In der 2. Klasse Süd B haben sich FC Stinatz und UFC Siget in der Wart ein torreiches Duell geliefert, das die Gäste mit 5:3 für sich entschieden. Nach dem 1:1 zur Pause drehte Siget nach Seitenwechsel kräftig auf, führte schon 4:1 und brachte den Sieg trotz einer späten Drangphase der Gastgeber ins Ziel. Trainer Johannes Jani sah vor allem den Ausgleich vor der Pause als Schlüsselmoment.

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Johannes Jani hatte seine Mannschaft trotz des Rückstands früh in der Partie gut gesehen. Zwar ging Stinatz in der 25. Minute durch Lukas Haas mit 1:0 in Führung, aus Sicht des Siget-Trainers änderte das aber wenig am grundsätzlichen Bild. "Wir sind motiviert und kämpferisch in die Partie gegangen und waren bis auf zwanzig Minuten eigentlich immer die klar bestimmende Mannschaft", sagte Jani. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Elf noch vor dem Seitenwechsel zurückschlug. Bence Toth erzielte in der 40. Minute das 1:1, und genau dieser Treffer hatte für den Coach großes Gewicht. "Einer der wichtigsten Momente war sicher, dass wir noch vor der Pause das 1:1 gemacht haben", erklärte Jani, weil Siget damit den Rückstand noch vor der Halbzeit wieder reparierte.
Was sich in der ersten Hälfte schon angedeutet hatte, schlug sich nach dem Seitenwechsel dann auch klar im Ergebnis nieder. In der 52. Minute brachte Bálint Tamás die Gäste erstmals in Führung, nur drei Minuten später erhöhte Hasan Sahbegovic auf 3:1. Jani betonte dabei, dass seine Mannschaft diese Treffer nicht einfach nur machte, sondern sich die Chancen sauber erarbeitete. "Das erste Tor durch Bence Toth war aus einem gut gespielten Spielaufbau. Das Tor von Tamás Bálint war auch super rausgespielt, ein weiter Ball in die Tiefe, und er hat perfekt abgeschlossen", schilderte der Trainer. Beim 4:1 in der 64. Minute durch Kevin Steindl nach einem Standard schien die Partie bereits klar in Richtung Siget zu kippen. Auch dieses Tor hob Jani hervor: "Nach dem Standard hat Kevin Steindl mit dem Kopf ein wunderschönes Tor erzielt." Dass seine Mannschaft trotz eines frühen verletzungsbedingten Wechsels von Martin Istvan Rakhely in ihrer Linie blieb, gefiel ihm zusätzlich. "Wir mussten sehr früh wechseln, haben aber trotzdem nicht den Faden verloren", sagte er.
Mit dem 4:1 war die Begegnung allerdings noch nicht endgültig entschieden. Stinatz kam in der Schlussphase noch einmal zurück und stellte Siget vor eine unangenehme letzte Passage. Lukas Haas verkürzte in der 82. Minute auf 2:4, nur eine Minute später machte David Sagmeister mit dem 3:4 die Partie plötzlich wieder offen. Jani sprach diese Phase nach dem Spiel offen an und verhehlte nicht, dass seine Mannschaft da zu viel zuließ. "Beim Stand von 4:1 für uns haben wir ihnen zu viel Raum gelassen. Da haben sie zwanzig Minuten einen perfekten Fußball gespielt", sagte der Trainer. Gleichzeitig blieb er aber bei seiner Gesamteinschätzung und sah seine Elf über weite Strecken klar vorne. "Ansonsten waren wir eigentlich klar überlegen", meinte Jani. Für die endgültige Entscheidung sorgte schließlich Timo Kelemen, der in der Nachspielzeit noch das 5:3 erzielte und damit den Auswärtssieg absicherte.
Gerade weil die Partie nach dem 4:1 noch einmal zu kippen drohte, war Jani mit dem Gesamtauftritt seiner Mannschaft am Ende zufrieden. Er sah nicht nur die spielerischen Vorteile, sondern vor allem auch die Haltung seiner Elf. "Wir waren von Anfang an kämpferisch und spielerisch top und haben uns bis zum Schluss aufgeopfert, jeder für jeden", sagte der Siget-Coach. Besonders wichtig war für ihn, dass sein Team diesmal aus den Möglichkeiten mehr machte als zuletzt. "Wir haben das erste Mal seit Langem gezeigt, dass wir unsere Chancen verwerten können. Vor dem Gegentor haben wir schon zwei oder drei Hundertprozentige vergeben, aber in der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir die Chancen, die wir vorfinden, auch nutzen können", erklärte Jani. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war er einverstanden und sprach von einer "sehr guten" Leitung. Für Siget ist dieser 5:3-Erfolg damit nicht nur ein torreicher Auswärtssieg, sondern auch ein Auftritt, aus dem der Trainer erkennbar viel Positives mitnimmt.