In der 2. Klasse Süd B hat SV Hannersdorf beim UFC Gerersdorf-Sulz trotz eines engagierten Auftritts 0:2 verloren. Zur Pause lag die Mannschaft von Trainer Georg Konrad nach dem Treffer von Dániel Szökrönyös bereits 0:1 zurück, in der 74. Minute machte Laszlo Toth alles klar. Konrads Erklärung war deutlich: Seine Elf hatte viel vom Spiel, ließ aber klare Möglichkeiten aus und lief zweimal in Konter.

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Georg Konrad schilderte die Partie aus Sicht der Gäste als ein Spiel, in dem Hannersdorf über weite Strecken den Ton angegeben habe, sich dafür aber nicht belohnte. „Das Spiel war neunzig Minuten auf unserer Seite. Wir haben das Spiel dominiert, haben auch teilweise sehr guten Fußball gespielt und haben einfach das Tor nicht gemacht“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Auf dem Ergebniszettel stand aber früh ein Rückstand, weil Gerersdorf-Sulz schon in der 15. Minute durch Dániel Szökrönyös in Führung ging und dieses 1:0 auch mit in die Halbzeit nahm. Hannersdorf blieb laut Konrad zwar das aktivere Team, lief diesem Rückstand aber die ganze Zeit hinterher.
Den Knackpunkt sah der Coach deshalb nicht in einem schwachen Auftritt seiner Mannschaft, sondern ganz klar in der fehlenden Konsequenz vor dem Tor und in den Ballverlusten vor den Gegentreffern. „Der Knackpunkt war einfach nur, dass wir die Tore nicht gemacht und uns zwei, drei unnötige Konter eingefangen haben. Davon wurden wir zweimal bestraft“, sagte Konrad. Das 0:1 beschrieb er als Szene aus einer eigenen Angriffsphase heraus: unnötiger Ballverlust, schneller Gegenstoß, der Tormann parierte zunächst noch, beim Nachschuss sei dann aber nicht gut verteidigt worden. Beim zweiten Treffer in der 74. Minute durch Laszlo Toth habe sich aus seiner Sicht fast das gleiche Bild gezeigt, wieder nach Ballverlust im Offensivspiel und mit zu großem Abstand zum Gegenspieler in der Defensive.
Am meisten haderte Konrad am Ende mit der Chancenverwertung, weil er gerade dort den Unterschied ausgemacht hatte. „Ganz einfach: Tore schießen. Wir hatten sehr viele Möglichkeiten, nur das Toreschießen hat heute leider nicht funktioniert“, brachte er es auf den Punkt. Dazu kam aus seiner Sicht noch eine Szene, in der Michel Simon dem 1:1 nahe gewesen sei, der Unparteiische entschied in dieser Aktion allerdings auf Abseits. Bemerkenswert war dabei, dass Konrad die Schiedsrichterleistung trotzdem ausdrücklich positiv einordnete: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut.“ Auch den Gegner bewertete er sachlich. Gerersdorf-Sulz habe defensiv gut gestanden, auf Konter gesetzt und „das genutzt, was in ihren Möglichkeiten war“.
Gerade deshalb war die Niederlage aus Sicht der Gäste besonders bitter, weil Konrad mit Teilen des Spiels durchaus zufrieden war. „Phasenweise waren wir gut im Spiel. Wir haben guten Fußball gespielt. Aber von dem kann man sich nichts kaufen, wenn man die Tore nicht macht“, sagte der Hannersdorf-Trainer. Damit brachte er das Auswärtsspiel sehr treffend auf eine einfache Formel: viel Aufwand, ordentliche Spielanlage, aber am Ende keine Treffer und damit auch keine Punkte. Gerersdorf-Sulz nahm den Heimsieg mit, Hannersdorf musste die Heimfahrt nach der 0:2-Niederlage antreten. In der Tabelle bleibt der SV nach zehn Runden dennoch mit 24 Punkten an der Spitze, während Gerersdorf-Sulz als Dritter auf 20 Zähler kommt.