In der 2. Klasse Süd B hat UFC Gerersdorf-Sulz zum Auftakt beim FC Stinatz mit 3:2 gewonnen und dabei nach zweimaligem Rückstand noch zurückgeschlagen. Für Co-Trainer Valentin Tschech lag der Kern des Auswärtssiegs in der Haltung seiner Mannschaft. „Die Einstellung und Kampfbereitschaft der Mannschaft über neunzig Minuten und dass wir uns nie aufgegeben haben“, sagte er. Genau das erklärte einen Abend, an dem die Gäste bis zum Schlusspfiff an ihre Chance glaubten.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Einstieg der Gäste war nach Tschechs Eindruck durchaus ordentlich. UFC Gerersdorf-Sulz kam gut in die Partie und erarbeitete sich in der Anfangsphase auch die ersten Möglichkeiten. Belohnt wurde dieser Start aber nicht, stattdessen schlug der FC Stinatz mit der ersten entscheidenden Unachtsamkeit zu. In der 19. Minute brachte Lukas Haas die Hausherren mit 1:0 in Führung. Tschech schilderte die Szene so: „Unser Tormann konnte den ersten Ball noch parieren, den Nachschuss aber dann nicht mehr.“ Dieser Rückschlag veränderte den weiteren Verlauf der ersten Hälfte spürbar. Die Gäste taten sich schwerer, kamen nicht mehr so sauber in ihre Abläufe und mussten mit dem 0:1 in die Pause. „Wir sind eigentlich gut in das Spiel gestartet, haben uns auch die ersten Chancen erarbeitet, aber dann mit der ersten Unaufmerksamkeit in der Defensive das Gegentor bekommen“, sagte der Co-Trainer rückblickend.
Was UFC Gerersdorf-Sulz nach dem Seitenwechsel zeigte, passte dann genau zu jenem Bild, das Tschech von seiner Mannschaft zeichnete. „In der zweiten Halbzeit sind wir hochmotiviert aus der Kabine gekommen und haben das Spiel an uns gerissen“, sagte er. Schon in der 46. Minute fiel der schnelle Ausgleich, als Zoltán Szökrönyös zum 1:1 traf. Doch ganz ruhig wurde der Abend aus Sicht der Gäste trotzdem nicht. Der FC Stinatz legte in der 59. Minute wieder vor, Kristof Batorfi stellte auf 2:1. Wieder musste UFC Gerersdorf-Sulz einem Rückstand hinterherlaufen, wieder blieb die Mannschaft aber dran. In der 77. Minute gelang Simon Jandrisevits das 2:2, wobei Tschech in dieser Aktion einen „toll ausgeführten Freistoß“ hervorhob. Und weil die Gäste weiter nach vorne arbeiteten, fiel kurz vor Schluss auch noch die Entscheidung: In der 88. Minute traf Zoltán Szökrönyös ein zweites Mal und machte das 3:2 perfekt. „Dann hat sich die Mannschaft aber nicht aufgegeben, hat weitergekämpft und sich so noch das 3:2 erarbeitet“, sagte Tschech.
Dass UFC Gerersdorf-Sulz am Ende beide Rückstände noch drehen konnte, erklärte Tschech nicht nur mit Moral, sondern auch mit der Art, wie seine Mannschaft die Vorgaben umsetzte. „Die Mannschaft hat die taktischen Vorgaben sehr gut umgesetzt, hat viel Laufarbeit geleistet, hat defensiv konzentriert gespielt, hat ruhig gespielt und die Bälle ruhig hinten rausgespielt“, sagte er. Gerade diese Mischung aus Disziplin gegen den Ball und Ruhe im Aufbau war für ihn ein wichtiger Faktor. Gleichzeitig sprach der Co-Trainer auch offen an, wo noch Luft nach oben bleibt. „Die letzten Pässe kommen noch nicht an und wir müssen die Räume in der Offensive besser besetzen“, meinte Tschech. Den Gegner ordnete er trotz der Niederlage respektvoll ein: „FC Stinatz hat sehr gut gespielt. Sie sind eine sehr kompakte Mannschaft, eine sehr kämpferisch starke Mannschaft und haben uns das Leben sehr, sehr schwer gemacht.“ Auch zur Leistung des Unparteiischen fand er einen sachlichen Zugang. „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung“, sagte Tschech.
Unter dem Strich blieb aus seiner Sicht aber der entscheidende Unterschied ein anderer: „Ich glaube, dass wir über neunzig Minuten den Sieg mehr wollten und dafür etwas mehr gegeben haben.“ Mit diesem 3:2 startet UFC Gerersdorf-Sulz jedenfalls mit drei Punkten in die neue Saison und steht nach der ersten Runde auf Platz zwei.