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„Wir haben das Tor erzwungen“ – Hannersdorf müht sich gegen Burgauberg-Neudauberg zum 1:0

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SV Hannersdorf
USV Burgauberg-Neudauberg

In der 2. Klasse Süd B hat SV Hannersdorf am Sonntag ein zähes Heimspiel gegen USV Burgauberg-Neudauberg mit 1:0 gewonnen. Nach torloser erster Hälfte sorgte Bruno Piskac in der 79. Minute für die Entscheidung. Trainer Georg Konrad sprach danach von einem Geduldsspiel, in dem seine Mannschaft lange nicht zu ihrem Rhythmus fand, am Ende aber mit mehr Nachdruck zum Sieg kam.


Spieler schnürt auf der Bank seine Fußballschuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zähe erste Hälfte ohne viel Spielfluss

Vieles an diesem Nachmittag lief nach Konrads Geschmack nicht zusammen. „Das Wetter und das Spiel waren gleich“, sagte der Hannersdorf-Trainer und brachte damit die 90 Minuten ziemlich genau auf den Punkt. Seine Mannschaft erwischte keinen starken Tag, fand nur schwer in den gewohnten Rhythmus und passte sich nach seiner Einschätzung zu sehr dem Gegner an. Deshalb entwickelte sich schon vor der Pause ein zähes Spiel, das beim 0:0 zur Halbzeit auch genau dieses Bild abgab. Konrad nannte die Partie ein „schwieriges Spiel“ und ein „Geduldsspiel“ – also eines, in dem es nicht darum ging, früh den Unterschied zu machen, sondern über längere Zeit ruhig zu bleiben und trotzdem im Spiel zu bleiben.

Wechsel bringen den Ruck, Piskac trifft in Minute 79

Erst im letzten Drittel der Partie kam bei den Gastgebern mehr Zug hinein. Konrad berichtete, dass seine Mannschaft mit den Wechseln noch einmal einen Ruck bekam und gerade in den letzten dreißig Minuten spürbar zulegte. „Wir wollten das Spiel trotzdem für uns entscheiden“, sagte er, und genau aus dieser Phase heraus fiel schließlich auch der Siegtreffer. In der 79. Minute traf Bruno Piskac zum 1:0, nachdem Hannersdorf laut seinem Trainer das Tor „praktisch erzwungen“ hatte. Konrad sprach zwar von einem Treffer, der „ein bisschen glücklicher“ zustande gekommen sei, machte aber vor allem den Willen seiner Mannschaft in den letzten zwanzig Minuten als entscheidenden Punkt aus. Danach spielte der Tabellenführer den knappen Vorsprung laut seinem Coach „auch nach Hause“.

Verdienter Sieg, aber Konrad spart nicht mit Kritik

Mit dem Ergebnis war der Trainer einverstanden, mit dem Auftritt nur bedingt. „Viel Stärke war heute nicht da“, sagte Konrad offen und sparte die eigene Mannschaft trotz des Sieges nicht aus. Positiv hob er vor allem die Kompaktheit in der ersten Halbzeit hervor, in der die Defensive gut stand. Nach der Pause sah er das nicht mehr ganz so klar, weil auch Burgauberg-Neudauberg zu seinen Situationen kam. Gerade deshalb ordnete er den Heimsieg als umkämpft, aber insgesamt verdient ein. Deutlich wurde in seinen Aussagen auch, wo er noch Luft nach oben sieht. „Verbesserungspotenzial gibt es immer. Dieses Mal in der Offensive“, sagte Konrad. Dort habe seine Mannschaft nicht den gewohnten Nachdruck entwickelt, auch wenn am Ende der eine Treffer reichte.

Respekt für den Gegner und Blick auf das Derby

Ein gutes Wort fand Konrad auch für die Gäste, die sich in Hannersdorf teuer verkauften. Burgauberg-Neudauberg sei „sehr gut“ gewesen, „sicher nicht der Tabellensituation würdig“ und habe mit einer soliden Leistung, viel Einsatz und großem Kampf dafür gesorgt, dass es für den Spitzenreiter ein unangenehmer Nachmittag wurde. Auch den Schiedsrichter beurteilte der Trainer positiv. Strittige Szenen habe es aus seiner Sicht nicht gegeben, die Spielleitung sei „sehr gut“ gewesen. Unter dem Strich stehen für Hannersdorf damit drei weitere Punkte und weiterhin Platz eins in der Liga. Viel Zeit zum Zurücklehnen bleibt aber nicht, denn schon nächste Woche wartet mit Deutsch Schützen das Derby. Konrad erwartet dort „einen weiteren schweren Gegner“ und will, ganz nach seiner Linie, wieder von Spiel zu Spiel schauen.

2. Klasse Süd B: SV Hannersdorf : USV Burgauberg-Neudauberg - 1:0 (0:0)

  • 79
    Bruno Piskac 1:0