Spielberichte

„Im physischen Bereich haben wir Verbesserungspotenzial“ – Ollersdorf zieht Lehren aus einer wechselhaften Saison

SV Ollersdorf

In der 2. Klasse Süd B hat der SV Ollersdorf die Saison auf Rang sechs beendet. Sportlicher Leiter Christian Illedits sieht nach einer schwächeren Phase zu Beginn des Frühjahrs vor allem Lehren aus der Vorbereitung, spricht aber zugleich von einem „sportlich versöhnlichen Abschluss“. Zehn Punkte aus den letzten fünf Spielen und nur eine Niederlage gegen Meister Eltendorf untermauern, warum der Klub den Blick trotz klarer Baustellen wieder nach vorne richtet.


Bällesack

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Schwacher Frühjahrsstart, dann wieder auf Kurs

Illedits macht in seiner Saisonanalyse keinen Bogen um die Themen, die aus seiner Sicht den Unterschied ausgemacht haben. „Im physischen Bereich haben wir Verbesserungspotenzial“, sagt er klar und begründet damit auch, warum die Mannschaft nach der Winterpause nicht so in die Meisterschaft gekommen ist, wie man sich das intern vorgestellt hatte. „Die Wintervorbereitung war nicht so, wie wir uns das vorgestellt hätten. Es waren nicht immer alle bei den Trainingseinheiten da, um wirklich topfit in die Meisterschaft starten zu können.“ Für ihn ist damit auch erklärt, warum die ersten Spiele im Frühjahr nicht nach Wunsch verlaufen sind. Gleichzeitig verweist der Sportliche Leiter darauf, dass sich die Mannschaft danach stabilisiert hat. Der Blick auf die Platzierungen zeigt eine Saison mit einigen Ausschlägen, am Ende aber auch mit einer Erholung: Zwischenzeitlich war Ollersdorf schon Vierter, fiel später wieder zurück und beendete das Spieljahr schließlich auf Rang sechs. In den letzten fünf Runden holte die Mannschaft ein 2:2 gegen Gerersdorf-Sulz, gewann 3:0 in Rohrbrunn, verlor nur knapp 0:1 gegen Eltendorf und legte danach mit dem 4:2 in Wallendorf-Mogersdorf sowie dem 3:1 gegen Heiligenbrunn noch einmal nach. Genau diese Schlussphase meint Illedits, wenn er sagt: „Die zweite Hälfte war dann eigentlich sehr, sehr gut. Da kann man sehr zufrieden sein und es war am Ende doch auch ein sportlich versöhnlicher Abschluss.“

Vier Legionäre weg, der Kader wird bewusst neu gebaut

Dass Ollersdorf im Sommer an mehreren Stellen ansetzt, hängt direkt mit dieser Analyse zusammen. Illedits spricht offen davon, dass die personellen Entscheidungen bereits auf die erkannten Defizite ausgerichtet wurden. „Daran wird gearbeitet und das wurde auch schon in der Kaderplanung berücksichtigt“, erklärt er. Fix ist: Alle vier bisherigen Legionäre haben den Verein verlassen. Illedits nennt Innenverteidiger Gabor Simonfalvi, die Mittelfeldspieler Balint Jona und Leonard Horvath sowie Stürmer Daniel Horvath. „Zwei waren schon jahrelang beim Verein und suchten eine neue Herausforderung“, sagt er dazu. Ollersdorf habe auf diese Entwicklung aber früh reagiert und nicht erst im letzten Moment mit der Suche begonnen. Mit Janos Söke kommt ein Mittelstürmer aus Zuberbach, dazu Toth Adam als linker Flügelspieler, ebenfalls aus Zuberbach. Außerdem wurde laut Illedits noch ein Innenverteidiger geholt, der zuletzt in Ungarn war und davor in Pöllauberg spielte. Dazu kommen mit Sebastian Plank aus der Spielgemeinschaft mit Olbendorf und Johannes Schmoller, der länger pausierte, zwei erfahrene Mittelfeldspieler. Auffällig ist auch die strategische Richtung, die der Sportliche Leiter vorgibt. „Wir reduzieren auf drei“, sagt er mit Blick auf das Ausländerkontingent. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit dem SV Olbendorf intensiviert werden, damit junge Spieler gezielter aufgebaut werden können.

Verletzungen bremsen, das Miteinander soll tragen

Neben dem personellen Umbau muss Ollersdorf auch mit Ausfällen umgehen, die den Start in die nächste Phase nicht einfacher machen. Illedits berichtet von zwei länger verletzten Spielern nach Knieoperationen, darunter Stürmer Julian und Verteidiger Noah Strobl, die frühestens mit dem Jahreswechsel wieder ins Training einsteigen könnten. Dazu kommen Tristan Kopfer und Nico Senninger, die wegen Ödemen aktuell angeschlagen sind, nach Einschätzung des Sportlichen Leiters aber in rund zwei Wochen wieder mit der Mannschaft arbeiten sollen. Im Umfeld selbst bleibt dagegen vieles konstant. Weder im Trainerstab noch auf Funktionärsebene gibt es Änderungen. Wenn Illedits über das Innenleben der Mannschaft spricht, setzt er ohnehin einen anderen Schwerpunkt. „Wir haben im Team als Kollektiv von der charakterlichen und menschlichen Seite ein sehr gutes Miteinander gelebt“, sagt er, und genau das sieht er auch als Grundlage für den nächsten Schritt. „Das ist immer der wichtigste Schritt und auch der Schlüssel zum Erfolg.“ Mit Blick auf die Liga nennt er Eltendorf als verdienten Meister, weil der Aufsteiger „den stärksten Kader hatte und auch mehr individuelle Qualität.“ Dahinter sieht er aber viel Ausgeglichenheit. „Wir haben zwar gegen jeden verloren, aber auch gegen jeden gewonnen“, sagt Illedits.