In der 2. Klasse Süd B musste sich UFC Gerersdorf-Sulz im Heimspiel gegen SV Ollersdorf mit einem 1:1 begnügen. Die Gastgeber gingen früh in Führung, hatten danach mehrfach das zweite Tor auf dem Fuß und ließen den Gegner dennoch zurückkommen. Co-Trainer Valentin Tschech sah den Knackpunkt klar in der mangelhaften Verwertung der Chancen. So blieb nach starker erster Hälfte und einer offeneren zweiten Hälfte am Ende nur ein Punkt.

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Der Auftakt sprach zunächst klar für Gerersdorf-Sulz. „Wir sind sehr gut in das Spiel gestartet, haben den Gegner von Anfang an unter Druck gesetzt“, sagte Tschech nach dem Schlusspfiff. Vor allem im Mittelfeld und über die Außenbahnen habe seine Mannschaft genau das auf den Platz gebracht, was sie sich vorgenommen hatte. Der Lohn dafür kam früh: Bereits in der 6. Minute brachte Dániel Szökrönyös die Hausherren mit 1:0 in Führung. Für den Co-Trainer war das aber nur der Anfang einer Phase, in der deutlich mehr möglich gewesen wäre. „Wir haben das Mittelfeld dominiert und uns viele Chancen erarbeitet“, sagte Tschech. Besonders hängen blieb ihm eine große Möglichkeit von Zoltan Szökrönyös, der alleine vor dem Tormann auftauchte, das zweite Tor aber nicht nachlegen konnte.
Dass Gerersdorf-Sulz diese starke erste Hälfte nicht mit einem klareren Vorsprung abschloss, zog sich wie ein roter Faden durch die Analyse des Co-Trainers. „Wir hätten nach dem 1:0 die Chancen nutzen müssen“, sagte Tschech und machte keinen Hehl daraus, wie sehr ihn das 1:1 ärgerte. Aus seiner Sicht hätte seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt längst höher führen können. Er sprach sogar davon, dass ein 3:0 oder 4:0 durchaus möglich gewesen wäre. Stattdessen kam Ollersdorf mit der ersten nennenswerten Gegenaktion zurück. Nach einem verursachten Elfmeter hielt Bence Balogh zunächst stark, beim Nachschuss war er aber geschlagen, und Adam Toth stellte in der 45. Minute auf 1:1. „Anstatt dass es 3:0 oder 4:0 steht, gehen wir mit dem 1:1 in die Kabine“, brachte es Tschech auf den Punkt.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie ausgeglichener. Tschech sah, dass Ollersdorf besser aus der Kabine kam und sich im Vergleich zur ersten Hälfte deutlich steigerte. „Sie haben sich in der zweiten Halbzeit gut gesammelt und durch ihre Wechsel das Spiel besser in den Griff bekommen“, sagte er über die Gäste. Ganz weg war das Spiel für Gerersdorf-Sulz deshalb aber noch lange nicht, denn auch nach der Pause kamen die Gastgeber laut Tschech zu weiteren Möglichkeiten. Nur das Entscheidende fehlte weiter. „Unsere Chancenauswertung war heute katastrophal“, sagte er deutlich. Den Schiedsrichter wollte er dabei gar nicht zum Thema machen, der habe die Partie „sehr gut unter Kontrolle“ gehabt, und strittige Strafraumszenen habe es auf beiden Seiten gegeben. Viel schwerer wog für ihn, dass seine Mannschaft den Gegner nach starkem Beginn am Leben ließ. So bleibt für den Tabellenzweiten nach sechs Runden bei 16 Punkten das Gefühl, in diesem Heimspiel eher zwei Zähler verloren als einen gewonnen zu haben.