Zum Start in der 2. Klasse Süd B hat Wallendorf-Mogersdorf gegen SV Rohrbrunn mit 1:3 verloren. Für Trainer Zsolt Jona lag der Unterschied vor allem in der mannschaftlichen Geschlossenheit seiner Elf. „Wir waren kompakter“, sagte er nach dem Auswärtssieg, den Rohrbrunn früh auf Schiene brachte und vor der Pause weiter ausbaute.
Zsolt Jona hatte vor dem Saisonauftakt durchaus Respekt vor der Aufgabe. Wallendorf-Mogersdorf war mit einer stark veränderten Mannschaft in die Partie gegangen, der Rohrbrunn-Trainer sprach von sechs neuen Spielern, die im Sommer dazugestoßen waren. Entsprechend rechnete er mit einem schweren Match. „Aber wir konnten mit unserem Kampfgeist und unserer Erfahrung gut reagieren“, sagte Jona. Schon in der Anfangsphase bekam seine Mannschaft die Partie immer besser in den Griff, und nach seinem Eindruck war spätestens nach einer Viertelstunde klar zu sehen, dass Rohrbrunn mehr Kontrolle hatte. Die Führung fiel sogar schon früher: In der 8. Minute traf Milán Zoltán Ambrus zum 0:1. Für Jona war das ein wichtiger Moment, weil seine Mannschaft danach selbstbewusst blieb, in den Zweikämpfen präsent war und insgesamt besser organisiert wirkte.
Besonders viel sprach Jona nach dem Spiel über den ersten Treffer, weil dieser aus seiner Sicht den ganzen Auftritt beruhigt habe. „Das erste Tor war sehr wichtig“, sagte der Trainer und schilderte die Szene genauer: „Das war ein Weitschuss aus ungefähr 35 Metern. Er hat gesehen, dass der Tormann etwas weiter draußen war, und den Ball schön über ihn gesetzt.“ Dass der Ball noch an die Latte ging und dann im Tor landete, machte die Aktion für ihn umso bemerkenswerter. Für Jona war genau das die Szene, die einem Auswärtsspiel Stabilität gibt. „Wenn du auswärts in Führung gehst, kannst du ruhiger weiterspielen“, meinte er. Rohrbrunn nutzte diese Sicherheit, blieb am Drücker und legte in der 30. Minute durch Milán Zoltán Ambrus das 0:2 nach. Mit diesem Vorsprung gingen die Gäste dann auch in die Halbzeit, und genau das entsprach dem Bild, das Jona von der Partie hatte.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Jona seine Mannschaft weiter auf einem guten Weg, auch wenn nicht mehr jede Phase so sauber verlief wie davor. Er sprach von einer sehr motivierten, laufstarken und zweikampfstarken Leistung seiner Spieler und hatte das Gefühl, dass Rohrbrunn in den entscheidenden Momenten die cleverere und erfahrenere Mannschaft war. In der 72. Minute folgte dann der dritte Treffer, wieder durch Milán Zoltán Ambrus, der damit seinen Dreierpack fixierte und auf 0:3 stellte. „Nach dem 3:0 war für mich klar, dass wir den Platz als Sieger verlassen“, sagte Jona. Ganz durch war die Partie damit zwar noch nicht, weil Tomislav Marelja in der 78. Minute für Wallendorf-Mogersdorf auf 1:3 verkürzte. Der Trainer hatte aber trotzdem den Eindruck, dass seine Mannschaft die Sache insgesamt im Griff behielt und den Vorsprung über die restliche Spielzeit brachte.
Als Hauptgrund für den gelungenen Auftakt nannte Jona weniger einzelne Szenen als vielmehr den mannschaftlichen Zusammenhalt. „Einer kämpft für den anderen, alle kämpfen für eine Sache“, sagte der Rohrbrunn-Coach. Genau darin habe für ihn der Unterschied gelegen. „Unsere Kompaktheit und unsere Zweikampfstärke waren besser.“ Gleichzeitig fand er auch anerkennende Worte für Wallendorf-Mogersdorf. Die Hausherren hätten laut Jona mit acht Legionären versucht, Fußball zu spielen, und als Einzelspieler seien da einige gute Leute dabei. Als Team brauche der Gegner aber noch Zeit, weil noch nicht alles fertig zusammengebaut sei. Bei seiner eigenen Mannschaft sieht Jona trotz des 3:1 ebenfalls noch Arbeit, vor allem in der Innenverteidigung. Nach einem Abgang in der Vorbereitung werde dort noch nach der besten Lösung gesucht, zudem habe eine Umstellung nach Rückenproblemen eines Innenverteidigers rund zwanzig Minuten gekostet. Strittige Szenen sah der Trainer kaum, den Schiedsrichter lobte er für eine „souveräne Leistung“. Die Rote Karte gegen Tobias Menzel in der 88. Minute änderte am Ausgang nichts mehr. Unterm Strich sprach Jona von einem verdienten Auswärtssieg und zugleich von „einem guten Spiel für Zweite-Klasse-Niveau“.