In der 2. Klasse Süd B hat SV Ollersdorf das Heimspiel gegen SV Zuberbach mit 1:2 verloren, obwohl die Gastgeber nach Ansicht von Trainer Josef Novakovits über weite Strecken mehr vom Spiel hatten. Entscheidend war aus seiner Sicht nicht der Beginn, sondern die fehlende Konsequenz vor dem Tor: Ollersdorf ließ Chancen liegen, Zuberbach nutzte seine Möglichkeiten deutlich besser.

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Die Partie brauchte laut Novakovits zunächst etwas, um Fahrt aufzunehmen. "Am Anfang waren beide Mannschaften sehr vorsichtig und haben probiert, kontrolliert Fußball zu spielen", schilderte der Ollersdorf-Coach den Einstieg in die Begegnung. Mit zunehmender Spielzeit sah er seine Mannschaft aber im Vorteil. Vor allem über die Seite und mit Adam Toth kamen die Gastgeber immer wieder in gefährliche Zonen. Novakovits sprach davon, dass sein Team "ein wenig Oberhand" gewonnen habe. Genau darin lag für ihn auch der bittere Teil dieser ersten Phase: Ollersdorf erarbeitete sich Möglichkeiten, konnte daraus vor der Pause aber kein Tor machen, sodass es mit dem 0:0 in die Kabinen ging.
Nach dem Seitenwechsel kam Ollersdorf nach Aussage seines Trainers ordentlich aus der Pause, doch dann kippte das Spiel aus seiner Sicht in einer einzigen Szene. "Wir sind in der zweiten Halbzeit gut rausgekommen und haben bei einem Eckball der Gäste unachtsam gewirkt", sagte Novakovits. Zuberbach spielte schnell ab, in der 59. Minute stand es 0:1, Torschütze war Peter Farkas. Ollersdorf musste danach öffnen und wollte offensiv mehr riskieren. Die Gastgeber gestalteten die Partie nun deutlich offener und versuchten, mit mehr Druck zum Ausgleich zu kommen. In der 74. Minute folgte jedoch der nächste Rückschlag. "Dann ist Farkas aus 35 Metern ein unglaublicher Schuss gelungen", beschrieb Novakovits das 0:2 durch denselben Spieler.
Trotz des Zwei-Tore-Rückstands gab sich Ollersdorf nicht auf und blieb bis in die Nachspielzeit hinein dran. Der Anschlusstreffer durch Janos Szöke zum 1:2 fiel in der 91. Minute, brachte die Gastgeber aber nicht mehr zurück in die Partie. Gerade dieser späte Treffer unterstrich für Novakovits noch einmal, woran es aus seiner Sicht diesmal gelegen hat. "Das Einzige, was man meiner Mannschaft heute vorwerfen muss, war die Torchancenauswertung", sagte der Trainer klar. Noch deutlicher wurde er beim Vergleich mit dem Gegner: "Wir hatten mehr Torchancen als Zuberbach und konnten sie leider nicht nutzen." Dass der Treffer zum 1:2 erst ganz am Ende fiel, passte damit genau zu seinem Eindruck, dass Ollersdorf sich für den eigenen Aufwand zu spät belohnte.
Der Unterschied lag für den Ollersdorf-Coach deshalb nicht in der Spielanlage, sondern fast ausschließlich in der Verwertung. "Zuberbach war vorm Tor viel effizienter. Sie haben ihre wenigen Chancen genutzt", sagte Novakovits. Seine Einordnung fiel dabei eindeutig aus: "Wir waren das spielbestimmende Team und spielstärker, aber momentan nutzen wir die Chancen nicht und der Gegner halt doch." Diskussionen über andere Themen wollte er gar nicht erst aufkommen lassen. "Es gab keine strittigen Situationen, der Schiedsrichter hat das Spiel sehr gut geleitet", meinte er. Für Ollersdorf bleibt nach dieser 1:2-Heimniederlage damit eine Partie, in der einiges ordentlich war, am Ende aber die Tore auf der eigenen Seite fehlten. Nach zwölf Runden hält der SV bei 15 Punkten auf Rang acht.