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Christian Kodydek (SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf): „Mit dem Punkt können wir leben“ – starkes 1:1 in Kobersdorf

ASKÖ Kobersdorf
SV 7023 Z-S-P

In der II. Liga Mitte erkämpfte sich der SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf auswärts bei ASKÖ Waldquelle Kobersdorf in einer intensiven Partie ein 1:1. Prägend war vor allem der Widerstandswille der Gäste, die nach einer Gelb-Roten Karte lange in Unterzahl verteidigten. Christian Kodydek sprach von einem offenen Spiel mit Vorteilen für Kobersdorf nach der Pause, hob die Stabilität in der 1. Halbzeit in der Defensive, die vielen Standards des Gegners in der Schlussphase und das Gefühl hervor, mit diesem Punkt „gut leben“ zu können.


Schiedsrichter hält einen Fußball in der Hand

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Frühe Führung, später Ausgleich – das Kräfteverhältnis verschiebt sich nach der Pause

Der Start verlief aus Gästesicht wie gemalt: In der 5. Minute lenkte Patrick Felser den Ball unglücklich ins eigene Tor – die 1:0-Führung. Bis zur Pause blieb es beim knappen Vorsprung, und die Gäste hätten diesen sogar ausbauen können; Kodydek verwies darauf, dass seine Mannschaft in Halbzeit eins wenig zuließ und durch Stefan Gludovatz sowie Michal Maco zwei große Chancen auf das 2:0 vorfand. Nach dem Seitenwechsel drehte Kobersdorf jedoch an der Intensitätsschraube, übernahm mehr Spielanteile und belohnte sich in der 64. Minute: Endrit Kuqi traf zum 1:1. Der Trainer ordnete die Kräfteverhältnisse klar ein: Aufgrund der zweiten Halbzeit sei Kobersdorf dem Sieg „ein Stück weit näher“ gewesen – umso höher rechnete er seiner Mannschaft den erkämpften Punkt an, gerade auch, weil sie in Unterzahl verteidigen musste.

Unterzahl, Standards und das Quäntchen Glück in der heißen Schlussphase

Die Schlüsselszenen lagen in der Schlussphase: Kobersdorf erzwang zahlreiche Eckbälle, doch die meisten dieser Standardsituationen wurden von den Gästen entschlossen geklärt. In einer der brenzligsten Szenen hatte Ante Bezer den Siegtreffer für Kobersdorf auf dem Fuß – hier stand Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf das nötige Glück zur Seite. Brisant wurde es auch disziplinarisch. Kodydek urteilte zur Verwarnung seines Spielers: „Ja, grundsätzlich finde ich die erste gelbe Karte von Elija Heinzl sehr hart, wenngleich sie vertretbar ist.“ Und weiter: „In Summe geht die Gelb-Rote in Ordnung, aber in der einen oder anderen Situation hätte man auch definitiv Gelb für den Gegner zeigen können.“ Der Ausschluss von Elija Heinzl in der 70. Minute kostete Substanz. Der Trainer sprach davon, dass einige Akteure nach Verletzungen noch nicht bei 100 Prozent seien und zwei gesperrte Spieler fehlten – Faktoren, die die Schlussminuten zusätzlich kräfteraubend machten. Trotzdem brachte seine Mannschaft das 1:1 mit viel Einsatzbereitschaft und kollektivem Verteidigungswillen über die Zeit.

Unterschiedsspieler Szabo und Stolz auf eine sehr junge Startelf

Individuelle Qualität prägte die Partie ebenso: Besonders beeindruckt zeigte sich Kodydek vom gegnerischen Angreifer Tamas Szabo. „Tamas Szabo hat uns definitiv vor Probleme gestellt. Der hat eine individuelle Qualität, die sehr schwer zu verteidigen ist.“ Über weite Strecken bekam seine Elf den Stürmer dennoch in den Griff, wenngleich er in einzelnen Momenten entwischte. Gleichzeitig richtete Kodydek den Blick auf die eigene Entwicklung und hob die bemerkenswerte Verjüngung hervor: „Möchte aber auch betonen, dass bei uns ein 15-Jähriger, ein 16-Jähriger, zwei 18-Jährige in der Startelf gestanden sind – das macht mich stolz, dass wir in Kobersdorf nicht verlieren.“ Das Unentschieden erhielt so eine zweite Bedeutung: als Etappe für eine Mannschaft, die mit Mut zur Jugend auftritt und sich in Druckphasen behauptet.

Blick nach vorn: Montag in Neudörfl – Respekt und klare Ansage

Die Taktung bleibt hoch: „Da wir jetzt eine Doppelrunde haben, wie die ganze Liga, geht es schon am Montag auswärts in Neudörfl weiter.“ Kodydek spart nicht mit Anerkennung für den kommenden Gegner: „Neudörfl ist definitiv eine sehr starke Mannschaft, eine der besten in der Liga, mit viel individueller Qualität.“ Der Plan bleibt dennoch offensiv im Kopf: „Trotzdem werden wir uns wehren, werden wir versuchen, auch in Neudörfl Zählbares mitzunehmen und dagegenzuhalten. Es wird schwierig, aber wir fahren hin, um zu punkten.“ Der Auftritt in Kobersdorf liefert dafür die emotionale Vorlage: defensiv stabil, leidenschaftlich und mit einem Punkt belohnt.

II. Liga Mitte: Kobersdorf : SV 7023 Z-S-P - 1:1 (0:1)

  • 64
    Endrit Kuqi 1:1
  • 5
    Eigentor durch Patrick Felser 0:1

 

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