. Schon in der 6. Minute brachte Marco Fink den SV in Führung, zur Pause stand ein verdientes 1:0. Genau darin sah der Co-Trainer aber auch schon den ersten großen Punkt des Nachmittags. Wolfau hatte aus seiner Sicht mehr vom Spiel, machte Druck und kam immer wieder in gute Situationen, ohne daraus entscheidend mehr zu machen. „Wir haben es vernachlässigt, das zweite und dritte Tor nachzulegen“, sagte Petz. Gerade das ärgerte ihn im Rückblick, weil seine Mannschaft laut seiner Einschätzung vor allem dann gefährlich wurde, „wenn es schnell nach vorne gegangen ist“. Dazu kamen „der ein oder andere Lattenschuss“, wie er schilderte. Für Petz war deshalb klar: In dieser Phase wäre deutlich mehr möglich gewesen, wenn Wolfau die vorhandenen Offensivaktionen konsequenter genutzt hätte.

Ausgleich verändert die Partie

Nach dem Seitenwechsel änderte sich der Charakter des Spiels aus Sicht des Wolfauer Co-Trainers spürbar. Petz beschrieb die Partie nun als ein Duell, das „hin und her gekippt“ sei, „von Box zu Box“, dazu intensiv und mit ruppiger Gangart geführt. In dieser Phase fiel dann auch der Ausgleich: Gergö Tama traf in der 61. Minute zum 1:1 für die Gäste. Für Petz lag der entscheidende Moment aber weniger im Gegentor selbst als in jener Phase um die 60. Minute, in der das Spiel aus seiner Sicht zu kippen begann. Wolfau musste mehr arbeiten, Kemeten blieb im Spiel und kam in einer offenen Schlussphase zu seinen Möglichkeiten. Petz formulierte es am Ende sehr deutlich: „Auf den letzten zwei, drei Spielminuten hin hätte Kemeten auch durchaus den Siegestreffer erzielen können.“ Genau deshalb war seine Bilanz trotz verpasster Siegchance keine ganz unzufriedene.

Verdientes Remis, Gratulation an den Herbstmeister

So blieb am Ende ein 1:1, das Petz mehrmals als gerechtes Ergebnis einordnete. „Der Punkt ist verdient für beide Mannschaften“ und „eine klassische X-Partie“, sagte er über ein Spiel, in dem seine Mannschaft erst klare Vorteile hatte, später aber selbst noch um den einen Zähler kämpfen musste. Dass Kemeten mit diesem Remis an der Spitze der Tabelle überwintert, stellte der Wolfauer Co-Trainer ausdrücklich nicht infrage. „Darum sind sie auch verdient Herbstmeister“, sagte Petz und sprach dem Tabellenführer auch seine Gratulation aus. Neben der sportlichen Einordnung rückte nach dem Schlusspfiff aber noch ein anderer Punkt in den Vordergrund. Petz wünschte Lewin Madl und Emil Hamzagic gute Besserung. Damit blieb unter dem Strich ein Nachmittag, an dem Wolfau erst an drei Punkten schnupperte, am Ende aber mit dem einen Punkt leben konnte.

2. Klasse Süd A: Wolfau : Kemeten - 1:1 (1:0)

  • 61
    Gergö Tama 1:1
  • 6
    Marco Fink 1:0