Zum Auftakt in der II. Liga Mitte hat sich ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf beim Sportclub Lockenhaus-Rattersdorf I ein 2:2 erkämpft. Die Mannschaft von Trainer David Witteveen geriet schon in der Anfangsphase in Rückstand, arbeitete sich danach aber Schritt für Schritt in eine unangenehme Partie hinein und kam zweimal zurück. Genau darin sah der Trainer nach dem Schlusspfiff auch den wichtigsten Punkt dieses Abends: im schwierigen Spiel die Moral zu behalten.

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David Witteveen musste nach dem Schlusspfiff zuerst über den Fehlstart sprechen, weil der aus seiner Sicht den ganzen Abend mitbestimmte. "Wir sind nicht gut in das Spiel gestartet", sagte der Trainer von ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf. Schon in der 4. Minute gerieten die Gäste nach einem eigenen Fehler 0:1 in Rückstand, Marcel Winkler nutzte die Situation zur Führung für Sportclub Lockenhaus-Rattersdorf I. Witteveen schilderte die Szene so: "Wir wollten den Ball zum Tormann spielen, der Pass war zu schwach, der Gegenspieler sprintet hinein, umkurvt den Tormann und macht das Tor." Danach musste seine Mannschaft gegen einen tief stehenden Gegner anlaufen. "Das gibt dem Gegner gleich am Anfang extreme Motivation und Auftrieb. Sie sind dann noch defensiver gestanden, und das war extrem schwierig", meinte Witteveen. Trotzdem kam Horitschon-Unterpetersdorf in der ersten Halbzeit wieder besser ins Spiel, machte Druck und glich in der 23. Minute durch Tobias Friedl zum 1:1 aus.
Nach dem Seitenwechsel lief die Partie aus Sicht von ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf in ein ähnliches Muster. Witteveen hatte das Gefühl, dass seine Mannschaft nun über weite Strecken das aktivere Team war. "Wir haben in der zweiten Halbzeit das Spiel dominiert, aber wieder durch einen Fehler von uns ein Gegentor kassiert", sagte er. In der 52. Minute brachte Zeteny Toth-Szatmari den Sportclub Lockenhaus-Rattersdorf I erneut in Führung, wieder mussten die Gäste also einem Rückstand nachlaufen. Für Witteveen war genau das aber auch der stärkste Punkt seiner Mannschaft an diesem Abend. "Wir sind nach zweimaligem Rückstand immer wieder zurückgekommen und haben nie aufgegeben", betonte er. In der 71. Minute glich Horitschon-Unterpetersdorf durch Endrit Mucolli zum 2:2 aus. Danach drückten die Gäste laut ihrem Trainer noch auf die Führung, der dritte Treffer fiel aber nicht mehr.
Bei der Einordnung des Remis sprach Witteveen offen darüber, dass für ihn zwei Wahrheiten nebeneinanderstehen. Einerseits sah er mehr Spielanteile und auch Vorteile für seine Mannschaft, andererseits hielt er das 2:2 unter dem Strich für vertretbar. "Im Endeffekt kann man schon sagen, dass das Unentschieden in Ordnung geht. Wir haben zwar mehr Spielanteile gehabt, vielleicht auch ein bisschen mehr Chancen, aber weil der Gegner so defensiv gespielt hat, war es schwierig, Chancen zu kreieren", sagte der Trainer. Dazu kam nach seiner Ansicht, dass ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf es im Angriff zeitweise zu kompliziert anlegte. "Wir sind immer wieder nach innen gezogen, anstatt mehr die Breite auszunutzen. Damit haben wir dem Gegner ein bisschen in die Karten gespielt", erklärte Witteveen. Positiv blieb für ihn trotzdem die Haltung seiner Mannschaft. "Das ist für einen Trainer extrem wichtig, dass man sieht, dass die Mannschaft intakt ist", sagte er. Kritisch sah er dagegen auch die Linie des Unparteiischen und einige seiner Entscheidungen. Für ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf bleibt damit zum Start kein ganz zufriedenstellender, aber ein brauchbarer Auswärtspunkt, der vor allem wegen der zweimaligen Antworten auf Rückstände Substanz hat.